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Mittwoch, 17. Juni 2026

Ein Bischof geht, ein anderer kommt

 

Lanome

Ein Bischof geht, ein anderer kommt

14. Juni 2026

Bischof Aguirre ist also von Bangassou abgereist, und am Freitag habe ich ihn in Bangui zum Flughafen begleitet, von wo aus er nach Spanien geflogen ist.

Ich bin wegen zweier großer Ereignisse nach Bangui gekommen: der Priesterweihe zweier junger Karmeliten und der Weihe des neuen Bischofskoadjutors von Bangui.

Am Donnerstagnachmittag war ich mit dem Flugzeug angekommen, und am Samstag habe ich in Bangui in der Pfarrei Unserer Lieben Frau von Afrika zwei jungen Männern, Aristide und Léonce, die Priesterweihe gespendet.

Aristide stammt ursprünglich aus Bangassou und kam nach Bangui, um zu studieren und Krankenpfleger zu werden. Dort lernte er den Karmel kennen.

Léonce hingegen wurde im Kongo als Sohn von Eltern geboren, die aus Ruanda geflohen waren. Dann führten ihn die Wege des Herrn in die Zentralafrikanische Republik, und heute, am Samstag, d. 13. Juni, wurde er zusammen mit Aristide zum Priester geweiht.

Da viele Menschen aus Ruanda anwesend waren, konnten wir ihre wunderschönen traditionellen Tänze bewundern, die die Gabenprozession und anschließend das Mittagessen begleiteten.

Am Sonntag, d.14. Juni, stand hingegen ein weiteres großes Ereignis an: Pater Joseph Samedi, ein Jesuit, der aus der Zentralafrikanischen Republik stammt, wurde zum Bischofskoadjutor von Bangui geweiht, um Kardinal Nzapalainga zur Seite zu stehen.

Die Messe, die um 9.30 Uhr begann, endete um 14 Uhr! Es waren sowohl in als auch vor der Kathedrale zahlreiche Menschen versammelt: das Volk Gottes, das seinen neuen Hirten feierte!




Ordinazioni sacerdotali a Bangui
Les ordinations sacerdotales à Bangui
Ordenaciones sacerdotales en Bangui











Mons Joseph Samedi




 


Dienstag, 9. Juni 2026

Ein stiller Abschied

 

 

 

Ein stiller Abschied

8. Juni 2026

In diesen Tagen richtete sich unsere Aufmerksamkeit nicht nur auf die Bauarbeiten an der neuen Kirche in Lanome, sondern auch auf Bischof Juan José Aguirre, der heute nach 28 Jahren im Bischofsamt die Diözese verlassen hat.

Er wollte sich still und diskret verabschieden und verzichtete auf feierliche Zeremonien.

Mit etwas Beharrlichkeit gelang es mir, ihn davon zu überzeugen, den Priestern und Ordensleuten der Diözese einen gemeinsamen Tag zu „schenken“.

So versammelten sich am Freitag, d. 5. Juni, seinem 72. Geburtstag, fast alle Priester und Ordensschwestern der Diözese, um einen Tag lang mit ihm gemeinsam zu feiern, zu danken und Zeugnis abzulegen.

Am Vormittag wollte er mit uns seinen langen missionarischen Weg Revue passieren lassen, der vor 46 Jahren in Obo begann, und seinen Weg als Bischof dieser schönen Diözese. Schön ist sie deshalb, weil sie zu Christus gehört. Schön ist sie auch wegen der vielen Werke, die Bischof Aguirre mit der Hilfe Gottes und zahlreicher guter Menschen geschaffen hat: die Priester, die Älteren, die Waisen, die Schulen, die Pfarreien, die Schüler, aber es gab auch die Kriege, die Flüchtlinge, die Mühen und die Schwierigkeiten. Und all dies trotz einer Gesundheit, die durch mehrere Herzinfarkte und andere Krankheiten auf eine harte Probe gestellt wurde.

