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Donnerstag, 17. Mai 2018

Italien, Italien

 

Italien, Italien

In diesen Tagen war ich im Blog längere Zeit nicht präsent, um mich auf meinen Aufenthalt in Italien zu konzentrieren.
Ich versuche, in diesen Tagen ein bisschen bei allen zu sein: bei meiner Familie, meiner karmelitischen Ordensfamilie und bei all den vielen Menschen, die versuchen, mehr über die Zentralafrikanische Republik und über Bozoum zu erfahren. Meine Familie, das ist meine Mutter, die ihre 91 Jahre gut trägt, wenn man von der Mühe beim Gehen absieht. Und dann sind da meine Schwester Marisa mit ihrer Familie und der Bar Baramò (der Name ist die Begrüßung auf Sango, der Nationalsprache der Zentralafrikanischen Republik) und mein Bruder Giovanni. Und dann die Pfarrei und die vielen Menschen, denen ich begegne.
Diese Woche bin ich in Ligurien, wo ich unsere Karmelgemeinschaften treffe. Der Empfang ist sehr herzlich, und die Brüderlichkeit und die Unterstützung durch die Anteilnahme und das Gebet der Klöster sind groß.
In der vergangenen Woche habe ich in drei Tagen 1.500 Kilometer zurückgelegt und war in Mailand bei den Zeitschriften „Popoli e Missioni“, „Famiglia Cristiana“ und „Avvenire“, wo ich Freunde traf und über die Zentralafrikanische Republik, die Kirche und Bozoum sprach. Am nächsten Tag war ich in Pegognana bei Mario Mazzali, unserem unvergleichlichen ehrenamtlichen Helfer, einem wahren Alleskönner, und bei seiner Frau Luigina. Dann bin ich nach Ferrara und Lendinara (Rovigo) weitergefahren, wo ich weitere Freunde von Bozoum getroffen habe. Am dritten Tag bin ich nach Turin zum „Salon des Buches“ gefahren. Dort habe ich einige Freunde getroffen, aber auch noch jemanden Besonderen, nämlich Grégoire Ahongbonon. Er ist in Benin geboren und widmet sich seit Jahren den Geisteskranken in zahlreichen afrikanischen Ländern, indem er sie buchstäblich aus den Ketten befreit und sie behandelt. Das wäre auch für Bozoum eine gute Idee. Nach einem Besuch bei der Zeitung „La Stampa“ bin ich nach Cuneo zurückgekehrt. Und die Reise geht weiter. Ich werde bis zum 29. Mai in Italien sein, aber es gibt noch so viel zu tun und so viele gute Menschen zu treffen.
 




Grégoire Ahongbon






Samstag, 5. Mai 2018

Das Buch!















Das Buch!

1.Mai 2018: In Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik, dringen Bewaffnete in die Pfarrei unserer Lieben Frau von Fatima ein, werfen Handgranaten und schießen auf die Menschenmenge, die sich zur Feier der Heiligen Messe versammelt hat. Die Bilanz sind mindestens 16 Tote, darunter ein Priester, den ich kenne. Die Leute, die schon am Ende sind, organisieren einen Demonstrationszug und tragen die Leichen einiger Opfer zum Präsidentenpalast, wo sie von Soldaten auseinandergetrieben werden. Es ist eine schreckliche Nachricht. Die Angst vor dem Wiederaufflammen der Gewalt ist überaus groß: 80 Prozent des Landes sind in den Händen von Rebellen, und selbst in der Hauptstadt sind ganze Stadtviertel in den Händen von bewaffneten Banden. Der Kardinal, der Erzbischof von Bangui, hat eine Botschaft veröffentlicht, in der er dazu einlädt, zu beten und Ruhe zu bewahren, aber zugleich fordert er, dass die Wahrheit über das, was geschehen ist, gesagt werden möge. Der Friede ist noch sehr weit entfernt!
Die erste Maiwoche drehte sich nach einem kurzen Besuch bei meinen Mitbrüdern in Bocca di Magra um das Buch, das die Texte dieses Blogs erhält (in italienischer Sprache), angefangen von dem ersten aus dem Jahr 2008 bis zu den anderen rund 320 von 2011 bis Ende 2017. Es ist ganz frisch aus der Druckerpresse gekommen und trägt den Titel: „Nur Mut. Man muss kämpfen, damit Gott den Sieg gewährt.“
Am Donnerstagabend fand in Cuneo die offizielle Vorstellung in einem sehr schönen Ambiente statt: in einem Gewächshaus voller Pflanzen und Blumen, das von meinen Freunden, den Roagnas, zur Verfügung gestellt wurde. Paolo Silvestro (aber nicht nur er) hat an der Erstellung dieses Buches gearbeitet, und zusammen mit Fabrizio Brignone, der das Vorwort geschrieben hat, haben sie die Veranstaltung eröffnet und mir dann das Wort überlassen. Es sind viele Leute gekommen, und es waren auch einige meiner karmelitischen Mitbrüder anwesend. Und am Ende des Abends haben wir die ersten 77 Bücher verkauft!
Am Freitag bin ich sogar an die Universität von Turin eingeladen worden, wo ich zu rund 100 Studenten des 3. Jahres über Bozoum gesprochen habe. Und abends war ich in Dogliani, wo der Fernsehsender Rai mich interviewt hat und wo ich über das Buch sprechen konnte:
Nur Mut!






