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Freitag, 18. August 2017

Ankünfte




La statua della Madonna a Doussa
La statue de la Vierge à Doussa
Ankünfte
Nach einer ruhigen Woche hier in Bozoum habe ich mich am Montag, d. 14. August, zusammen mit Pater Daniel, dem Berater des Generaloberen, wieder auf den Weg gemacht, um ihn nach Bangui zu bringen. Dienstag, d. 15. August, ist auch hier ein Fest: Wir feiern die Aufnahme Mariens in den Himmel. Ich stand der Messe in unserem Kloster in Bangui vor, in der sich die Gemeinschaft von Pater Matteo verabschiedete, der nach vier dort verbrachten Jahren nun Bangui verlassen hat, um nach Bozoum zu gehen.
Am Nachmittag bin ich zum Flughafen gefahren, um die zwölf Freiwilligen von der Hilfsorganisation Siriri abzuholen, die aus Prag, aber auch aus Paris und Nizza für eine Lehrerfortbildung im Rahmen des Projektes „Spielend erziehen“ hierhergekommen sind. Dieses Jahr sind es mehr als 200 Lehrer, die an dieser Fortbildung teilnehmen, und daher werden es fünf Gruppen sein, die von den Freiwilligen von Siriri geleitet werden. Sie werden aber auch von Lehrern aus Bozoum mit geleitet, die dieses Training bereits durchlaufen haben und die es vor allem schon in die Praxis umgesetzt haben, indem sie nach dieser Methode unterrichtet haben, bei der die Kinder stark mit einbezogen werden und die ihnen ein optimales Lernniveau schon ab der ersten Grundschulklasse gewährt.
Am Mittwochmorgen sind wir um 5:30 Uhr in zwei Autos aufgebrochen. Für sie war alles eine Überraschung, und trotz des Zustandes der Straßen haben wir es geschafft, um 13 Uhr in Bozoum einzutreffen. Am darauffolgenden Tag haben sie sich schon mit den Lehrern, die die Weiterbildung mit leiten sollen, an die Arbeit gemacht, um die große Fortbildungsveranstaltung vorzubereiten, die Montag beginnt und bis Samstag dauern wird.

P.Matteo saluta gli amici a Bangui








p.Matteo a Bozoum

Freitag, 11. August 2017

Schlamm und Regen



Schlamm und Regen
Nach den Besuchen in St. Elias und Yolé, wohin ich auch die Patres aus Kamerun und Pater Daniel aus Nigera gebracht hatte, bin ich am Samstag, den 5. August, nach Bozoum zurückgekehrt.
Wir befinden uns mitten in der Regenzeit, und die Straßen sind sehr schlimm zugerichtet. Am Sonntag rief mich um 12 Uhr  Pater Enrico an, der ein paar Kilometer von Bozoum entfernt mit dem Auto festsaß, und am Mittwoch musste ich 5 Kilometer von Bozoum entfernt wieder umkehren, weil die Straße nicht befahrbar war. Dies beeinflusst ein bisschen die Reisen: manchmal kann man nicht aufbrechen, oder man muss wesentlich längere Wege wählen. Allein in den letzten 10 Tagen habe ich mehr als 2.000 Kilometer zurückgelegt….
Am Mittwoch bin ich nach Baoro gefahren, wo Pater Maurice seinen Dienst als Prior getreten hat. Am Donnerstag bin ich für eine Sitzung nach Bouar gefahren und bin am frühen Nachmittag nach Baoro zurückgekehrt, von wo aus ich zusammen mit P. Daniel meinen Weg nach Bozoum fortgesetzt habe, wo wir um 19 Uhr eingetroffen sind.
In diesen Tagen hat Pater Enrico einen Runden Tisch für die jungen Leute der Stadt veranstaltet, und am Freitag haben sich ca. 130 Jugendliche und Erwachsene versammelt, um zu versuchen, die Situation des Landes zu analysieren und Lösungen vorzuschlagen, um etwas zu verändern.
Leider bessert sich die Lage in der Zentralafrikanischen Republik nicht. Gerade in diesen Tagen gab es überaus gewalttätige Angriffe mit Dutzenden Toten (darunter einige, denen die Kehle durchgeschnitten wurde). Auch wenn das ziemlich weit von hier entfernt geschehen ist, sind wir sehr besorgt, weil man keine Veränderung sieht.




