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Freitag, 8. Dezember 2017

Ein neuer Bischof!






In primo piano il nuovo vescovo di Bouar, l'abbé Mirek
Ein neuer Bischof!

Am Samstag, d. 2. Dezember, tauchte gegen Mittag auf Facebook eine Nachricht über unsere Diözese Bouar auf. Sie war auf Polnisch, aber die automatische Übersetzung verriet mir, dass der Papst Abbé Mirek zum neuen Bischof von Bouar ernannt haben sollte. Ich versuchte, Abbé Mirek anzurufen, und das Telefon, das besetzt war, bestätigte mir, dass die Nachricht wahrscheinlich wahr sein musste. Um 12:40 Uhr bestätigte er es mir selbst am Telefon.
Das war eine großartige Nachricht. Die Diözese Bouar war 1978 errichtet worden, und der erste Bischof war der Kapuzinerpater Armando Gianni gewesen, der sie fast 40 Jahre lang geleitet hat. Er hat die Kathedrale und das Seminar gebaut, und er hat bewirkt, dass das Bistum Bouar dank der Präsenz zahlreicher Gemeinschaften von Ordensmännern und -frauen zu einer der lebendigsten Diözesen wurde. Nach dem Erzbistum von Bangui ist die Diözese Bouar diejenige, in denen die katholischen Schulen am meisten Schüler haben. Seit November 2016 hielt sich der Bischof aus gesundheitlichen Gründen in Italien auf, und in diesen Tagen wurde sein Rücktritt angekommen. Er ist 1939 geboren.
Abbé Mirek Gucwa stammt aus Polen und ist 1963 geboren. Er ist seit 1992 in der Zentralafrikanischen Republik, und nachdem er als Pfarrer von Bohong und als Rektor des Seminars tätig gewesen war, ist er seit 2006 Generalvikar von Bouar gewesen.
In diesen Jahren des Krieges und der Krise war er immer allen Pfarreien sehr nahe, und er war gemeinsam mit den anderen religiösen Führern sehr engagiert, um Versöhnung zu stiften und dort Hilfe zu leisten, wo sie gebraucht wurde.
Es ist eine großartige Nachricht, und wir sind über diese Ernennung sehr froh. Es ist ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Diözese.
Am Dienstagmorgen bin ich nach Bouar gefahren. Unterwegs bin ich dem neuen Bischof begegnet und konnte ihn an der Straße begrüßen. Dann habe ich einen Halt in Baoro eingelegt, wo wir planen, eine Katechistenschule für alle Pfarreien der Diözese zu eröffnen.
In diesen Tagen befinde ich mich auf einer Reise nach Kamerun, um unsere jungen Männer zu besuchen, die in Yaoundé, der Hauptstadt, Theologie studieren. Die Straßen sind besser, aber die Fahrt ist lang (1.000 km von Bozoum), und ich bin zwischen 5 und 7 Uhr morgens genau in den Nebel geraten.

il nuovo vescovo con il predecessore
le nouvel éveque avec son prédecessure

Cresime a Bozoum, con il vescovo Armando Gianni (2008)


il nuovo vescovo a Bozoum, per l'inaugurazione della chiesa, ottobre 2016



Membri del movimento Santa Rita
Membres du mouvement Sainte Rita


école catéchistes de Baoro

Camerun


Yaounde



 



