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Donnerstag, 20. September 2018

Schule und Schulen




Schule und Schulen

Das Ende der vergangenen Woche (14. und 15. September) war für die Karmelfamilie in der Zentralafrikanischen Republik ein sehr starker Augenblick. Am Freitagabend stand ich der Erneuerung der Gelübde von neun jungen zentralafrikanischen Karmeliten vor. Am Samstagmorgen um 6:30 Uhr habe ich fünf junge Zentralafrikaner aufgenommen, die mit ihrer Einkleidung in das Noviziat eingetreten sind. Und wenig später, um 9:30 Uhr, haben weitere fünf junge Männer (zwei Zentralafrikaner und drei Kameruner) das Noviziat abgeschlossen und Gott ihr Versprechen abgegeben (die Gelübde), in Keuschheit, Armut und Gehorsam zu leben.

Am Sonntagmorgen haben wir in Bozoum einen weiteren wichtigen Augenblick erlebt: Wir haben in unserer Kirche eine Statue des Prager Jesuskindes aufgestellt. Die Statue stellt Jesus als Kaiser gekleidet dar. Und dies erinnert uns an die Wichtigkeit und die Macht Gottes, der Mensch geworden ist, um uns zu erlösen. Die Menschwerdung Jesu (und auch die Gewänder, mit denen er dargestellt ist) erinnern uns auch an die große Würde eines jeden Menschen und insbesondere eines jeden Kindes.

Ich habe diesen Sonntag, den Vortag des Schulanfangs, ausgewählt, um die ganze Pfarrei einzuladen, die Kinder und die Wichtigkeit der Erziehung zu achten.
Auch in der Zentralafrikanischen Republik ist der Monat September geprägt von der Wiedereröffnung der Schulen, wenn auch der Rhythmus und die Ausführung sehr verschieden sind.
Am Montagmorgen hat ein starker Regenfall die Kinder und Lehrer ein bisschen entmutigt, aber Dienstag fing in unserer Missionsstation die Schule an. Hier gibt es viele Schüler auf jeder Ausbildungsstufe. Von den Kleinen der Vorschule über die Grundschule und den Alphabetisierungskurs bis hin zu den Großen in der Mittelschule und dem Lyzeum sind es insgesamt mehr als 1.500 Schülerinnen und Schüler, die jeden Tag zur Missionsstation kommen, um sich in das Abenteuer Schule zu stürzen.
Frohes Schaffen!