Um 11.30 Uhr haben wir gemeinsam die Messe gefeiert: Hier liegt der Mittelpunkt, aus dem Bischof Aguirre so viel Kraft und Zärtlichkeit geschöpft hat. Und von hier aus müssen wir neu aufbrechen, um den Aufbau der Diözese Bangassou fortzusetzen.

Nach einem festlichen Mittagessen begab sich Bischof Aguirre nach Tokoyo, der anderen Pfarrei, um den Firmkandidaten, denen er dann am Sonntag die Firmung gespendet hat, eine Katechese zu erteilen.

Und heute, am Montag, d. 8. Juni, habe ich ihn zum Flughafen begleitet. Zwei Priester, Schwester Yolanda (die sich um Waisenkinder, ältere Menschen und die Armen kümmert) und Solange, die er vor mehr als zwanzig Jahren als Waisenkind aufgenommen hatte und die heute eine erwachsene Frau und Mutter ist, kamen mit.

Gute Reise, Juan José, und vielen Dank für alles!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gambo

Lanome


 

 

Lanome









Dienstag, 2. Juni 2026

Ein neuer Priester

 

  

 

Ein neuer Priester

1. Juni 2026

Diese Woche war den jüngeren Priestern gewidmet und endete mit der Weihe eines neuen Priesters, Guy Médard Mbondo.

In der Diözese Bangassou gibt es elf Pfarreien (plus zwei, die aufgrund des Krieges derzeit stillgelegt sind), das Kleine Seminar und weitere Einrichtungen. Etwa dreißig Priester sind in der Diözese tätig. Zum zweiten Mal in Folge haben wir für die jüngeren Priester drei Tage Studientage vorbereitet, um über die verschiedenen Aspekte des Priestertums nachzudenken, ihnen zu helfen und sie zu begleiten.

Es waren wichtige und schöne Momente: Sie sind jung, und ihre Begeisterung hilft auch den anderen Priestern, ihre Berufung mit größerem Engagement zu leben.

Ich war am Dienstag aus Bangui zurückgekehrt. Der Flug war sehr lang gewesen und wurde durch drei Zwischenstopps unterbrochen. Um 8 Uhr war ich gestartet und kam nach Zwischenstopps in Bria, Birao und Bambari um 14 Uhr in Bangassou an.

Das Treffen mit den jungen Priestern, das am Dienstag begonnen hatte, ging am Donnerstag zu Ende.

Und am Samstag fuhren wir fast alle nach Ouango, einer Pfarrei am Fluss Mbomou, wo am Sonntag die Priesterweihe von Guy Médard Mbondo stattfinden sollte, eines jungen Mannes, der hier geboren wurde.

Fast alle Priester waren anwesend, ebenso die Ordensschwestern von Bangassou, zusammen mit den Kindern des Waisenhauses „Maman Tongolo“, die einen kleinen Ausflug machten: festlich gekleidet, mit hübschen Hüten und voller Freude über diese besonderen Tage.

Am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr haben wir mit der Messfeier begonnen. Es war eine schöne Liturgie, reich durch das Sakrament der Weihe eines neuen Priesters, untermalt von Gesängen, Gebeten, Tänzen…

Wir beendeten die Messe um 12 Uhr, und gegen 14 Uhr waren wir am Flussufer. Hier hatten die Leute etwas Besonderes für den neuen Priester Guy Médard vorbereitet: Eine schön geschmückte Piroge näherte sich. Neben den Ruderern tanzten darauf zwei Frauen (was fast unmöglich zu sein scheint!) im Rhythmus der Trommeln, die vom Ufer aus geschlagen wurden. Der neue Priester sollte für eine kurze Fahrt in die Piroge steigen.

Nach dem Ausflug mit der Piroge war es Zeit für das Fest mit der Familie und den zahlreichen Gästen: Es war ein großes Fest, denn ein Sohn des Dorfes ist Priester geworden.

Zu sehen, wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen auf ihn zugingen, um sich seinen ersten Segen als Priester spenden zu lassen, war eine Freude und ein einfacher Moment tiefen Glaubens!

