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Donnerstag, 10. Oktober 2019

Getauft und gesandt






Getauft und gesandt
Wir haben den außerordentlichen Missionsmonat am  Sonntag, d. 6. Oktober, mit einer schönen Messfeier begonnen.
Die erste Messe um 6.30 Uhr war in der Kapelle der heiligen Teresa. Aber um dahin zu gelangen, musste ich auf einer „Straße“ fahren, die vom Regen in diesen Tagen überschwemmt war. Es war ein Regen, der uns auch einen schönen Regenbogen über der Pfarre schenkte.
Und gerade in diesen Tagen verabschiede ich mich von Bozoum mit den verschiedenen Baustellen, auf denen gearbeitet wird. Die Radiostation ist schon fertig und wir beginnen gerade, die Kapelle in Bokongo zu bauen.
 Ich breche für einige Wochen nach Italien und Europa auf.
Es wird eine andere Weise sein, Mission zu leben mit dem Versuch zu vermitteln, wie schön das Leben ist, wenn man dem Geschenk des Glaubens, dem Geschenk Christi, Raum gibt.
Gute Reise!



Radio Bozoum



la "strada" per andare alla cappella Santa Teresa, Bozoum
La "route" pour aller à la chapelle sainte Thérèse à Bozoum



le fondamenta della cappella di Kokongo
les fondations de la chapelle de Bokongo



Donnerstag, 3. Oktober 2019

Das Fest des Erzengels Michael 2019




Das Fest des Erzengels Michael 2019
Wie meine Heimatstadt Cuneo hat auch Bozoum den heiligen Erzengel Michael als Patron.
Der Erzengel Michael kämpft wie der heilige Gabriel und der heilige Raffael für Gott und für uns gegen die Dämonen. Und so wird er oft mit einer Rüstung und mit einem Schwert, mit dem er den Teufel tötet, dargestellt.
Der heilige Michael ist seit 1927 der Patron von Bozoum, als die ersten Missionare ( Pater Bonvalet, ein französischer Spiritaner, und sein Katechet Joseph Mondjiao aus Mbaiki) in Bozoum ankamen.
Wie in jedem Jahr begehen wir das Fest Ende September sehr feierlich. Das Fest, dem einige Tage der Vorbereitung vorausgehen, vereint Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Am Samstagnachmittag haben wir eine kleine, aber schöne Prozession mit der Statue des heiligen Michael gemacht. Wir haben auf den Straßen der Stadt gesungen und gebetet und noch einmal Bozoum unter den Schutz des heiligen Patrons gestellt.
Am Sonntagmorgen haben wir eine sehr feierliche Messe mit Gesängen, Tänzen und einer schönen Atmosphäre des Gebets gefeiert.
Zu dieser Gelegenheit hatte ich Pater Marcello eingeladen, der mehr als 16 Jahre lang Pfarrer von Bozoum war, und Pater Maurice, der in Bozoum zur Welt kam.
Gerade in diesen Tagen feiern wir die Jahrestage ihrer Profess ( der ewigen Gelübde als Ordensleute): 50 Jahre für Pater Marcello, 25 Jahre für Pater Maurice.
Am nächsten Tag waren wir mit ihnen in Bouar, wo wir diese Jubiläen mit unseren Mitbrüdern, mit den Seminaristen, mit Ordensmännern und Ordensfrauen und mit dem Bischof gefeiert haben.
Am Dienstag, d. 1. Oktober, trafen wir uns um 6 Uhr morgens in der Kathedrale, weil es aus verschiedenen Gründen ein sehr wichtiger Tag war:
  1.  Es ist das Fest der heiligen Therese von Lisieux, der Patronin der Missionen. Sie starb mit 24 Jahren, war mit 15 Jahren in das Kloster eingetreten und hat ihr Kloster niemals verlassen! Aber sie lebte die Liebe, die sie von Gott erhielt, und ihre Liebe zu ihm so intensiv, dass sie mit ihrem Leben das herausschrie, was sie schrieb:“ Ich möchte die Welt durcheilen, deinen Namen verkünden und dein glorreiches Kreuz in den Heidenländern einpflanzen. Aber, mein Vielgeliebter, eine einzige Mission würde mir nicht reichen: Ich möchte das Evangelium auf allen Erdteilen und bis zu den entferntesten Inseln gleichzeitig verkünden…Ich möchte Missionarin nicht nur für einige Zeit sein, sondern ich möchte es von der Erschaffung der Welt bis zum Ende der Zeit gewesen sein.“
  2. Es ist der Beginn des außerordentlichen Missionsmonats, den Papst Franziskus für die ganze Kirche ausgerufen hat.
  3. Es ist der Monat der Pastoralversammlung, der Priester, Schwestern, Katecheten und Laien für zwei Tage des Austausches und des Nachdenkens vereint.  
Während der Messe hat mich etwas ganz besonders berührt: Im Augenblick der Fürbitten erklangen verschiedene Sprachen: Sango, Französisch, Polnisch, Englisch, Italienisch. Es ist schön, die Universalität  der Kirche zu sehen ( „Katholisch“ heißt wirklich „universal“) und das Engagement der vielen Männer und Frauen, die die Freude des Evangeliums in die ganze Welt tragen.

