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Dienstag, 2. Juni 2026

Ein neuer Priester

 

  

 

Ein neuer Priester

1. Juni 2026

Diese Woche war den jüngeren Priestern gewidmet und endete mit der Weihe eines neuen Priesters, Guy Médard Mbondo.

In der Diözese Bangassou gibt es elf Pfarreien (plus zwei, die aufgrund des Krieges derzeit stillgelegt sind), das Kleine Seminar und weitere Einrichtungen. Etwa dreißig Priester sind in der Diözese tätig. Zum zweiten Mal in Folge haben wir für die jüngeren Priester drei Tage Studientage vorbereitet, um über die verschiedenen Aspekte des Priestertums nachzudenken, ihnen zu helfen und sie zu begleiten.

Es waren wichtige und schöne Momente: Sie sind jung, und ihre Begeisterung hilft auch den anderen Priestern, ihre Berufung mit größerem Engagement zu leben.

Ich war am Dienstag aus Bangui zurückgekehrt. Der Flug war sehr lang gewesen und wurde durch drei Zwischenstopps unterbrochen. Um 8 Uhr war ich gestartet und kam nach Zwischenstopps in Bria, Birao und Bambari um 14 Uhr in Bangassou an.

Das Treffen mit den jungen Priestern, das am Dienstag begonnen hatte, ging am Donnerstag zu Ende.

Und am Samstag fuhren wir fast alle nach Ouango, einer Pfarrei am Fluss Mbomou, wo am Sonntag die Priesterweihe von Guy Médard Mbondo stattfinden sollte, eines jungen Mannes, der hier geboren wurde.

Fast alle Priester waren anwesend, ebenso die Ordensschwestern von Bangassou, zusammen mit den Kindern des Waisenhauses „Maman Tongolo“, die einen kleinen Ausflug machten: festlich gekleidet, mit hübschen Hüten und voller Freude über diese besonderen Tage.

Am Sonntagmorgen um 8.30 Uhr haben wir mit der Messfeier begonnen. Es war eine schöne Liturgie, reich durch das Sakrament der Weihe eines neuen Priesters, untermalt von Gesängen, Gebeten, Tänzen…

Wir beendeten die Messe um 12 Uhr, und gegen 14 Uhr waren wir am Flussufer. Hier hatten die Leute etwas Besonderes für den neuen Priester Guy Médard vorbereitet: Eine schön geschmückte Piroge näherte sich. Neben den Ruderern tanzten darauf zwei Frauen (was fast unmöglich zu sein scheint!) im Rhythmus der Trommeln, die vom Ufer aus geschlagen wurden. Der neue Priester sollte für eine kurze Fahrt in die Piroge steigen.

Nach dem Ausflug mit der Piroge war es Zeit für das Fest mit der Familie und den zahlreichen Gästen: Es war ein großes Fest, denn ein Sohn des Dorfes ist Priester geworden.

Zu sehen, wie Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen auf ihn zugingen, um sich seinen ersten Segen als Priester spenden zu lassen, war eine Freude und ein einfacher Moment tiefen Glaubens!

 

 

i sacerdoti più giovani in formazione
Les pretres jeunes en formation
los sacerdotes más jóvenes en formación

 

 

 

 

 

 

I bambini del Centro orfani in gita...
Les enfants de l'Orphélinat en sortie
Los niños del orfanato en una excursión...

 

 

 

 

 

 

don Guy Médard con la mamma e uno zio
L'abbé Guy Médard avec ses parents
El padre Guy Médard con su madre y un tío.

 

 

 

La processione del Vangelo
La procéssion avec l'Evangile
La procesión del Evangelio

 

 

 

 

 

 



 

 

Mittwoch, 27. Mai 2026

Keine Firmungen!

 

 


 

Keine Firmungen!

Diese Woche habe ich keine Firmungen gespendet, aber wir hatten das große Pfingstfest!

