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Mittwoch, 20. Mai 2026

Firmungen – 3

 

Bakouma

 

 

 

Firmungen – 3

18. Mai 2026

Die Zeit der Firmungen geht weiter!

Nachdem ich am Montag nach Bangassou zurückgekehrt war, habe ich am Donnerstag im "Kleinen Seminar" Christi Himmelfahrt gefeiert.

Zehn Seminaristen empfinden die Firmung: Es waren die Jüngsten, aber ihre Begeisterung war groß!

Am Freitag, d. 15. Mai, fuhr ich in die Pfarrei von Bakouma, die 140 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist. Es ist ein uranreiches Gebiet, das seit Jahrzehnten das Interesse vieler weckt, auch wenn es konkret keine Gewinnung gibt.

Hier wurde ich von den beiden Priestern der Pfarrei sowie von den Jungen und Mädchen empfangen, die sich auf die Firmung vorbereiteten.

Der Samstag war der Katechese und der Vorbereitung gewidmet, und am Sonntagmorgen haben wir die Messe mit den Firmungen gefeiert.

Die Gläubigen waren aus den nächstgelegenen Dörfern gekommen. Oder fast: Denn zwei Erwachsene kamen aus einem 48 Kilometer entfernten Dorf  – und waren zu Fuß gegangen!

Am frühen Nachmittag sind wir nach Nzacko aufgebrochen, einer Pfarrei, die seit 2017 geschlossen ist, als die Rebellen der Seleka alles zerstörten und die Kirche sowie das Pfarrhaus dem Erdboden gleichmachten.

Die Straße ist in einem miserablen Zustand, wir haben mit dem Auto fast drei Stunden für die 55 Kilometer gebraucht.

Doch die Ankunft in Nzacko war ein Fest!

Kaum war das Auto entladen, war ich schon mit den Firmlingen in der Kirche für eine kurze Katechese.

Dann eine schnelle Dusche, ein kleiner Happen zum Abendessen, doch die Mücken leisteten uns gute Gesellschaft, und wir gingen früh zu Bett!

Und heute, am Montag, d. 18. Mai, haben wir auch hier in Nzacko die Firmungen gefeiert!

Nach der Messe ging ich mit den Firmlingen hinaus, und wir begaben uns zu der Stelle, wo die Ruinen der Kirche stehen, die 2017 dem Erdboden gleichgemacht wurde. Und hier haben wir gebetet -  besonders für die Pfarrgemeinde, dass sie die Kraft haben möge, alles wieder aufzubauen und weiterhin den „Wohlgeruch Christi“ zu verbreiten.

Dann war es Zeit, wieder nach Bakouma aufzubrechen, das wir im Regen erreichten.

Und morgen, am Dienstag, geht es weiter nach Bangassou.

Il Seminario
Le Séminaire

 

 

 

Bakouma

 

 

 

Nzacko

 

 

 

 

 

Montag, 11. Mai 2026

Firmungen - 2

  

 
 

Firmungen - 2

11. Mai 2026

Soeben bin nach Bangassou zurückgekehrt, nachdem ich zwei Wochen in Rafai und Zemio verbracht habe.

Am Montag, d. 4. Mai, war ich nach Zemio gefahren. In dem Monat, der seit meiner letzten Reise dorthin vergangen ist, hatte es nicht viel geregnet, und die Straße war in akzeptablem Zustand: Wir waren um 7 Uhr aufgebrochen und kamen gegen 14.30 Uhr in Zemio an, das 150 Kilometer entfernt gelegen ist.

Am Dienstag trafen die Firmlinge ein, die als Flüchtlinge im benachbarten Kongo leben. Es dauerte den ganzen Vormittag und bedurfte einiger Diskussionen, Briefe usw., bis sie den Fluss überqueren und in die Zentralafrikanische Republik kommen konnten.

Am Donnerstag haben wir die Firmungen gefeiert. Die Lage in der Stadt ist etwas ruhiger geworden, doch die Spannung bleibt hoch: Unterwegs begegnete ich einer kleinen Gruppe bewaffneter Rebellen. Ich hielt an, um mit ihnen zu sprechen, ihnen zuzuhören und sie zum Frieden aufzurufen!

Am Freitagmorgen brach ich wieder in Richtung Rafai auf. Es hatte stark geregnet, und der Zustand der Straße hatte sich verschlechtert. Dafür hatten wir die Freude, viele Tiere zu sehen, insbesondere mehrere Gruppen von Affen.