Gesù Bambino di Praga

I giovani studenti
les jeunes étudiants

la vestizione dei Novizi
la prise d'habit des Novices

le Professioni










la scuola di Dayanga



Donnerstag, 13. September 2018

Schwestern und Brüder



Schwestern und Brüder
Manch einer hat sich Sorgen über mein Schweigen im Blog gemacht! Es gab kein besonderes Problem, sondern ich war am Donnerstag, dem Tag, an dem ich normalerweise die Texte schreibe, unterwegs nach Bangui.
Unter anderem habe ich mich vom Sekretär der Nuntiatur, Pater David Charters, verabschiedet, der nach vier Jahren von Bangui zu einem neuen Ziel aufbricht: zur Vertretung des Vatikan bei den Vereinten Nationen.
Nach Bangui bin ich wegen eines sehr wichtigen Ereignisses gefahren, das ich ungeduldig erwartet hatte: Am Freitagabend, d. 7. September, ist meine Schwester Marisa zusammen mit ihrem Ehemann Flavio eingetroffen. Sie waren 2008 hier und sind jetzt wiedergekommen. Sie haben mir die Zuneigung meiner Familie und so vieler Menschen, die Bozoum und die Zentralafrikanische Republik lieben, mitgebracht. Mit ihnen ist auch Suzanne angekommen, die Mutter von Hyppolite (dem Jungen, der wegen gesundheitlicher Probleme in Italien ist), nachdem sie fast einen Monat mit ihrem Sohn und mit Emanuela, Fiorenzo, Daniele und Alessandra, die ihn aufgenommen haben, im italienischen Savona verbracht hat.
Am Samstagmorgen haben wir uns auf den Weg nach Bozoum gemacht. Die Straßen werden immer schlechter. Auf dem asphaltierten Teil („asphaltiert” nur theoretisch, da die Hälfte der 300 Km ein Geschicklichkeitsturnier zwischen einem Schlagloch und dem nächsten ist) gibt es fünf Mautstationen: Man soll aber nicht denken, man zahle für die Instandsetzung der Straßen, die noch nie durchgeführt worden ist! Auf der Strecke von Bossemptele nach Bozoum (87 Km) sind Ausbesserungsarbeiten vorgesehen. Mit großem Pomp wurden sie in Anwesenheit des Premierministers eingeweiht, und nach zehn Tagen hatte die Firma fast 200 Meter planiert. Der einzige Bagger, die da noch steht, ist schon kaputt, und es bleibt nichts als zu hoffen, während man weiterhin von einem Graben zum anderen springt.
In diesen Tagen bereiten wir uns auf die Eröffnung der Schulen vor. Ich habe Marisa und Flavio für die Arbeit eingespannt, und wir sind dabei, einige Bücher für die Schule zu drucken.
Am Dienstagnachmittag ist ein junger Mann vorbeigekommen, um mit mir zu sprechen. Er ist einer der Anführer der Antibalaka gewesen (der bewaffneten Milizen, die seit 2013 die Seleka-Rebellen und auch die Muslime angegriffen haben). Er hat sieben Monate in Bangui im Gefängnis verbracht und ist nach Bozoum zurückgekehrt. Und er will sein Leben ändern. Er hat die Arbeit auf den Feldern wieder aufgenommen und lebt wieder mit seiner Frau und den Kindern zusammen. Darf ich um ein Gebet für ihn bitten?

good-bye don David


2 camion e 1 ruspa per riparare 90 km di strada...
2 camions et 1 niveleuese pour reparer 90 km de route

strada o fiume?
route ou rivière?






le fondamenta della chiesa di Bozoum
les fondations de l'église de Bozoum

Preparazione dei libri di scuola
préparation des manules d'école






Freitag, 31. August 2018

Bye bye SIRIRI



Bye bye SIRIRI

Ende letzter Woche ging auch die Lehrerfortbildung zu Ende. Die zweihundert Lehrer aus Bozoum und die fünfzig aus Bouar konnten sich sechs intensive Tage lang besser mit der neuen Unterrichtsmethode „Spielend lernen“ vertraut machen, die die Hilfsorganisation SIRIRI.ORG aus Prag entwickelt und vorgestellt hat.
Ausgehend von fünf Grundprinzipien (Zeigen, praktischer und nützlicher Unterricht, Zusammenarbeit, Nachdenken und Bewertung) entwickelt diese Methode in den Grundschulkindern die Fähigkeit zu verstehen, nachzudenken und ernsthaft zu lernen. Das Schulsystem in der Zentralafrikanischen Republik ist gelähmt durch die hohe Zahl von Schülern, den Lehrermangel (es gibt Klassen mit 100, 200 oder gar 300 Kindern), aber auch von einem System, das stark auf bloßem Auswendiglernen basiert. Auch die Lektüre wird oft durch Auswendiglernen ersetzt. Außer den fünf Grundprinzipien sieht die Methode „Spielend lernen“ für die ersten Schuljahre nicht Französisch als Unterrichtssprache vor, sondern die Muttersprache Sango. Diese Neuerung, die im Schulgesetz von 1997 bereits vorgesehen, aber nicht umgesetzt wurde, lässt die Kinder leicht lesen lernen und ohne große Schwierigkeiten auf das Französische umsteigen.
Die Fortbildungen in Bozoum und Bouar sind also am Samstag zu Ende gegangen. Bis zum Schulbeginn sind es nur noch wenige Wochen, und die 250 Lehrer sind voller Begeisterung aufgebrochen. Für viele wird es etwas ganz Neues sein. Für andere Lehrer geht es hingegen darum, das fortzusetzen, was sie schon in den vorigen Jahren gemacht haben, und die Kinder zu begleiten, von Sango zum Französischen überzugehen
Am Sonntag haben sich unsere vierzehn Freunde von SIRIRI.ORG (Alice, Anežka, Barbora, Charlotte, Fabrice, Guillaume, Jana, Julie, Lenka 1 und Lenka 2, Mirka, Nicolas, Sophie, Thameur), die aus Prag und aus Frankreich gekommen waren, um die Fortbildungen abzuhalten, ausgeruht. Am Nachmittag habe ich sie zu den Reisfeldern begleitet, die gut gedeihen.
Am Montag habe ich sie nach Bangui begleitet. Am nächsten Tag haben wir die kleine Kirche St. Paul am Ufer des Flusses Oubangui besucht, wo im Jahr 1894 die ersten Missionare eingetroffen sind. Der Fluss ist mitten in der Regenzeit beeindruckend, und auf der anderen Seite sieht man den Kongo. Am Nachmittag habe ich sie zum Flughafen gebracht.
Bye bye SIRIRI!


