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Dienstag, 29. Juli 2025

Lanomè in Feierstimmung

 

 

 

 

Lanomè in Feierstimmung

Die Muttergottes-Pfarrei hat ihren Sitz im Dorf Lanomè, das 35 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist.

Vor Jahren war dies ein bedeutendes Dorf, als es noch Straßen gab und man innerhalb weniger Tage in die Hauptstadt Bangui gelangen konnte.

Heute braucht ein Lastwagen mehr als zwei Wochen, um nach Bangui zu gelangen: Die Transportpreise sind stark gestiegen, und viele Produkte finden keinen Absatz mehr. So ist es z.B. mit dem Kaffee, der in der Region und insbesondere in Lanomè in großen Mengen angebaut wird.

Die kleine Kirche, die im Laufe der Jahre von einem italienischen Missionar, Don Fedele Villa aus Turin, erbaut wurde, ist zu klein für die Gemeinde geworden.

Mit Hilfe der Päpstlichen Missionswerke (dank der Spenden, die am Weltmissionssonntag im Oktober gesammelt wurden) haben wir mit dem Bau der neuen Kirche begonnen.

In den letzten Wochen war Alessio Vada, ein Landsmann von mir, der aus Priero (Cuneo) stammt, hier bei uns. 

Zusammen mit Dieubeni und seinem Team von lokalen Maurern hat Alessio hart gearbeitet und die Stahlbetonpfeiler fertiggestellt.

Dank einer Familie aus Bologna konnten wir hier auch den Bau der Grundschule fertigstellen: Ab September können die Kinder in schönen, großen und hellen Klassenzimmern lernen, statt wie bisher in Unterständen aus Stroh.

Diese Woche war ich am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag in Lanomè.

Am Freitag traf ich 224 Jungen und Mädchen, die sich auf die Firmung vorbereiteten. Es gab Begegnungen, Katechese, Erklärungen, um ihnen zu helfen, das Geschenk des Heiligen Geistes und seine Bedeutung für ihr Leben zu verstehen!

Am Sonntag, d. 27. Juli, feierten wir die Messe im Freien: Neben den Firmungen fand auch die Hochzeit von Prosper und Clarisse statt.

Es waren sehr viele Menschen gekommen, nicht nur aus dem Dorf selbst, sondern auch aus etwa zehn Nachbardörfern.

Nach der Messe begaben wir uns in die neue Schule, um zu beten und die Klassenzimmer zu segnen.

Es fehlen noch die Türen und der Anstrich der Wände, aber im September wird alles fertig sein. Die Familie, die die Schule gestiftet hat, wollte ihr den Namen „Quelle der Hoffnung” geben. Und das wird sie für Hunderte von Schülern und Eltern auch sein!

Die Messe, die um 8 Uhr begonnen hatte, endete um 12.30 Uhr!

Es folgte die Feier des Brautpaars mit einem einfachen Mittagessen... und Hunderten von Gästen!

 

 

Catechesi nella vecchia chiesa di Lanome
Catéchèse dans l'ancienne église

 


Il cantiere della nuova chiesa a Lanome
Le chantier de la nouvelle eglise de Lanome

 













Benedizione della nuova scuola di Lanome
Bénédiction de la nouvelle école





Dienstag, 22. Juli 2025

Bauen...

 

I bambini del Centro Maman Tongolo in gita!
Les enfants du Centre Maman Tongolo en sortie!

 

Bauen...

Die Arbeiten an der neuen Kirche in Lanomé schreiten gut voran. Alessio und sein gutes Team aus lokalen Maurern kommen trotz des Regens und des Mangels an Materialien und Werkzeugen gut voran.

Sechzehn Seitenpfeiler wurden bereits gegossen. Diese Woche werden die Pfeiler der Fassade folgen.

Eine Kirche bauen!

Am Freitagnachmittag brach ich mit ihm nach Ouango auf, einer 75 km von Bangassou entfernt gelegenen Pfarrei.

Die Straße war gut, und wir waren in guter Gesellschaft: Die Kinder des Waisenhauses „Maman Tongolo” der Diözese begleiteten uns. Es waren etwa dreißig, alle überglücklich, einen Ausflug zu machen!