Am Samstagmorgen überquerte ich den Fluss bei Rafai, um im Dorf Agoumar die Firmungen zu feiern, und am Nachmittag haben wir die Feier für den Sonntag vorbereitet: die Diakonenweihe eines jungen Franziskaners aus dieser Gemeinschaft.

Aus diesem Anlass waren auch andere Priester aus Bangassou gekommen, und wir teilten diesen Moment der Gnade.

Am Montagmorgen fuhren wir bei Regen in Rafai los, um nach Selim zu gelangen, das etwa dreißig Kilometer entfernt gelegen ist. Auch hier feierten wir die Firmung von etwa fünfzig Mädchen und Jungen: Das Geschenk des Heiligen Geistes ist eine große Freude, und wir hoffen, dass es reiche Früchte trägt.

Um 13 Uhr bin ich von Selim abgefahren und traf am Abend in Bangassou ein. Endlich!






Zemio













Agoumar







 

Selim





Sonntag, 3. Mai 2026

Firmungen.1

 

 

Firmungen.1

3. Mai 2026

Ich schreibe aus Rafai, wo wir die Firmungen gefeiert haben. So beginnt diese besondere Zeit, die den Besuchen in den Pfarreien, der Katechese und der Feier dieses Sakraments gewidmet ist, das dank der Gabe des Heiligen Geistes das Erwachsenenleben jedes Christen besiegelt.

Die Arbeiten auf den verschiedenen Baustellen schreiten gut voran, sowohl in Lanome (an der Kirche) als auch in Gambo (am Pfarrhaus).

Am Mittwochvormittag fand in Bangassou eine Sitzung des Konsultorenkollegiums statt. Dies sind sieben Priester der Diözese, die dem Bischof bei den wichtigsten Entscheidungen zur Seite stehen. Wir haben den Kalender, die Programme, die Änderungen und die Ernennungen der Pfarrer für die kommenden Monate besprochen.

Am Donnerstagvormittag bin ich von Bangassou nach Rafai gefahren, wo ich am frühen Nachmittag eintraf.

Zusammen mit mir ist auch Pater Jerome, ein Franziskaner, angekommen. Er hatte einige Monate in Polen verbracht, weil er gegen eine Krebserkrankung kämpfte, und ist nun zurückgekehrt.

Er freut sich, wieder zurück zu sein und seine Mitbrüder und vor allem die Menschen wiederzusehen! Er sagte zu mir: „Ich habe verstanden, dass das Wichtigste an der Mission nicht die Häuser, die Kirchen oder die Einrichtungen sind. Das Wichtigste sind die Menschen!“

Der Freitag und Samstag waren der Katechese und der Vorbereitung der Jungen und Mädchen gewidmet, die die Firmung empfangen sollen. Die Firmkandidaten zeigten sich aufgeweckt und waren vom Katecheten Apollinaire gut vorbereitet worden. Sie folgten dem Unterricht interessiert und aufmerksam.

Letztes Jahr haben wir mit Hilfe der Stiftung Bangassou11.000 Evangelien in der Sprache Sango drucken lassen. Seit Jahren waren keine Exemplare mehr erhältlich, aber nun können die Gläubigen das Wort Gottes in den Händen halten. Das ist wunderbar!

Heute, am Sonntag, d. 3. Mai, haben wir in Rafai die Firmungen von etwa siebzig Kindern, Jugendlichen und einigen Erwachsenen gefeiert.

Morgen, am Montag, fahre ich weiter nach Zemio, wo ich am Donnerstag die Firmungen spenden werde.

So beginnt die Firmungszeit!

 

Lanome


Gambo




I vangeli in Sango
Les évangiles en Sango
Los Evangelios en Sango

p.Jerome OFM



 


Sonntag, 26. April 2026

Baustellen

 

Lanome

 

Baustellen

26. April 2026

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mir passiert es oft, dass mehrere Baustellen gleichzeitig in Angriff genommen und betreut werden müssen.

Auch hier in Bangassou ist es so!

Trotz der Regenfälle setzen wir einige Arbeiten in verschiedenen Pfarreien fort oder beginnen sie. Dies können wir dank der Hilfe so vieler Menschen aus aller Welt!

Der Bau der Kirche in Lanome schreitet gut voran. Während die Maurer die Mauern errichten, beginnen die Zimmerleute mit der Fertigung der Dachstühle (13,5 Meter lang).

Am Dienstag war ich in Gambo, das 75 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist. Die dortige Missionsstation hat zahlreiche Kriege erlebt, und es gibt viel zu tun, um das Pfarrhaus instandzusetzen.

