Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Montag, 18. August 2025

Aus einer Kirche, die betet, verkündigt und handelt, gehen neue Priester hervor

  

La preghiera durante la Messa delle ordinazioni
La prière pendant la Messe des Ordinations
Oración durante la Misa de Ordenación

 Aus einer Kirche, die betet, verkündigt und handelt, gehen neue Priester hervor

Die beiden letzten Wochen waren für die Kirche in Bangassou eine Zeit der Begegnung, des Gebets und des Austauschs. Alle Priester der Diözese versammelten sich zusammen mit Katecheten und Abgesandten der Pfarreien hier in der Kathedrale.

Nach den Exerzitien in der vergangenen Woche haben wir am Montag, Dienstag und Mittwoch (11. -13. August) Informationen über die Pfarreien und die Gegebenheiten der Diözese ausgetauscht und uns dann an die Arbeit für das nächste Pastoraljahr gemacht, in dem wir uns mit der Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-12) beschäftigen werden. So wie Jesus sein erstes Wunder bei einer Hochzeit vollbrachte, wollen wir uns in den Dienst der Familien und der Männer und Frauen der Diözese stellen, um die Schönheit des Sakraments der Ehe zu entdecken.

Am Mittwochnachmittag, kurz vor Abschluss dieser Arbeitstage, empfingen wir die ältesten Seminaristen der Diözese, die das Jahr über in den 750 km entfernten Seminaren von Bangui studieren.

Freitag war das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel. Aber für die Diözese Bangassou gab es noch ein zusätzliches Geschenk, denn an diesem Tag habe ich Patient Betoloum zum Priester und Guy Medard Mbondo zum Diakon geweiht.

Mit 24 anwesenden Priestern war es eine schöne Konzelebration. Die Kathedrale war voll, und wir erlebten dieses Wunder mit Freude und im Gebet: Zwei junge Menschen stellen sich in den Dienst an Gott und an den Menschen!










I seminaristi più grandi
Les grand-séminaristes
Los seminaristas más grandes


L'inizio della Mesa del 15 agosto
Le commencement de la Messe du 15 aout
El inicio de la misa del 15 de agosto




















 

Festa con la famiglia del diacono
Fete avec la famille du diacre
Fiesta con la familia del diácono


Montag, 11. August 2025

Treffen in der Diözese – Teil 2, oder: Auch Priester brauchen das Gebet!

 

Mgr Pierre D'Ornellas Arceéveque de Rennes
Monsenor Pierre D'Ornellas, Obispo de Rennes (Francia)




Treffen in der Diözese – Teil 2, oder: Auch Priester brauchen das Gebet!

Am Montag, d. 4. August, legte der Regen eine kurze Pause ein, so dass Bischof Aguirre und Erzbischof Pierre D'Ornellas von Rennes (Frankreich) aus Bangui mit dem Flugzeug eintreffen konnten.

Am Nachmittag begannen wir mit den Geistlichen Übungen, den Exerzitien. Diese sind keine Art der Gymnastik oder des Trainings. Oder besser gesagt, doch! Es handelt sich um eine Woche des Gebets und der Besinnung, die wir gemeinsam mit allen Priestern der Diözese und einigen Ordensbrüdern verbracht haben.

Wir verbrachten diese Zeit in der Stille und ließen uns vom Erzbischof von Rennes begleiten, der uns half, die Barmherzigkeit Gottes durch das Matthäusevangelium zu entdecken und wiederzuentdecken.

Es war eine wertvolle Zeit, um „die Batterien wieder aufzuladen” und auf Gott zu hören.

Die Tage waren geprägt von Gebet, Katechese und der Feier der Messe.

Am Freitagnachmittag fuhren wir nach Maliko, wo sich die am 25. März eingeweihte Kapelle befindet, die Unserer Lieben Frau der Hoffnung geweiht ist.

Hier feierten wir die Beichte, dieses wunderschöne Sakrament, in dem die Barmherzigkeit Gottes aufstrahlt.

Nach der Beichte brachen wir zu einer kurzen Fußwallfahrt zur Kathedrale auf.

Auf dem kurzen Weg legten wir drei Zwischenstopps ein und besuchten andere „Kathedralen“ der Diözese: die Kathedrale der Kranken (das Krankenhaus von Bangonde), die Kathedrale der Alten (das Haus der Hoffnung, das alte Menschen und Opfer von Hexerei aufnimmt) und die Kathedrale der Kinder (das Maman Tongolo-Zentrum für Waisenkinder). Dort beteten wir für alle, die in Not sind und im Schoß der Kirche Barmherzigkeit und Heilung finden, und segneten sie.

In der Kathedrale angekommen, betraten wir sie durch das Jubiläumstor und begaben uns zum Kruzifix, das wir verehrten und berührten.

Heute, am Sonntag, haben wir die Exerzitien mit der Messe abgeschlossen, während derer die Ernennungen und Versetzungen der Priester für das neue Pastoraljahr verlesen wurden.