Foto di famiglia




Alla Yolé

Da sinistra: p.Stefano, p.Maurice, P.Daniel, p.Dieudonné e p.Aurelio appena dietro l'obiettivo)
De gauche à droite: p.Stefano, p.Maurice, p.Daniel, p.Dieudonné et p.Aurelio (tout juste derrière  l'appareil photo)


Ottimo esempio di come ci si può impantanare...
Comment s'enfoncer dans la boue...

Tavola rotonda dei giovani di Bozoum
Table ronde à Bozoum

Freitag, 4. August 2017

Auf Reise(n)

Fine formazione su Gestione Contabilità a Bozoum




Auf Reise(n)

In diesen zwei Wochen bin ich ziemlich viel unterwegs. Zum einen, um die Gemeinschaft und die Patres bei den verschiedenen Veränderungen und Versetzungen zu begleiten, und zum anderen wegen des Besuches der „hohen Tiere“ unseres Ordens. In der ersten Augusthälfte kommt Pater Daniel Ehigie aus Nigeria in die Zentralafrikanische Republik. Er ist einer der Berater des Generaloberen, und er befasst sich mit Afrika. Und am 4. und 5. August kommt auch Pater Fausto, der Provinzial von Mailand, in dessen Zuständigkeit die Mission in Kamerun liegt.
Aus diesen Gründen bin ich am Sonntag nach den beiden Messen am frühen Nachmittag in Richtung Bouar aufgebrochen. Die direkte Straße (110 Kilometer) war durch einen Lastwagen blockiert, und so musste ich einen Umweg über Bossemptelé machen und kam nach 250 Kilometern und fünf langen Stunden in Bouar an.
Den Montag habe ich in Bouar verbracht, und am Abend war ich in Baoro, wohin ich Pater Stefano begleitet habe, der dort der neue Pfarrer sein wird.
Am Dienstagmorgen bin ich in Baoro losgefahren, und kurz vor 13 Uhr traf ich in Bangui ein. Und dort traf abends Pater Daniele Ehigie ein, der aus Sambia kam.
Am Mittwoch besuchten wir die „Farm“ des Karmels, wo Kaffee angebaut wird, trafen uns mit den einzelnen Patres und hatten am Nachmittag eine lange Sitzung.
Der Gesamtablauf wurde unterbrochen durch die Pizza, die ich für das Mittagessen zubereitete und die die Arbeit ernsthafter werden ließ…
Am Donnerstagnachmittag sind wir um 13 Uhr bei Regen losgefahren. Die Fahrt war lang (450 Kilometer), und es waren zwei Lastwagenkonvois auf der Straße – einer, der aus Bangui herausgefahren war, und der andere, der in die Gegenrichtung fuhr. Aber um 19:30 Uhr sind wir endlich in Bouar in unserem Kloster St. Elias angekommen, das uns zusammen mit den vielen jungen Ordensleuten, die für eine Fortbildung über den heiligen Johannes vom Kreuz dort sind, beherbergte. Diese Veranstaltung wurde von Pater Jean-Baptiste abgehalten, einem Franzosen, der in Senegal lebt.
Wir haben auch die Patres, die aus Kamerun gekommen sind, getroffen, und erörtern in diesen Tagen gemeinsam mit dem Provinzial, Pater Fausto, Pater Marco Gazzoli und Pater Jean-Baptiste in einem persönlichen Erfahrungsaustausch die Zusammenarbeit, die uns seit einigen Jahren verbindet. Seit 2013 absolvieren ihre jungen Männer das Noviziat hier bei uns, und seit 2014 gehen unsere Theologiestudenten zu ihnen nach Yaoundé.
 

Formazione dei giovani a Bouar-St Elie

Saluti a Baoro



Trasloco di una boutique...
déplacement d'une boutique


Si pianta il caffé
On plante le café

Padri e studenti al Carmel, a Bangui, con p.Daniel Ehigie (1° sacedote a destra)