Freitag, 1. Dezember 2017

Nationalfeiertag





Nationalfeiertag

Heute, am 1. Dezember, ist DER Nationalfeiertag: Vor 59 Jahren wurde in diesem Teil der französischen Kolonien in Äquatorialafrika die Republik ausgerufen. Zwei Jahre später, im Jahr 1960, sollte schließlich die Unabhängigkeit erklärt werden.
Unter den „Vätern“ der Zentralafrikanischen Republik war auch ein Priester, ja, es handelte sich sogar um den ersten zentralafrikanischen Priester, Abbé Barthélémy Boganda. Obgleich er in jenen Jahren starb und so die Verwirklichung des Traumes, zu dem er enorm beigetragen hatte, nicht mehr erleben durfte, sind viele Dinge geblieben, die seiner Intelligenz und seiner Vision zu verdanken sind. Darunter ist auch der Wahlspruch der Republik “UNITE – DIGNITE – TRAVAIL” (Einheit, Würde, Arbeit).
Das Fest am 1. Dezember, dem jeweils eine lange Vorbereitung vorausgeht (besonders für das „defilé“, die Parade) ist einer der populärsten Feiertage.
Am Vortag konnten wir an die Kinder in der Flüchtlingsschule neue Kleider austeilen. Am Nachmittag haben wir mit einer ziemlich großen Zahl von Menschen und einigen der Autoritäten die heilige Messe gefeiert, um das Land Gott anzuempfehlen und um das Geschenk des Friedens zu bitten. Heute, am 1. Dezember, fand die große Parade statt, an der alle Schulen und auch Vereine und verschiedene Gruppen teilgenommen haben. Es war eine schöne Feier. Und das war nötig!




Gauthier

les majorettes














Freitag, 24. November 2017

An die Arbeit!



Il riso di Bozoum
le riz de Bozoum
An die Arbeit!
 
Am Sonntag, d. 19.November, ist Pater Odilon, ein junger Karmelit, der gerade
zum Priester geweiht worden ist, nach Bozoum gekommen, um seine Primiz zu
feiern. Es war ein Moment, auf den die ganze Pfarrgemeinde und auch er selbst
sehr gewartet hatte.
In der Woche bin ich zu den Reisfeldern gegangen, um sie anzuschauen. Es ist ein
Besuch, den ich immer gern mache. Es ist eine Art „Stärkungsmittel“ für die
Hoffnung, bereitet Freude und es ist eine Ermutigung, diese Flächen zu sehen, wo
sorgfältig und mit Leidenschaft der Reisanbau betrieben wird. Mich begleitete ein
Berater des Premierministers, der die Felder zum ersten Mal sah und der über die
Schönheit und die so große, gute Arbeit staunte.
Dieses Jahr fühlen sich die Bauern von der Möglichkeit ermutigt, den Reis an das
Welternährungsprogramm zu verkaufen, das ihn in verschiedenen Schulen verteilt.
Daher wurde er in diesem Jahr nicht, wie üblich, auf 14 Hektar angebaut, sondern
auf 32 Hektar!
Am Dienstag bin ich nach Bocaranga gefahren. Um 5:30 bin ich losgefahren und
kam nach dreieinhalb Stunden und 125 Kilometern auf einer schlimmen Straße in
Bocaranga an.
Ich war überrascht über die Ruhe, die ich vorgefunden habe. In den Dörfern gibt es
viele Aktivitäten, und einige Schilder informieren darüber, dass es verboten sei, mit
Waffen in der Stadt unterwegs zu sein. Der Markt ist belebt, und die Schulen sind
geöffnet. Es ist fast ein Wunder! Die Stadt wurde Ende September von Rebellen
angegriffen, und die Mehrheit der Leute ist geflohen (fast 4.000 sind in Bozoum
angekommen. Anfang Oktober hatten die Blauhelme endlich mit einem
Militäreinsatz eingegriffen, was den Abzug der Rebellen bewirkt hat. Auch wenn
letztere nicht weit entfernt sind, gibt es zumindest ein bisschen Frieden und Ruhe.
Ich bin mit Mitarbeitern der Caritas und einer Frau, die von dort nach Bozoum
geflohen war, nach Bocaranga gefahren. Der Besuch war wichtig, damit die
Flüchtlinge sich ein Bild von der Situation machen und dann entscheiden können,
ob sie nach Bocaranga zurückkehren oder nicht.
Der Besuch in Bocaranga hat mir erlaubt zu verstehen, wie wir als Caritas etwas
unternehmen können. Viele helfen uns (Caritas Deutschland, Siriri.org, das
Außenministerium der Tschechischen Republik, die Pfarrei von Cassina Amata in
Italien…), und dies ermöglicht es uns, viel zu tun. An erster Stelle stehen die
Schulen: Über 200 Lehrer an 64 Grundschulen erhalten einen kleinen monatlichen
Beitrag als Ermutigung und Anreiz. Dann wird es etwas für die Kranken, die alten
Menschen und für diejenigen, die zurückkehren und ihr Haus wieder aufbauen
müssen, geben. Und wenn es uns gelingt, werden wir im Januar 2018 die
Landwirtschaftsmesse von Bozoum veranstalten, an der die Bauern und die
Genossenschaften teilnehmen können, um einen Absatzmarkt für ihre Produkte zu
finden.









