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Freitag, 13. Juli 2018

Mütter









Mütter

Diese Woche war von den Müttern geprägt! Am Montagmorgen ist Suzanne Yadole, die Mutter von Hyppolite, die mehrfach unseren Gartenwettbewerb gewonnen hat, von Bozoum aufgebrochen, um zu ihrem Sohn nach Italien zu fahren. Hyppolite ist ein Junge aus Bozoum, der seit einem Sturz in der Schule querschnittsgelähmt ist. Angesichts der Verletzungen und der hygienischen Probleme, die dabei waren, ihn zu töten, ist es uns gelungen, ihn nach Italien zu bringen, wo er in Savona von einer kleinen, aber großartigen Familie aufgenommen wurde: von Mama Emanuela, Papa Fiorenzo, Alessandra, Daniele und ein paar Hunden.
Hyppolite geht es besser, aber wir haben das Bedürfnis verspürt, ihn ein bisschen mit seiner Mutter zusammensein zu lassen. Und angesichts dessen, dass er momentan noch nicht nach Bozoum zurückkehren kann, kommt die Mutter zu ihm. Die Reise ist lang: Man muss erst nach Kamerun fahren, um das Visum zu beantragen (und zu hoffen, dass man es kriegt), und dann geht die Reise nach Italien los.
Am Mittwoch bin ich nach Bouar gefahren, wohin ich Schwester Annita begleitet habe, die zu einer Zeit der Erholung und für ein Wiedersehen mit ihrer Familie in den Kongo fährt.
Am Donnerstagmorgen fand die erste Sitzung der diözesanen Medienkommission statt. Wir haben über das diözesane Radio gesprochen, dessen Name „Siriri“ in Sango „Frieden“ bedeutet. Das Radio ist in der Zentralafrikanischen Republik ein großartiges Instrument, um Informationen und Bildung zu verbreiten. Mit der Hilfe der Diözese Chiavari und besonders von Teleradio Pace hoffen wir, den Sendebereich erweitern zu können, so dass das Programm in allen zwölf Pfarreien der Diözese Buoar empfangen werden kann.
Wir haben auch über unsere Internetpräsenz gesprochen. Seit einigen Monaten hat die Diözese dank unseres Freundes Maurizio Urbani eine Internetseite:


Am Nachmittag bin ich an dem Zentrum St. Michel für Aidskranke vorbeigefahren. Wir sind dabei, mit der Hilfe des tschechischen Außenministeriums und der Hilfsorganisation SIRIRI eine Ambulanz für Augenheilkunde zu errichten, wo jeder, der Probleme mit den Augen hat, fachkundiges Personal, Medizin und die notwendigen Geräte vorfindet, um den Zustand zu heilen oder zumindest zu verbessern.
Ich schließe mit einer anderen Mutter: In allen unseren Karmelgemeinschaften bereiten wir uns auf das große Fest Mariens, der Mutter und Königin des Karmels, am 16. Juli vor. Und ihr empfehle ich uns alle an!
la partenza della mamma di Hyppolite (la prima, in piedi, a sinistra)
le départ de la maman de Hyppolite (en haut, la première à gauche)






Il centro di Oftalmologia in costruzione
le Centre Ophtalmologique en construction