Samstag, 29. Juli 2017

Bleiben und gehen



Bleiben und gehen
Vielleicht wissen nicht alle, dass wir Patres alle drei Jahre eine Art „Ablaufdatum“ haben. Im Mai haben wir das „Provinzkapitel“ begangen, in dem sich rund zwanzig Patres – die Oberen sowie Vertreter aller Gemeinschaften - Gedanken über die Vergangenheit gemacht und den Weg für die Zukunft unseres karmelitischen Lebens skizziert haben.
Im Kapitel werden der Provinzial und vier Berater gewählt. Nur sie treffen in dem gesamten Zeitraum von drei Jahren die wichtigsten Entscheidungen. Und alle drei Jahre „verfallen“ alle Verantwortlichkeiten, und es muss überprüft werden, ob die Person, die damit betraut war, ausgetauscht oder im Amt bestätigt werden soll. Bisweilen besteht anderswo dringenderer Bedarf, und jeder von uns stellt sich in dem Bewusstsein zur Verfügung, dass, wohin auch immer wir geschickt werden, es der Ort ist, an den Gott uns ruft, um dort zu leben und zu wirken. Und mit Ihm im Rücken wird daher alles gut gehen.
Gerade in diesen Tagen sind auch die Entscheidungen bezüglich unserer Missionsstation in Bozoum eingetroffen… Jetzt wird es spannend! Also, ich bleibe auch für die kommenden drei Jahre in Bozoum. In einigen Wochen kommt Pater Matteo Pesce hierher, der bislang in Bangui war und nun P. Enrico Redaelli ablösen wird, der Bozoum nach drei Jahren verlässt, um als Oberer und Novizenmeister in das Kloster St. Elias in Bouar zu gehen.
Er wird uns mit seiner Gegenwart und seiner sympathischen Art fehlen (auch wenn er nicht sehr weit entfernt sein wird), ebenso wie mit seiner apostolischen Arbeit und seiner Liebe zum Gebet sowie seiner Arbeit mit den Jugendlichen. Und auch, weil er ein Fan der Fußballmannschaft Milan A.C. ist…
Ich bleibe in Bozoum, aber ich bitte darum, für mich zu beten, damit ich weiterhin für die Pfarrei und für alle Leute arbeiten kann. Möge der Herr mich weiterhin „in Unruhe“ halten, damit ich immer neue Möglichkeiten finde, um zu helfen, zu glauben und zu lieben.
In diesen Tagen hält die Unsicherheit an. Oft gibt es Schüsse, und seit Montag sind Dutzende bewaffnete Antibalaka da. Zum Glück handelte es sich eher um ihre eigenen Abrechnungen untereinander, aber es ist besorgniserregend, diese Bewegung von Bewaffneten zu sehen, ohne dass die Regierung darauf reagieren würde…
Die Regenzeit hält an. Mittwoch habe ich mich von Bozoum aus auf den Weg in Richtung Bouar gemacht, aber nach 30 Kilometern musste ich die Reise unterbrechen, weil ein Lastwagen im Schlamm steckengeblieben war und die Straße versperrte. Also kehrte ich um und fuhr nach Bozoum zurück. Dort ging der Lehrgang in Buchhaltung und Verwaltung für ca. dreißig Teilnehmer zu Ende. Und am Mittwoch fanden die Nachprüfungen für diejenigen statt, die für einen zweiten Versuch, das Abitur zu bestehen, zugelassen worden waren. Hinsichtlich dieser Prüfung, deren Korrekturen und Notengebung in Bangui konzentriert sind, sind viele Fehler aufgetreten: viele hatten null Punkte im Turnen (die Prüfungen hatten hier in Bozoum stattgefunden, und die Ergebnisse waren in die Hauptstadt geschickt worden, aber sie wurden falsch in den Notendurchschnitt aufgenommen). Infolgedessen bestehen viele Zweifel an den Ergebnissen…


p.Enrico






Freitag, 21. Juli 2017

Aufbau - trotz allem






Aufbau - trotz allem

Während das Land seine lange Krise fortsetzt und die Regierung, die Internationale Gemeinschaft, die Blauhelme, (einige) NGOs und (einige) Gemeinschaften darin wettzueifern scheinen, die Instabilität andauern zu lassen und so wenig wie möglich zu tun, versuchen wir, uns weniger zu beklagen und mehr zu arbeiten!
Diese Woche hatten wir hier in Bozoum drei schöne Ereignisse, drei „gute“ Nachrichten.
Am Samstag hat unsere Spar- und Darlehenskasse von Bozoum (CEC Bozoum) ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Die Initiative hatte ursprünglich ganz zaghaft begonnen, hat aber jetzt fast 2.000 Sparer als Mitglieder. Und sie haben sich entschieden, dieses Ereignis mit einer schönen Initiative zu feiern: mit der Spende von 25 Matratzen für das Krankenhaus von Bozoum. Es ist schön, dass sie an die Stadt gedacht haben, es ist schön, dass sie an eine konkrete Geste gedacht haben, es ist schön, dass das Geschenk eine Frucht der Ersparnisse und der Arbeit der Sparkasse ist, und nicht die übliche Hilfe aus dem Ausland.