Casa Speranza
Maison Espoir
Casa Esperanza, con los ancianos


Il vescovo con Leone XIV !
L'eveque avec... Léon XIV !
El obispo con Leon XIV !










 

 

 

 

Dienstag, 5. August 2025

Versammlungen in der Diözese

 

Passiflora
Fleur de la Passion
Passiflora - Flor de la pasión

Versammlungen in der Diözese

Mit der Regenzeit und den Schulferien ist es in den Pfarreien etwas ruhiger geworden. Deshalb organisiert die Diözese jedes Jahr Fortbildungen und Gebetstreffen für alle Priester.

Seit Mitte letzter Woche sind nach und nach die Priester aus den verschiedenen Pfarreien hier in Bangassou eingetroffen. Einige haben nur wenige Kilometer zurückgelegt, andere 150 Kilometer. Diejenigen, die am weitesten entfernt wohnen (Zemio: 300 km, und Obo: 500 km), werden erst in einigen Tagen ankommen, da die Straßen unsicher und schwer befahrbar sind. Am Freitag und Samstag haben wir mit einer zweitägigen Fortbildung zum Thema Familienpastoral begonnen. Pfarrer Francis Siki, ein Priester aus Bangui, der in Bangassou geboren wurde, unterstützt und begleitet uns dabei. Zusammen mit den 25 Priestern sind einige Ehepaare aus den nächstgelegenen Pfarreien gekommen.

Gemeinsam haben wir die Ausarbeitung eines Pastoralplans für die gesamte Diözese in Angriff genommen.

Der Sonntag war ein Ruhetag. Ich habe die Messe in der Kapelle von Maliko hier in der Stadt gefeiert, während die anderen Priester in andere Kirchen gegangen sind.

Am Montagmorgen traf Bischof Aguirre aus Bangui zusammen mit dem Erzbischof Pierre D'Ornellas von Rennes (Frankreich) ein. Letzterer wird uns diese Woche bei den Exerzitien begleiten, die eine Zeit der Stille, des Gebets und der Besinnung sind.

Die Erzdiözese Rennes nimmt seit Jahren einige Priester aus Bangassou auf, die in verschiedenen Pfarreien helfen: Die von Missionaren gegründete Kirche der Zentralafrikanischen Republik wird selbst missionarisch!

Am Montagnachmittag, d. 4. August, haben wir mit den Exerzitien begonnen: Ich bitte Euch um Euer Gebet für uns alle!

Auf dem Foto seht Ihr die Zubereitung der Raupen (Makongo): In dieser Jahreszeit gibt es Millionen von Raupen einer ganz bestimmten Art, die wegen ihres hohen Proteingehalts sehr geschätzt werden!




 

 

Preparazione dei bruchi... per la cena!
Préparation des chenilles... pour le diner!
Preparando las orugas...¡para la cena!

 





Maliko 







 

Dienstag, 29. Juli 2025

Lanomè in Feierstimmung

 

 

 

 

Lanomè in Feierstimmung

Die Muttergottes-Pfarrei hat ihren Sitz im Dorf Lanomè, das 35 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist.

Vor Jahren war dies ein bedeutendes Dorf, als es noch Straßen gab und man innerhalb weniger Tage in die Hauptstadt Bangui gelangen konnte.

Heute braucht ein Lastwagen mehr als zwei Wochen, um nach Bangui zu gelangen: Die Transportpreise sind stark gestiegen, und viele Produkte finden keinen Absatz mehr. So ist es z.B. mit dem Kaffee, der in der Region und insbesondere in Lanomè in großen Mengen angebaut wird.

Die kleine Kirche, die im Laufe der Jahre von einem italienischen Missionar, Don Fedele Villa aus Turin, erbaut wurde, ist zu klein für die Gemeinde geworden.

Mit Hilfe der Päpstlichen Missionswerke (dank der Spenden, die am Weltmissionssonntag im Oktober gesammelt wurden) haben wir mit dem Bau der neuen Kirche begonnen.

In den letzten Wochen war Alessio Vada, ein Landsmann von mir, der aus Priero (Cuneo) stammt, hier bei uns. 

Zusammen mit Dieubeni und seinem Team von lokalen Maurern hat Alessio hart gearbeitet und die Stahlbetonpfeiler fertiggestellt.

Dank einer Familie aus Bologna konnten wir hier auch den Bau der Grundschule fertigstellen: Ab September können die Kinder in schönen, großen und hellen Klassenzimmern lernen, statt wie bisher in Unterständen aus Stroh.

Diese Woche war ich am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag in Lanomè.

Am Freitag traf ich 224 Jungen und Mädchen, die sich auf die Firmung vorbereiteten. Es gab Begegnungen, Katechese, Erklärungen, um ihnen zu helfen, das Geschenk des Heiligen Geistes und seine Bedeutung für ihr Leben zu verstehen!

Am Sonntag, d. 27. Juli, feierten wir die Messe im Freien: Neben den Firmungen fand auch die Hochzeit von Prosper und Clarisse statt.