Sie waren festlich gekleidet, trugen Weihnachtsmannmützen und zeigten sich von ihrer besten Seite. Während der Fahrt sangen, redeten, schliefen, lachten und scherzten sie!

Gegen 16.30 Uhr kamen wir in Ouango an, wo wir das Jubiläum der Hoffnung feiern wollten.

Am Samstagmorgen traf ich mich mit den Gläubigen der Pfarrei und der umliegenden Dörfer zu einer Katechese über den Sinn des Jubiläums. Anschließend hörten zwei andere Priester und ich bis zum Mittag Beichte. Das Heilige Jahr ist eine Zeit der Gnade und der Versöhnung!

Am Nachmittag fuhren Alessio und ich nach Bema, das etwa dreißig Kilometer entfernt gelegen ist. Nach einer Stunde Autofahrt kamen wir dort an und trafen die beiden Priester, die dort arbeiten, Eugène und Placide.

Wir unterhielten uns ein wenig, machten einen Spaziergang am Fluss, der die Grenze zum Kongo bildet, und kehrten dann gegen 18 Uhr nach Ouango zurück.

Am Sonntagmorgen traf ich mich vor der Messe mit den Verantwortlichen der Missionsschule und anschließend mit den Katecheten.

Um 8.30 Uhr begannen wir eine kurze Wallfahrt, die das Jubiläum in dieser Pfarrei eröffnete.

Vor der Kirche angekommen, bekreuzigen sich die Gläubigen zum Zeichen und zur Erinnerung an die Taufe mit Weihwasser, und zogen dann in einer Prozession weiter zum Platz vor der Missionsstation, wo wir die Messe im Freien feierten.

Während der Messe feierten Estella und Bienvenu ihre Hochzeit.

Die Pfarrei Ouango hat einige schwierige Zeiten mit Anschuldigungen und vielen Spaltungen durchlebt. Mit Geduld, Gebet und Arbeit erlebt die Pfarrei nun langsam eine Wiedergeburt.

Die Kirche aufbauen. Auch das ist eine große Baustelle!

Gegen 11.40 Uhr war die Messe zu Ende, und nach einer kurzen Stärkung beluden wir die Autos. Die Kinder des Centro Maman Tongolo waren bereit: Die Kleinen halfen den Jüngsten, die etwas älteren Mädchen spielten Mütter...

Auf dem Weg legten wir in einem kleinen Dorf einen Zwischenhalt ein, wo der Vater eines wenige Monate alten Mädchens wohnt, das wir vor einigen Monaten aufgenommen haben. Die Mutter war gestorben, und das Kind lag im Sterben. Nach ein paar Monaten geht es ihr jetzt sehr gut. Als wir anhielten, kamen die Leute, um sie zu sehen und zu begrüßen... und sie füllten unser Auto mit Mais, Erdnüssen und allem, was sie hatten!

Menschlichkeit aufbauen...

Ouango




Sul fiume a Bema
Le fleuve à Bema





Lanome


Montag, 14. Juli 2025

Maurer und Firmungen

 



Maurer und Firmungen 

Diese Woche ist Alessio Vada hier eingetroffen. Er ist  Maurer, ein italienischer Landsmann und ein Freund. Zudem ist er Vizepräsident des Vereins „Amici di Padre Aurelio” (Freunde von Pater Aurelio). Mit seiner Ankunft in Bangassou startet das erste Projekt!

Am Donnerstagmorgen hatte er einen Flug von Bangui nach Bangassou. Aber es regnete! Ich befürchtete, dass der Flug gestrichen werden würde (wie bereits am Montag, Dienstag und Mittwoch), aber dann klarte das Wetter auf, und das Flugzeug startete und kam gegen 10.30 Uhr in Bangassou an.

Wir machten uns sofort auf den Weg, um einige dringende Einkäufe zu erledigen und die Arbeit für die nächsten Tage vorzubereiten.

Am Nachmittag besuchten wir die Kinder des Waisenhauses Maman Tongolo.

Alessio ist hier, um beim Bau der neuen Kirche der Pfarrei Lanomè mitzuhelfen, einem Dorf, das 37 km östlich von Bangassou gelegen ist.