Als ich am Dienstag aus Bakouma zurückkehrte, traf ich Bischof Aguirre an, der am Tag zuvor zusammen mit dem Arzt Enrique Ripoll Pascual y Otrus aus Bangui eingetroffen war. Enrique ist im Auftrag der Fundacion ILUMINAFRICA (https://iluminafrica.com/) hier, um eine Kampagne für augenärztliche Eingriffe vorzubereiten. Er hat das Material unseres Krankenhauses überprüft und kontrolliert und hat dann mit den Untersuchungen begonnen. Es waren 400! Bei 300 Patienten hat er operationsbedürftigen Grauen Star festgestellt. Im Herbst wird ein Team kommen, um die Operationen durchzuführen und auf diese Weise vielen Menschen das Augenlicht und die Hoffnung zurückzugeben.

Am Donnerstag, d. 21., bin ich nach Bangui gefahren, da ein Container angekommen ist. Angesichts des Zustands der Straßen haben wir niemanden gefunden, der bereit war, ihn nach Bangassou zu transportieren. Wir waren daher gezwungen, alles auszuladen und auf einen Lkw zu verladen.

Am Freitagmorgen haben wir mit den Arbeiten begonnen: Der Container wurde geöffnet und entladen, während wir auf die Ankunft des Lastwagens warteten. Doch um 11.30 Uhr mussten wir uns damit abfinden, dass der Lastwagen nicht gekommen ist! Wir mussten daher das gesamte entladene Material (drei Viertel eines 12-Meter-Containers!) wieder unter Dach bringen.

Am Samstag hatte ich also frei und habe die Gelegenheit für einige Besprechungen genutzt und vor allem dazu, die Seminaristen aus Bangassou zu treffen, die sich in Bangui aufhalten (am Gymnasium, im Propädeutikum und im Theologiestudium). Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, und es ist Zeit für wichtige Entscheidungen. Wir haben zahlreiche Seminaristen, und sie leisten gute Arbeit. Und es ist schön, das Lächeln auf den Gesichtern dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sehen, wenn man sie fragt, ob sie zufrieden sind!

Am Sonntag habe ich die Pfingstmesse in der Nuntiatur gefeiert, wo sich Menschen aus aller Welt und aller Sprachen versammelt hatten - genau wie in Jerusalem vor 2000 Jahren!

Am Montagmorgen sollte ich - oder hätte gesollt! - nach Bangassou fliegen. Ich war um 6 Uhr am Flughafen, hatte Ticket- und Gepäckkontrollen usw. hinter mir, doch um 9.50 Uhr wurde der Flug aufgrund der Wetterbedingungen gestrichen…

Also bin ich wieder zum Container gegangen: Wir haben auch noch den Rest ausgeladen und haben damit begonnen, den Lkw zu beladen, der endlich angekommen war. Es war eine schwere und aufwändige Arbeit, die wir um 15.30 Uhr unterbrochen haben, um sie am nächsten Tag fortzusetzen.

Jetzt bin ich am Flughafen und warte auf den Flug, der um 8.30 Uhr gehen soll. Ich sollte um 14 Uhr (!) in Bangassou ankommen, nach drei Zwischenstopps in Bria, Birao und Bambari.

Nur Mut!









Sr Elisabeth, dr Enrique, Mgr Aguirre



 

 

 

 

 

 



Birao





Mittwoch, 20. Mai 2026

Firmungen – 3

 

Bakouma

 

 

 

Firmungen – 3

18. Mai 2026

Die Zeit der Firmungen geht weiter!

Nachdem ich am Montag nach Bangassou zurückgekehrt war, habe ich am Donnerstag im "Kleinen Seminar" Christi Himmelfahrt gefeiert.

Zehn Seminaristen empfinden die Firmung: Es waren die Jüngsten, aber ihre Begeisterung war groß!

Am Freitag, d. 15. Mai, fuhr ich in die Pfarrei von Bakouma, die 140 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist. Es ist ein uranreiches Gebiet, das seit Jahrzehnten das Interesse vieler weckt, auch wenn es konkret keine Gewinnung gibt.

Hier wurde ich von den beiden Priestern der Pfarrei sowie von den Jungen und Mädchen empfangen, die sich auf die Firmung vorbereiteten.

Der Samstag war der Katechese und der Vorbereitung gewidmet, und am Sonntagmorgen haben wir die Messe mit den Firmungen gefeiert.

Die Gläubigen waren aus den nächstgelegenen Dörfern gekommen. Oder fast: Denn zwei Erwachsene kamen aus einem 48 Kilometer entfernten Dorf  – und waren zu Fuß gegangen!