Ritorno a Bozoum
en rentrant à Bozoum




Freitag, 6. Juli 2018

Kana







Kana

Nachdem wir das Schuljahresende in den anderen Schulen unserer Missionsstation gefeiert hatten, war am Sonntag, d. 1. Juli, auch das Bildungszentrum für Frauen „Kana“ an der Reihe.
Diese kleine Schule, die 2004 gegründet wurde, ist für Mädchen und Frauen bestimmt, die dort eine dreijährige Ausbildung in Kinderpflege, Hauswirtschaft, Kochen, Nähen, Zuschneiden, Sticken und Stricken absolvieren.
Das Zentrum „Kana“ wird von unseren Freunden von der Organisation SIRIRI.ORG aus Prag unterstützt. Sein Name stammt aus dem Evangelium: In Kana wirkte Jesus sein erstes Wunder, indem er Wasser in Wein verwandelte. Dazu gedrängt und davon überzeugt hatte ihn Maria, seine Mutter. Es ist eines der unzähligen Beispiele, das die weibliche Fähigkeit und den weiblichen Genius beweist.
Für das Schuljahresende haben die Mädchen und Frauen alles gegeben. Sie nahmen an der Messe teil und haben Gott und den Armen einen Teil dessen geschenkt, was sie hergestellt haben. Im Pfarrsaal zeigten sie Kleidungsstücke, Strickwaren, Süßigkeiten, bestickte Bettwäsche – alles von ihnen selbst gefertigt. Am Nachmittag nahmen diejenigen, die den dreijährigen Weg ihrer Ausbildung abgeschlossen haben, die Zeugnisse entgegen.
Am Montagmorgen habe ich mich wieder auf den Weg gemacht! Um 4:30 Uhr bin ich nach Bangui aufgebrochen, wo ich um 11 Uhr eingetroffen bin. Die Straßen werden immer schlechter, und man braucht inzwischen fast sechseinhalb Stunden, um die 400 Kilometer zurückzulegen. Auch der asphaltierte Abschnitt wird Tag für Tag stärker beschädigt.
Am Dienstag habe ich in unserem Karmelkloster in Bangui an einer Zeremonie teilgenommen: Es wurde der Grundstein gelegt, und zwar für einen Hühnerstall…!
2016, nach dem Besuch des Papstes in der Zentralafrikanischen Republik, hatte sich die italienische Regierung darum bemüht, dem Land mit einem landwirtschaftlichen Ausbildungsprojekt zu helfen, das besonders Jugendlichen zugute kommen sollte. Der Karmel verfügt über ein 130 Hektar großes landwirtschaftliches Gelände, das Pater Anastasio vor rund 20 Jahren mit dem Ziel geschaffen hatte, den Menschen des Landes durch die Landwirtschaft zu helfen. Es gibt eine große Ölpalmenplantage, eine Kaffeeplantage und ein großes Gewächshaus mit tropischen Pflanzen. Das Projekt, an dem sich Italien, die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, die Hilfsorganisation COOPI sowie einige Nobelpreisträger (Yunus und andere) beteiligen, beginnt endlich, Gestalt anzunehmen, und am Dienstag gab es eine einfache Zeremonie, um das Projekt vorzustellen und die Arbeiten aufzunehmen. Ich hoffe, dass bald die ersten Jugendlichen mit den Ausbildungskursen über Landwirtschaft, Viehzucht, Verarbeitung beginnen können.
Am Mittwoch bin ich um 4:30 Uhr in Bangui aufgebrochen und bin am Abend endlich in Bozoum angekommen, nachdem ich noch in Baoro und Bouar vorbeigefahren bin.
Wir machen weiter!

CANA





















Freitag, 29. Juni 2018

(Fast) ein bisschen Ruhe






 
(Fast) ein bisschen Ruhe

Das Schuljahresende bringt auch ein bisschen Ruhe mit sich. Nur wenig, und sie dauert nicht lange, aber ein bisschen Ruhe gibt es schon. Am Freitag gingen die Abiturprüfungen für einige Schüler unseres Lyzeums St. Augustin zu Ende. Alle Prüfungen waren schriftlich, und die Korrekturen werden in Bangui vorgenommen. So hat nun das Warten auf die Ergebnisse begonnen!
In diesen Tagen habe ich die Reisfelder in Bohoro besucht, das sieben Kilometer von Bozoum entfernt gelegen ist. Im April hatten wir mit den Reparaturarbeiten an dem Staudamm und mit der Reinigung des künstlichen Sees begonnen, der dafür sorgt, dass es auch in der Trockenzeit Wasser gibt, so dass zweimal im Jahr Reis angebaut werden kann. Die Arbeit ist beendet, und nun ist der See mit Wasser gefüllt. Die Bauern bereiten nun das Saatgut für die neue Anbauphase vor.
Am Samstagmorgen war die Vollversammlung der Mitglieder der Spar- und Darlehnskasse an der Reihe, die nahezu die einzige außerhalb der Hauptstadt ist.
Am Montagmorgen bin ich nach Bouar und dann nach Baoro gefahren. An diesem Tag sind die Bischöfe der Zentralafrikanischen Republik in ihre Diözesen zurückgekehrt, nachdem sie sich in Berberati getroffen hatten. Es waren alle Bischöfe des Landes dabei, und auch Kardinal Nzapalainga. Baoro liegt an ihrem Weg, und wir haben uns gefreut, sie zum Mittagessen bei uns willkommen heißen zu können. Wir haben die Freude über das Wiedersehen geteilt, unsere Leidenschaft für die Kirche und die Menschen, aber auch die Sorgen um das Land. Der Friede ist brüchig, und in einigen Gebieten fehlt er vollkommen. Der Druck aus dem Ausland ist stark, und ein großer Teil der hiesigen politischen Klasse scheint sich um das Gemeinwohl nicht zu kümmern. Im Gegenteil!
Aber wir bleiben tapfer!
!
la diga della risaia
le bassin du Centre Rizicole