Es waren sehr viele Menschen gekommen, nicht nur aus dem Dorf selbst, sondern auch aus etwa zehn Nachbardörfern.

Nach der Messe begaben wir uns in die neue Schule, um zu beten und die Klassenzimmer zu segnen.

Es fehlen noch die Türen und der Anstrich der Wände, aber im September wird alles fertig sein. Die Familie, die die Schule gestiftet hat, wollte ihr den Namen „Quelle der Hoffnung” geben. Und das wird sie für Hunderte von Schülern und Eltern auch sein!

Die Messe, die um 8 Uhr begonnen hatte, endete um 12.30 Uhr!

Es folgte die Feier des Brautpaars mit einem einfachen Mittagessen... und Hunderten von Gästen!

 

 

Catechesi nella vecchia chiesa di Lanome
Catéchèse dans l'ancienne église

 


Il cantiere della nuova chiesa a Lanome
Le chantier de la nouvelle eglise de Lanome

 













Benedizione della nuova scuola di Lanome
Bénédiction de la nouvelle école





Dienstag, 22. Juli 2025

Bauen...

 

I bambini del Centro Maman Tongolo in gita!
Les enfants du Centre Maman Tongolo en sortie!

 

Bauen...

Die Arbeiten an der neuen Kirche in Lanomé schreiten gut voran. Alessio und sein gutes Team aus lokalen Maurern kommen trotz des Regens und des Mangels an Materialien und Werkzeugen gut voran.

Sechzehn Seitenpfeiler wurden bereits gegossen. Diese Woche werden die Pfeiler der Fassade folgen.

Eine Kirche bauen!

Am Freitagnachmittag brach ich mit ihm nach Ouango auf, einer 75 km von Bangassou entfernt gelegenen Pfarrei.

Die Straße war gut, und wir waren in guter Gesellschaft: Die Kinder des Waisenhauses „Maman Tongolo” der Diözese begleiteten uns. Es waren etwa dreißig, alle überglücklich, einen Ausflug zu machen!

Sie waren festlich gekleidet, trugen Weihnachtsmannmützen und zeigten sich von ihrer besten Seite. Während der Fahrt sangen, redeten, schliefen, lachten und scherzten sie!

Gegen 16.30 Uhr kamen wir in Ouango an, wo wir das Jubiläum der Hoffnung feiern wollten.

Am Samstagmorgen traf ich mich mit den Gläubigen der Pfarrei und der umliegenden Dörfer zu einer Katechese über den Sinn des Jubiläums. Anschließend hörten zwei andere Priester und ich bis zum Mittag Beichte. Das Heilige Jahr ist eine Zeit der Gnade und der Versöhnung!

Am Nachmittag fuhren Alessio und ich nach Bema, das etwa dreißig Kilometer entfernt gelegen ist. Nach einer Stunde Autofahrt kamen wir dort an und trafen die beiden Priester, die dort arbeiten, Eugène und Placide.

Wir unterhielten uns ein wenig, machten einen Spaziergang am Fluss, der die Grenze zum Kongo bildet, und kehrten dann gegen 18 Uhr nach Ouango zurück.

Am Sonntagmorgen traf ich mich vor der Messe mit den Verantwortlichen der Missionsschule und anschließend mit den Katecheten.

Um 8.30 Uhr begannen wir eine kurze Wallfahrt, die das Jubiläum in dieser Pfarrei eröffnete.

Vor der Kirche angekommen, bekreuzigen sich die Gläubigen zum Zeichen und zur Erinnerung an die Taufe mit Weihwasser, und zogen dann in einer Prozession weiter zum Platz vor der Missionsstation, wo wir die Messe im Freien feierten.

Während der Messe feierten Estella und Bienvenu ihre Hochzeit.

Die Pfarrei Ouango hat einige schwierige Zeiten mit Anschuldigungen und vielen Spaltungen durchlebt. Mit Geduld, Gebet und Arbeit erlebt die Pfarrei nun langsam eine Wiedergeburt.

Die Kirche aufbauen. Auch das ist eine große Baustelle!

Gegen 11.40 Uhr war die Messe zu Ende, und nach einer kurzen Stärkung beluden wir die Autos. Die Kinder des Centro Maman Tongolo waren bereit: Die Kleinen halfen den Jüngsten, die etwas älteren Mädchen spielten Mütter...

Auf dem Weg legten wir in einem kleinen Dorf einen Zwischenhalt ein, wo der Vater eines wenige Monate alten Mädchens wohnt, das wir vor einigen Monaten aufgenommen haben. Die Mutter war gestorben, und das Kind lag im Sterben. Nach ein paar Monaten geht es ihr jetzt sehr gut. Als wir anhielten, kamen die Leute, um sie zu sehen und zu begrüßen... und sie füllten unser Auto mit Mais, Erdnüssen und allem, was sie hatten!

Menschlichkeit aufbauen...

Ouango




Sul fiume a Bema
Le fleuve à Bema





Lanome