Am frühen Nachmittag sind wir nach Nzacko aufgebrochen, einer Pfarrei, die seit 2017 geschlossen ist, als die Rebellen der Seleka alles zerstörten und die Kirche sowie das Pfarrhaus dem Erdboden gleichmachten.

Die Straße ist in einem miserablen Zustand, wir haben mit dem Auto fast drei Stunden für die 55 Kilometer gebraucht.

Doch die Ankunft in Nzacko war ein Fest!

Kaum war das Auto entladen, war ich schon mit den Firmlingen in der Kirche für eine kurze Katechese.

Dann eine schnelle Dusche, ein kleiner Happen zum Abendessen, doch die Mücken leisteten uns gute Gesellschaft, und wir gingen früh zu Bett!

Und heute, am Montag, d. 18. Mai, haben wir auch hier in Nzacko die Firmungen gefeiert!

Nach der Messe ging ich mit den Firmlingen hinaus, und wir begaben uns zu der Stelle, wo die Ruinen der Kirche stehen, die 2017 dem Erdboden gleichgemacht wurde. Und hier haben wir gebetet -  besonders für die Pfarrgemeinde, dass sie die Kraft haben möge, alles wieder aufzubauen und weiterhin den „Wohlgeruch Christi“ zu verbreiten.

Dann war es Zeit, wieder nach Bakouma aufzubrechen, das wir im Regen erreichten.

Und morgen, am Dienstag, geht es weiter nach Bangassou.

Il Seminario
Le Séminaire

 

 

 

Bakouma

 

 

 

Nzacko

 

 

 

 

 

Montag, 11. Mai 2026

Firmungen - 2

  

 
 

Firmungen - 2

11. Mai 2026

Soeben bin nach Bangassou zurückgekehrt, nachdem ich zwei Wochen in Rafai und Zemio verbracht habe.

Am Montag, d. 4. Mai, war ich nach Zemio gefahren. In dem Monat, der seit meiner letzten Reise dorthin vergangen ist, hatte es nicht viel geregnet, und die Straße war in akzeptablem Zustand: Wir waren um 7 Uhr aufgebrochen und kamen gegen 14.30 Uhr in Zemio an, das 150 Kilometer entfernt gelegen ist.

Am Dienstag trafen die Firmlinge ein, die als Flüchtlinge im benachbarten Kongo leben. Es dauerte den ganzen Vormittag und bedurfte einiger Diskussionen, Briefe usw., bis sie den Fluss überqueren und in die Zentralafrikanische Republik kommen konnten.

Am Donnerstag haben wir die Firmungen gefeiert. Die Lage in der Stadt ist etwas ruhiger geworden, doch die Spannung bleibt hoch: Unterwegs begegnete ich einer kleinen Gruppe bewaffneter Rebellen. Ich hielt an, um mit ihnen zu sprechen, ihnen zuzuhören und sie zum Frieden aufzurufen!

Am Freitagmorgen brach ich wieder in Richtung Rafai auf. Es hatte stark geregnet, und der Zustand der Straße hatte sich verschlechtert. Dafür hatten wir die Freude, viele Tiere zu sehen, insbesondere mehrere Gruppen von Affen.

Am Samstagmorgen überquerte ich den Fluss bei Rafai, um im Dorf Agoumar die Firmungen zu feiern, und am Nachmittag haben wir die Feier für den Sonntag vorbereitet: die Diakonenweihe eines jungen Franziskaners aus dieser Gemeinschaft.

Aus diesem Anlass waren auch andere Priester aus Bangassou gekommen, und wir teilten diesen Moment der Gnade.

Am Montagmorgen fuhren wir bei Regen in Rafai los, um nach Selim zu gelangen, das etwa dreißig Kilometer entfernt gelegen ist. Auch hier feierten wir die Firmung von etwa fünfzig Mädchen und Jungen: Das Geschenk des Heiligen Geistes ist eine große Freude, und wir hoffen, dass es reiche Früchte trägt.

Um 13 Uhr bin ich von Selim abgefahren und traf am Abend in Bangassou ein. Endlich!






Zemio













Agoumar







 

Selim