Maturità 2018
BAC 2018


Assemblea Generale della Caisse d'éèargne et Crédit de Bozoum

i Vescovi del Centrafrica con la comunità di Baoro






Freitag, 22. Juni 2018

Ein Neupriester, der heilige Antonius und das Schuljahresende–Teil 2



fra Christo, con i suoi genitori
le frère Christo, avec ses parents

Ein Neupriester, der heilige Antonius und das Schuljahresende–Teil 2

Am letzten Freitag bin ich zusammen mit Pater Davide und Pater Federico früh in Bozoum aufgebrochen. Wir sind für ein großes Fest nach Bouar gefahren. Am Samstag, d. 16 Juni ,wurde ein junger zentralafrikanischer Mitbruder, Frater Christo Nganamodei, zum Priester geweiht.
Er war im Jahr 2000 in unser Knabenseminar eingetreten, und nach einem langen Weg ist endlich dieser große Tag gekommen. Bischof Mirek Gucwa von Bouar war selbst auch sehr bewegt, denn es war seine erste Priesterweihe!
In Bouar habe ich Pater Saverio, unseren Provinzial, sowie Pater Pavel und Pater Anastasio, die eigens aus Prag angereist sind, getroffen. Es waren auch unsere Jugendlichen und alle Gemeinschaften anwesend.
Die Weihe fand in der wunderschönen Kirche des Klosters St. Elias statt. Begleitet vom Gesang der Jungen aus dem Seminar, war die stark besuchte Messe (mit zahlreichen Leuten in und außerhalb der Kirche) sehr intensiv.
Nach der Anrufung des Heiligen Geistes fragte der Bischof Fr. Christo, ob er die Absicht habe, den priesterlichen Dienst auf sich zu nehmen. Dann legte sich Fr. Christo auf den Boden, und wir beteten gemeinsam zu Gott und baten um die Fürsprache der Heiligen. Der Bischof legte ihm dann die Hände auf, und die Priester taten dann dasselbe. Es handelt sich um eine sehr alte Geste, die auf die Apostelgeschichte zurückgeht. Und nun ist Fr. Christo Priester!
Am Nachmittag musste ich sofort nach Bozoum zurückkehren. Am Sonntag, d. 17., haben wir das Fest des heiligen Antonius von Padua nachgefeiert, des Patrons einer der drei Kapellen von Bozoum.
Und am Sonntagnachmittag füllte sich der Kirchplatz mit mehr als 1.200 Kindern, die unsere Schulen besuchen – von der Vorschule bis zu den Grundschulen und der Unterstufe, nicht zu vergessen auch die Kinder der Alphabetisierungsschule. Das war ein Fest! Auch ihre Eltern waren gekommen, und alle Klassen wurden auf die Bühne gerufen.
Auch dieses Jahr konnten wir den 15 besten Schülern aus jeder Klasse einen besonderen Preis verleihen: einen kleinen Obstbaum! Es ist eine Initiative, die wir jedes Jahr durchführen. Das geschenkte Bäumchen wird von den Kindern und ihren Eltern mit großem Stolz entgegengenommen, und daheim pflanzen sie es ein, und der Baum, der wachsen wird, wird eine Erinnerung an die guten Leistungen in der Schule sein. Und die kleinen Bäumchen werden wachsen!







P.Anastasio con Mgr Mirek

Festa della cappella St.Antoine






leggendo la pagella
lecture du bulletin des notes