Festa di San Michele
Fete de St.Michel









P.Maurice e p.Marcello con il Vescovo


Sessione pastorale della diocesi di Bouar
Session pastorale du diocèse de Bouar



Freitag, 27. September 2019

September



September
Dieser intensive Monat geht weiter.
Am Sonntag, den 22., haben wir den Beginn des katechetischen Jahres mit der Segnung von rund 30 Männern und Frauen gefeiert, die sich engagieren, um 500-600 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Katechismusunterricht zu erteilen.
In der Messe um 8:30 Uhr haben wir für sie gebetet und haben Gott um das Licht und die Gnade gebeten, den Taufbewerbern dabei zu helfen, die Freude des Evangeliums und die Schönheit des christlichen Lebens zu entdecken.
Und sofort nach der Messe habe ich mich auf den Weg nach Bangui gemacht, wo ich abends eintraf. Dort traf ich die Gemeinschaft des Karmels und Giovanni Grossi Bianchi, einen italienischen Architekten, mit dem wir seit ein paar Jahren an dem Projekt des neuen Klosters in Bangui zusammenarbeiten. Und dieses Mal hoffen wir, dass es endlich soweit ist, dass das Projekt konkrete Gestalt annimmt.
Es waren zwei Tage mit Sitzungen, Diskussionen, Vermessung des Geländes, während eine zentralafrikanische Firma an dem Ort mit einer Wünschelrute Wasser suchte.
Ich bin mit einem kleinen Team von Arbeitern nach Bozoum zurückgekehrt, die die Antenne für das Kommunalradio von Bozoum „La voix de Koyale” montieren sollen, das wir errichten.
In der Zwischenzeit ist das Thema der illegalen Goldgewinnung in Bozoum durch die chinesischen Firmen mit einem Artikel von Cyril Bensimon  in „Le Monde“ in die Zeitungen zurückgekehrt. Wenn Ihr die letzten Entwicklungen erfahren wollt, könnt Ihr hier darüber lesen (auf Französisch):
https://www.lemonde.fr/afrique/article/2019/09/25/en-centrafrique-le-combat-d-un-pretre-italien-contre-les-mines-d-or-chinoises_6013048_3212.html


I catechisti della Parrocchia di Bozoum
les catéchistes de la Paroisse de Bozoum



Il rabodmante
le sourcier




Scuola materna
école  maternelle

Smontaggio della vecchia antenna
Démontage de l'antenne

la tribuna per le autorità, dono cinese a Bozoum (invece delle scuole e dispensari promessi)
la tribne pour les autorités, don chinois, au lieu des écoles et dispensaires promis