Am Donnerstag sind wir zusammen mit Bischof Aguirre nach Oungo gefahren, das 70 Kilometer entfernt ist. In etwas mehr als einem Monat werden wir dort die Priesterweihe von Guy Médard feiern, einem jungen Mann, der in dieser Pfarrei geboren wurde. Und genau an diesem Donnerstag haben wir hier einige Priester angetroffen, die gekommen waren, um den Jahrestag der Priesterweihe von Abbé Clotaire zu feiern, die er am 23. April 2006 in Gambo empfangen hatte!

Am Freitag sind wir nach Niakari gefahren, das 15 Kilometer entfernt ist, weil Bischof Aguirre am Sonntag dort die Firmungen feiern sollte.

Ich hingegen habe am Sonntag, d. 26. April, in der Kathedrale von Bangassou die Messe anlässlich des Weltgebetstages für geistliche Berufe gefeiert. Unsere 67 Seminaristen waren dabei! Beten wir mit ihnen, für sie und für die anderen Seminaristen der Diözese, die in den Seminaren von Bangui oder in Italien und Spanien studieren und ihre Ausbildung fortsetzen.









Ouango











Ouango




Niakari



Bangassou







Dienstag, 21. April 2026

Der Papst in Afrika

 

Campi di arachidi
Champs d'arachides
Campos de cacahuetes

 

Der Papst in Afrika

19. April 2026

Wir verfolgen die Afrikareise von Papst Leo XIV. mit großer Aufmerksamkeit. Nach Algerien besuchte er unser Nachbarland Kamerun, das uns in vielerlei Hinsicht nahe ist, und nun hält er sich in Angola auf, von wo aus er nach Äquatorialguinea weiterreisen wird, was die letzte Etappe seiner Reise darstellt.

Es ist interessant festzustellen, dass Papst Leo gerade Afrika für diese seine erste große Reise ausgewählt hat. Die vorherigen Reisen (in die Türkei und in den Libanon) waren bereits von Papst Franziskus festgelegt worden.

Afrika ist ein Kontinent der Hoffnung – sowohl für die Menschheit als auch für die Kirche.

Die Reise und vor allem die Ansprachen sind sehr tiefgründig und bedeutungsvoll und finden auch hier in der Zentralafrikanischen Republik starken Widerhall. In Bamenda, einer Region, die von Spannungen zwischen englischsprachigen und französischsprachigen Bevölkerungsgruppen erschüttert ist, erinnerte er alle eindringlich daran, dass „Gott neu ist“ und dass Er „die Gläubigen befähigt, dem Bösen zu begegnen und das Gute aufzubauen“, als er über die Herausforderungen sprach, denen sich das Land stellen muss : der Armut, Korruption, Gewalt, Migration. Und das gilt nicht nur für Kamerun!

Nach der Mission in Zemio verbrachte ich einige (etwas) ruhigere Tage.

Am Sonntag, d. 12. April, habe ich die Messe in der Kapelle „Unserer Liebe Frau der Hoffnung“ im Stadtteil Maliko hier in Bangassou gefeiert. Sie wurde im vergangenen Jahr am 25. März eingeweiht und entwickelt sich zu einer kleinen, lebendigen Gemeinde.

Am Montag war ich in Lanome, wo wir die Bauarbeiten an der Kirche wieder aufgenommen haben.

Am Dienstag kehrte Bischof Aguirre nach Bangassou zurück, nachdem er fast drei Wochen in Obo und Mboki verbracht hatte

In diesen Tagen haben wir gemeinsam die Arbeit wieder aufgenommen, auch weil es viele Unterlagen zu prüfen und zahlreiche Entscheidungen zu treffen gibt.


Am Samstagmorgen bin ich nach Bandoufou gefahren, das 25 Kilometer entfernt gelegen ist. Dort habe ich die Messe gefeiert, die begleitet wurde von einigen Chorsängern und unterstützt von einem Kind, das auf einer Art improvisiertem Schlagzeug spielte!

Nach der Messe habe ich mich mit der Bevölkerung getroffen, denn hier werden wir für die über 200 Kinder eine Schule bauen. Bislang fand der Unterricht unter einigen Strohdächern statt, und es ist an der Zeit, dem Dorf etwas Besseres für die Zukunft zu bieten.



I bambini del centro orfani con i ceci arrivati dalla Spagna
Los niños del orfanato con los garbanzos que llegaron de España.




Bandoufou

Qui sorgera la nuova scuola di Bandoufou
Ici on batira la nouvelle école de Bandoufou
Aquí se construirá la nueva escuela de Bandoufou.


Lanome