Am Freitagmorgen brachte ich ihn nach Lanomè, wo er sich zusammen mit Dieubèni und den örtlichen Maurern sofort an die Arbeit machte.

Ich kehrte am Vormittag zurück, aber die Arbeit ging weiter. Am Samstagnachmittag kam Alessio nach Bangassou zurück, und zwei Pfeiler waren bereits gegossen, während für vier weitere die Armierungen (Verstärkungen) bereits fertig sind.

Am Samstagmorgen regnete es stark, aber gegen 9 Uhr konnte ich nach Nyakari aufbrechen. Diese Pfarrei ist 15 Kilometer entfernt. Ich traf mich mit den Firmlingen (etwa dreißig) zu einer kurzen Katechese und zur Vorbereitung der Feier.

Am Sonntagmorgen fuhr ich zusammen mit Alessio wieder nach Nyakari, wo ich während der Messe die Firmungen spendete.

Für viele Pfarreien bildet die Feier der Firmungen den Abschluss der pastoralen Arbeit, die während der Regenzeit etwas reduziert wird, um den Menschen Zeit für die Arbeit auf den Feldern zu lassen.



Scuola di musica
Ecole de Musique



I piccoli del centro Maman Tongolo
Les petits du Centre Maman Tongolo




Parrocchia di Nyakari
Paroisse de Nyakari






 


Sonntag, 6. Juli 2025

Zurück in Bangassou

  


Zurück in Bangassou

Nach einem kurzen Aufenthalt in Kamerun, wo ich wegen der Weihen war, bin ich schnell in die Zentralafrikanische Republik zurückgekehrt.

Am Montag, d. 30. Juni, kam ich in Bangui an (der Flug hatte zwei Stunden Verspätung), und am nächsten Tag, dem Dienstag, bin ich mit dem Flugzeug nach Bangassou weitergereist, wo ich gegen 10 Uhr eintraf.

In Bangassou anzukommen bedeutet, nach Hause zu kommen und die verschiedenen Aktivitäten wieder aufzunehmen (vom Transport der Stromaggregate über den Besuch bei den Waisenkindern bis hin zur Vorbereitung der nächsten Treffen mit Seminaristen und Priestern...).

Heute, am Sonntag, d. 6. Juli, begehen wir in unserer Diözese die Heilig-Jahr-Feier der Familien.

Ich habe es in Tokoyo, der zweiten Pfarrei von Bangassou, gefeiert.

Hier haben sich einige Familien aus verschiedenen Pfarreien versammelt, und hier habe ich um 7.30 Uhr die Messe gefeiert.

Heute haben drei Paare geheiratet: Chantal und Jerome, Marie Solange und Christophe, Alphonsine und Justin. Sie sind nicht mehr ganz jung, aber dennoch sehr ernsthaft in ihrer Entscheidung. Es ist eine Hochzeit, die auch ein Zeugnis ist, insbesondere für die Jüngeren.

Auch in der Zentralafrikanischen Republik wird das Sakrament der Ehe nur schwer angenommen. Hier kommen zu den Veränderungen und dem Mangel an Verantwortung noch die Last der Mitgift hinzu: Der Mann muss die Familie seiner Frau mit Stoffen, Kleidung, Bier, Essen „entschädigen“... Die Höhe dieser Mitgift übersteigt bei weitem die Möglichkeiten des Bräutigams (sie reicht von 300 Euro bis zu über 5.000 Euro in einem Land, in dem das Einkommen derjenigen, die überhaupt Arbeit haben, unter 400 Euro pro Jahr liegt). Dies führt dazu, dass sie zusammenleben und mit jedem Kind, das geboren wird, Drohungen seitens der Braut und ihrer Familie erhoben werden, damit der Ehemann zumindest einen Teil der Mitgift bezahlt. Und das zieht sich über Jahre hin...

Die Feier heute Morgen soll daher eine Einladung sein, das Abenteuer der Ehe kennenzulernen und zu leben, in der Mann und Frau sich lieben, wie der heilige Paulus sagt, „wie Christus die Kirche liebt”!











Gli sposi
Les mariés