Lanomè in Feierstimmung
Die Muttergottes-Pfarrei hat ihren Sitz im Dorf Lanomè, das 35 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist.
Vor Jahren war dies ein bedeutendes Dorf, als es noch Straßen gab und man innerhalb weniger Tage in die Hauptstadt Bangui gelangen konnte.
Heute braucht ein Lastwagen mehr als zwei Wochen, um nach Bangui zu gelangen: Die Transportpreise sind stark gestiegen, und viele Produkte finden keinen Absatz mehr. So ist es z.B. mit dem Kaffee, der in der Region und insbesondere in Lanomè in großen Mengen angebaut wird.
Die kleine Kirche, die im Laufe der Jahre von einem italienischen Missionar, Don Fedele Villa aus Turin, erbaut wurde, ist zu klein für die Gemeinde geworden.
Mit Hilfe der Päpstlichen Missionswerke (dank der Spenden, die am Weltmissionssonntag im Oktober gesammelt wurden) haben wir mit dem Bau der neuen Kirche begonnen.
In den letzten Wochen war Alessio Vada, ein Landsmann von mir, der aus Priero (Cuneo) stammt, hier bei uns.
Zusammen mit Dieubeni und seinem Team von lokalen Maurern hat Alessio hart gearbeitet und die Stahlbetonpfeiler fertiggestellt.
Dank einer Familie aus Bologna konnten wir hier auch den Bau der Grundschule fertigstellen: Ab September können die Kinder in schönen, großen und hellen Klassenzimmern lernen, statt wie bisher in Unterständen aus Stroh.
Diese Woche war ich am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag in Lanomè.
Am Freitag traf ich 224 Jungen und Mädchen, die sich auf die Firmung vorbereiteten. Es gab Begegnungen, Katechese, Erklärungen, um ihnen zu helfen, das Geschenk des Heiligen Geistes und seine Bedeutung für ihr Leben zu verstehen!
Am Sonntag, d. 27. Juli, feierten wir die Messe im Freien: Neben den Firmungen fand auch die Hochzeit von Prosper und Clarisse statt.
Es waren sehr viele Menschen gekommen, nicht nur aus dem Dorf selbst, sondern auch aus etwa zehn Nachbardörfern.
Nach der Messe begaben wir uns in die neue Schule, um zu beten und die Klassenzimmer zu segnen.
Es fehlen noch die Türen und der Anstrich der Wände, aber im September wird alles fertig sein. Die Familie, die die Schule gestiftet hat, wollte ihr den Namen „Quelle der Hoffnung” geben. Und das wird sie für Hunderte von Schülern und Eltern auch sein!
Die Messe, die um 8 Uhr begonnen hatte, endete um 12.30 Uhr!
Es folgte die Feier des Brautpaars mit einem einfachen Mittagessen... und Hunderten von Gästen!
Catechesi nella vecchia chiesa di Lanome Catéchèse dans l'ancienne église |
Il cantiere della nuova chiesa a Lanome Le chantier de la nouvelle eglise de Lanome |
Benedizione della nuova scuola di Lanome Bénédiction de la nouvelle école |