Montagfrüh gab es eine andere „schöne“ Nachricht: Es war der Beginn der zweiwöchigen Ausbildung in Buchhaltung und Verwaltung für die Schüler, die unser Lyzeum abgeschlossen haben, und für rund ein Dutzend Personen, die in der Verwaltung des Krankenhauses und anderer Einrichtungen arbeiten.
Und Dienstagabend eine weitere „schöne“ Nachricht: die Veröffentlichung der Ergebnisse der Abiturprüfungen. Leider sind die Ergebnisse in der ganzen Zentralafrikanischen Republik ziemlich katastrophal: Von 16.180 Kandidaten haben nur 929 bestanden (5,74 %). Dann gibt es die sogenannten „admissibles“, also Schüler, die zugelassen werden, um ein oder zwei ungenügende Fächer zu wiederholen, und die bestehen, wenn die Ergebnisse gut genug sind. Von unserem Lyzeum St. Augustin kamen in diesem Jahr 17 Abiturienten. Davon haben acht bestanden, acht weitere waren „admissibles“ und nur einer ist durchgefallen. Ein tolles Ergebnis! Und es sind weitere Steine für den Aufbau der Zentralafrikanischen Republik.






Formazione Contabilità - Gestione
Formation Comptabilità - Gestion


Ritorno degli Scout
Retour des Scouts

Gli alunni del nostro Liceo St Augustin



Freitag, 14. Juli 2017

Reisen und Personen



Una sfida all'ortografia. NE CHERCHE PAS A SAVOIR
Vive l'orthographe: NE CHERCHE  PAS A SAVOIR



Reisen und Personen
Am Freitag, d. 7. Juli, sind wir von Bouar aus in Richtung Yaoundé, der Hauptstadt von Kamerun, aufgebrochen. Der Weg beträgt etwas mehr als 700 Kilometer, und mitten drin ist das Ungewisse der Grenze, der wir uns ruhig näherten. „Wir“, das waren Pater Saverio, Pater Cyriaque, Bruder Louis Blaise, Schwester Christine, die Bozoum verlassen hat, um in den Kongo zurückzukehren, und ich.
Der Grenzübertritt ist uns leicht gelungen, auch wenn dennoch mehr als eineinhalb Stunden mit Schreiben, Umschreiben, Stempeln vergingen. Nach einem kurzen Halt in Garoua Boulay haben wir unseren Weg bis nach Bertoua fortgesetzt, wo wir übernachtet haben.
Reisen ist immer etwas Unvorhersagbares! Es gibt viele Lastwagen, einige mit interessanten Aufschriften, und man kann interessante Leute und Panoramen anschauen.
Am Samstagmorgen sind wir um 5:30 Uhr weitergefahren, und gegen 10 Uhr sind wir in Yaoundé eingetroffen. Dort haben die Karmeliten zwei Gemeinschaften. Wir haben einen Moment in der Pfarrei von Nkoabang am Eingang der Stadt angehalten und haben dann unseren Weg zum Kloster von Nkolbisson fortgesetzt. Wie immer war viel Verkehr in der Stadt, und man braucht fast eine Stunde, um sie zu durchqueren.
Am Samstagnachmittag und am Sonntag haben wir uns mit den dortigen Patres getroffen. Dort sind auch zwei Patres aus unserer Provinz (Pater Domenico Rossi und Pater Marco Gazzoli).
Am Sonntagnachmittag bin ich mit Pater Saverio zum Flughafen von Yaoundé gefahren, von wo aus er nach Italien zurückgeflogen ist.
Montagfrüh bin ich zu den Karmelitinnen gegangen, um die Messe zu feiern, aber auch, um ihnen ein paar Ratschläge für ihren Holzofen zu geben!
Am Nachmittag machten Pater Cyriaque und ich uns auf den Rückweg. Wir haben in Bertoua übernachtet und sind am Dienstag schon früh aufgebrochen. Um 11:30 Uhr waren wir schon in Bouar. Ich habe meine Reise fortgesetzt und bin abends in Bozoum angekommen.
In diesen Tagen beginnen in Bozoum wieder Gerüchte von einem Angriff der Seleka zu zirkulieren, die sich ca. 100 Kilometer entfernt aufhalten. Viele Händler sind geflohen, und wir versuchen, die Leute zu beruhigen – auch mit einfachen Aktionen, indem wir zum Beispiel auf den Markt gehen und ein paar Tomaten kaufen. Wir hoffen weiter!