 

 

i sacerdoti più giovani in formazione
Les pretres jeunes en formation
los sacerdotes más jóvenes en formación

 

 

 

 

 

 

I bambini del Centro orfani in gita...
Les enfants de l'Orphélinat en sortie
Los niños del orfanato en una excursión...

 

 

 

 

 

 

don Guy Médard con la mamma e uno zio
L'abbé Guy Médard avec ses parents
El padre Guy Médard con su madre y un tío.

 

 

 

La processione del Vangelo
La procéssion avec l'Evangile
La procesión del Evangelio

 

 

 

 

 

 



 

 

Mittwoch, 27. Mai 2026

Keine Firmungen!

 

 


 

Keine Firmungen!

Diese Woche habe ich keine Firmungen gespendet, aber wir hatten das große Pfingstfest!

Als ich am Dienstag aus Bakouma zurückkehrte, traf ich Bischof Aguirre an, der am Tag zuvor zusammen mit dem Arzt Enrique Ripoll Pascual y Otrus aus Bangui eingetroffen war. Enrique ist im Auftrag der Fundacion ILUMINAFRICA (https://iluminafrica.com/) hier, um eine Kampagne für augenärztliche Eingriffe vorzubereiten. Er hat das Material unseres Krankenhauses überprüft und kontrolliert und hat dann mit den Untersuchungen begonnen. Es waren 400! Bei 300 Patienten hat er operationsbedürftigen Grauen Star festgestellt. Im Herbst wird ein Team kommen, um die Operationen durchzuführen und auf diese Weise vielen Menschen das Augenlicht und die Hoffnung zurückzugeben.

Am Donnerstag, d. 21., bin ich nach Bangui gefahren, da ein Container angekommen ist. Angesichts des Zustands der Straßen haben wir niemanden gefunden, der bereit war, ihn nach Bangassou zu transportieren. Wir waren daher gezwungen, alles auszuladen und auf einen Lkw zu verladen.

Am Freitagmorgen haben wir mit den Arbeiten begonnen: Der Container wurde geöffnet und entladen, während wir auf die Ankunft des Lastwagens warteten. Doch um 11.30 Uhr mussten wir uns damit abfinden, dass der Lastwagen nicht gekommen ist! Wir mussten daher das gesamte entladene Material (drei Viertel eines 12-Meter-Containers!) wieder unter Dach bringen.

Am Samstag hatte ich also frei und habe die Gelegenheit für einige Besprechungen genutzt und vor allem dazu, die Seminaristen aus Bangassou zu treffen, die sich in Bangui aufhalten (am Gymnasium, im Propädeutikum und im Theologiestudium). Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, und es ist Zeit für wichtige Entscheidungen. Wir haben zahlreiche Seminaristen, und sie leisten gute Arbeit. Und es ist schön, das Lächeln auf den Gesichtern dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sehen, wenn man sie fragt, ob sie zufrieden sind!

Am Sonntag habe ich die Pfingstmesse in der Nuntiatur gefeiert, wo sich Menschen aus aller Welt und aller Sprachen versammelt hatten - genau wie in Jerusalem vor 2000 Jahren!

Am Montagmorgen sollte ich - oder hätte gesollt! - nach Bangassou fliegen. Ich war um 6 Uhr am Flughafen, hatte Ticket- und Gepäckkontrollen usw. hinter mir, doch um 9.50 Uhr wurde der Flug aufgrund der Wetterbedingungen gestrichen…

Also bin ich wieder zum Container gegangen: Wir haben auch noch den Rest ausgeladen und haben damit begonnen, den Lkw zu beladen, der endlich angekommen war. Es war eine schwere und aufwändige Arbeit, die wir um 15.30 Uhr unterbrochen haben, um sie am nächsten Tag fortzusetzen.

Jetzt bin ich am Flughafen und warte auf den Flug, der um 8.30 Uhr gehen soll. Ich sollte um 14 Uhr (!) in Bangassou ankommen, nach drei Zwischenstopps in Bria, Birao und Bambari.

Nur Mut!









Sr Elisabeth, dr Enrique, Mgr Aguirre



 

 

 

 

 

 



Birao