Freitag, 20. September 2019

Freude, Freude und Schmerz



 Freude, Freude und Schmerz

Der September ist ein sehr ereignisreicher Monat (und wir sind erst in der Mitte!)
Vergangene Woche war ich in Bouar, wo unsere jungen Karmeliten sehr intensive Augenblicke erlebt haben. Nach einer Woche der Stille und des Gebetes haben am Freitagabend sechs junge Männer das Noviziat begonnen (das den Eintritt in den Orden markiert). Es sind zwei Zentralafrikaner (Michel und Jephté) und vier Kameruner (Laurent, Armel, Evrard, Péguy).
Am nächsten Morgen haben beim Gebet der Laudes um 6:30 Uhr neun junge Stundeten ihre Verpflichtung erneuert, die Gelübde der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams zu leben.
Und kurz darauf, um neun Uhr, haben wir die Messe begonnen, während derer drei junge Männer (Maixent, Gérard und Michaël Marie) das Noviziatsjahr abgeschlossen und versprochen haben, gemäß der drei Gelübde zu leben. Es sind schöne Momente voller Gnade. Sie sind die Zukunft der Kirche und des Karmels in der Zentralafrikanischen Republik.
Am frühen Nachmittag habe ich mich gemeinsam mit Marta Gallione, einem jungen Mädchen aus Turin, das einen Monat in der Zentralafrikanischen Republik leben möchte, wieder auf den Weg gemacht. Am Abend bin ich in Bozoum eingetroffen, und am Sonntagmorgen haben wir den Beginn der pastoralen Aktivitäten gefeiert. Und Montag und Dienstag wurden die Schulen wiedereröffnet: vom Kindergarten bis über die Grundschule, die Mittelschule und das Lyzeum sind es mehr als 1.500 Kinder, die jeden Tag in die Schulen der Missionsstation gehen. Es ist ein Fest, ihr Lächeln und ihre Freude darüber zu sehen, dass sie die Schule wieder aufnehmen können. 
Am Mittwoch wurde mir leider eine schlimme Nachricht überbracht: Der Fluss Ouham ist über die Ufer getreten und hat einen Teil der Reisfelder überschwemmt. Am Nachmittag habe ich es mir angeschaut, und der Anblick war trostlos: Mindestens sechs bis acht Hektar (ein Drittel der Fläche) ist von Wasser bedeckt, und der Anbau und die Ernte sind beschädigt. Monate der Arbeit, der harten Arbeit, sind dahin, zerstört von der Kraft der Natur und der menschlichen Dummheit.
Es ist das erste Mal seit 25 Jahren, dass hier so etwas passiert ist. Diese Regenzeit ist nicht besonders stark. Wahrscheinlich ist die Überschwemmung zu einem großen Teil durch die Goldschürfarbeiten der chinesischen Firmen verursacht worden.
Es ist traurig zu sehen, dass die Gier einiger Menschen den Ruin Dutzender Familien verursacht. Leider gab es seitens der Regierung und der Firmen keinerlei Reaktion, um die Schäden zu begrenzen, obwohl wir die Lage angeprangert haben, obwohl Untersuchungen durchgeführt wurden und im Wasser Quecksilber gefunden wurde.
Freude, Freude und Schmerz. 
I 6 nuovi novizi con igli altri giovani in cammino
les 6 nouveaux novces


Prima Professione di Mexant, Gerard e Michael









Riso
Riz

Marat Gallione

Freitag, 13. September 2019

Fast fertig!





Fast fertig!
Bis zum Schulanfang fehlen nur noch wenige Tage. Hier in der Zentralafrikanischen Republik ist der offizielle Beginn des Schuljahres für den 16. September vorgesehen.
Auch wir packen zu: Die Klassenräume werden geputzt, und es werden einige Anstriche und verschiedene Reparaturen durchgeführt. Alles muss fertig sein für die über 1.500 Schüler, die von der Vorschule über die Grundschule und die Mittelschule bis zum Lyzeum am Montag den Unterricht wiederaufnehmen.
In einigen Klassenräumen bringen wir dank der Hilfe der tschechischen Regierung einige didaktische Wandmalereien an, die dazu dienen, die Kinder mit einzubeziehen und sie zum Sprechen, Erklären, Erzählen und Zählen zu bringen.
In der Zwischenzeit naht auch die Wiederaufnahme der Aktivitäten der Pfarrgemeinde. Seit ein paar Wochen haben wir auch einen Seminaristen der Diözese bei uns, der ein Jahr bei uns als Praktikant verbringen wird. Ihm habe ich die liturgische Weiterbildung anvertraut, an der rund sechzig Personen aus der Pfarrei teilgenommen haben.
Und dann sind da noch die Straßen… Ich habe es geschafft, nach Bouar zu gelangen, von wo aus ich schreibe. Jetzt, mitten in der Regenzeit ist es ein schwieriges Unterfangen geworden, sich fortzubewegen und zu reisen.


Formazione sulla liturgia
Formation sur la liturgie