fine della formazione
fin de la session de formation à Bozoum



visita alle risaie di Bozoum
Visite au Centre Rizicole de Bohoro

 


Bangui, di fronte al fiume Oubangui


Aggiungi didascalia


Messa alla Nunziatura
Messe à la Nonciature


avanzamento lavori a Bozoum
l'avancement des travaux à Bozoum







Freitag, 24. August 2018

Workin’Bozoum.2

orchidee a Bozoum

Workin’Bozoum.2
Nonostante la stagione delle piogge in Centrafrica sia al suo culmine, le attività non rallentano.
Sabato 18 agosto si sono concluse le 2 settimane di formazione per ragazze e ragazzi del nostro Liceo che hanno ottenuto la Maturità. Ed abbiamo finito con una mattinata di riflessione su “Workin’Bozoum”, e sulle possibilità di creare sviluppo, impresa e ricchezza (nel senso più largo del termine: non solo soldi, ma vita, lavoro, passione, creazione, servizio…). A gruppi hanno fatto una ricca analisi di quello che esiste, di ciò che manca, e provato a lanciare qualche idea. I settori toccati sono stati quattro: il lavoro, la Cassa di Risparmio, l’agricoltura e l’imprenditorialità.
Domenica, dopo le celebrazioni delle 2 Messe, sono partito per Bouar per accompagnare i 4 formatori dell’ONG ceca SIRIRI. Anche a Bouar infatti, per la prima volta, ci sarà una formazione per gli insegnanti con il metodo “Imparare giocando”.
E lunedì, in contemporanea, iniziamo la formazione a Bouar (50 maestri) e a Bozoum (220 insegnanti). È un lavoro complesso, che richiede molte energie e fatiche (e soldi), ma i bambini che frequentano le scuole con questo metodo, imparano velocemente a leggere e scrivere, e a riflettere.
Nel frattempo il cantiere per la costruzione di 2 aule per il nostro Liceo St.Augustin prosegue. Abbiamo finito le fondamenta e gettato il pavimento, ed iniziamo a montare i muri.
Mercoledì sono tornato a Bouar per vedere come procede la formazione degli insegnanti, e passo nel nostro Seminario della Yolé. Oggi c’è il saluto per Mario Mazzali, che dopo 3 mesi di lavoro (di molto lavoro) rientra in Italia dalla sua famiglia.
È un lavoratore instancabile, preparatissimo, e molto preciso in tantissimi campi: meccanica, tornitura, elettricità, elettronica, idraulica. E non si ferma mai! È un grande esempio per tutti noi!

Workin'Bozoum

apertura formazione a Bozoum
ouverture formation à Bozoum




 
formazione a Bouar
formation à Bouar

Mario Mazzali




le aule scolastiche in costruzione
les salles de classe en construction