P.Odilon













Freitag, 17. November 2017

Senegal und Kenia: Die Rückkehr



Senegal und Kenia: Die Rückkehr

Am 10. Novembre haben wir nach drei ganzen Sitzungstagen mit unseren Mitbrüdern aus dem französischsprachigen Afrika Kaolack verlassen und sind nach Dakar gefahren. Wir haben an der Benediktinerabtei Koeur Moussa, die 1961 gegründet wurde, einen Zwischenstopp eingelegt. Sie ist ein gelungenes Beispiel der Inkulturierung der Liturgie, mit Gesang, der von der Kora, einem traditionellen aus einem großen Kürbis gefertigten Instrument, begleitet wird. Wir haben die Messe mit der ganzen Gemeinschaft der Benediktiner gefeiert, die uns dann zum Mittagessen eingeladen haben.
Nachdem wir das Vespergebet im Kloster unserer Karmelitinnen von Sébhikotane gehalten haben, sind wir nach Dakar gefahren und haben dort übernachtet. Pater Saverio ist nachts aufgebrochen, und ich habe den Samstagvormittag dazu genutzt, um einige meiner ehemaligen Seminaristen und Schüler zu besuchen, die hier leben oder studieren: Junior und Evariste Yekatom, Wilfried Ahoundara, Tite Wratchet, Prince Gbae, Sainteté. Es war ein sehr schöner Augenblick. Samstagnachmittag habe ich Dakar verlassen. Die Reise dauerte ca. zehn Stunden. Bei meiner Ankunft in Nairobi habe ich eine Überraschung erlebt: Der Flug nach Bangui wurde zweimal verschoben und dann abgesagt. Und so hat Kenya Airways uns in einem prachtvollen Hotel untergebracht, und nachdem ich mich einen halben Tag ausgeruht hatte, konnte ich Montagfrüh nach Bangui fliegen, wo ich um 8:40 Uhr angekommen bin. Dort habe ich Enrico Massone getroffen, der soeben zu einem zehntägigen Aufenthalt eingetroffen war. Montag haben wir damit begonnen, zwei wichtige Projekte im Karmel von Bangui zu organisieren: die Errichtung eines Hauses für die indischen Schwestern von der Kongregation der Muttergottes vom Karmel und die Baustelle für die Herstellung der Ziegel mit den HYDRAFORM-Maschinen, die wir in Südafrika gekauft hatten.
Dienstagfrüh bin ich aufgebrochen, um nach Bozoum zurückzukehren, wo ich gegen 12 Uhr eingetroffen bin. Endlich wieder zu Hause!
Mittwochnachmittag bin ich nach Konkere gefahren, in ein kleines Dorf, das ca. 30 Kilometer von Bozoum entfernt gelegen ist, wo wir dabei sind, einen Brunnen genau neben der Schule zu bauen, die wir soeben errichtet haben.







Dakar

Dakar

Nairobi

Nairobi

Pozzo a Konkere
Forage à Konkere

La nuova scuola ed il pozzo a Konkere
La nouvelle école et le forage à Konkere