Università di Torino



A Dogliani con RAI 3





Freitag, 27. April 2018

Straßen



Straßen
Und hier bin ich also in Europa! In der vergangenen Woche habe ich am Mittwoch und Donnerstag (18. und 19. April) zusammen mit etwa 70 Priestern und Ordensleuten an der Diözesantagung teilgenommen. Gemeinsam mit dem neuen Bischof von Bouar haben wir versucht zu verstehen, wie die Situation ist, insbesondere die Sicherheitslage (praktisch die Hälfte der Pfarreien befindet sich in einer gefährlichen Lage, weil sie in Gebieten liegen, die von Rebellen besetzt sind. Aber wir haben auch über die Zukunft gesprochen: darüber, was wir tun sollen und wie wir es tun sollen. Wir planen unter anderem, dass die Schule für die Katecheten im nächsten Herbst wiedereröffnet wird.
Die Sitzung schloss mit der Eucharistiefeier in der Kapelle der Klarissinnen, der ein Treffen des Bischofs mit den Ordensleuten der Diözese voranging.
Donnerstagnachmittag bin ich nach Baoro gefahren, und am Freitag habe ich mich gegen 4:30 Uhr auf den Weg nach Bangui gemacht, um rechtzeitig für den Check-in und für ein paar Sitzungen anzukommen.
Und am Nachmittag bin ich nach Paris geflogen, wo ich Samstagfrüh angekommen bin, um die Reise in Richtung Genua fortzusetzen. Meine Mitbrüder haben mich am Flughafen abgeholt, und am Nachmittag bin ich nach Cuneo gefahren, um einige Tage mit meiner Familie zu verbringen.
Montag und Dienstag war ich hingegen in Prag, um meine Mitbrüder im Heiligtum des Prager Jesuskindes zu treffen, und für einige andere Treffen. Am Montagnachmittag habe ich an einem Treffen mit dem Vizeaußenminister und vor allem mit meinen Freunden von der Hilfsorganisation SIRIRI, mit der wir seit Jahren zusammenarbeiten, teilgenommen.
Und jetzt bin ich für ein paar Wochen in Italien.
Am Donnerstag, d. 3. Mai, wird das Buch (in italienischer Sprache) „Nur Mut. Man muss kämpfen, damit Gott den Sieg gewährt“ vorgestellt. Ich habe es gestern ganz frisch aus der Druckpresse gezogen! Es sind über 300 Seiten, auf denen das gesammelt ist, was ich in den letzten Jahren in diesem Blog geschrieben habe, alles, was da über das Land, die Mission, unsere Arbeit im Bildungswesen, in der Landwirtschaft und anderes dokumentiert wurde.
Man kann es auch hier finden:

SO KANN MAN DAS BUCH (Es ist auf Italienisch!) BESTELLEN:
Direkt vom Verlag:
Anrufen unter 0039-10 9126651
über WhatApp: 3478971121

Mit PayPal kann man es sofort und auf sichere Weise erwerben. Man braucht nur die Emailadresse des Geldempfängers anzugeben.











Mittwoch, 18. April 2018

Flüge, Firmungen und Bücher



Flüge, Firmungen und Bücher

Vor Weinachten hatte ich mich um Issac gekümmert, einen armen Blinden, der einen Unfall erlitten hatte. Das Internationale Rote Kreuz hatte ihn im Flugzeug nach Bangui gebracht, um ihn zu operieren und zu behandeln. Diese Woche ist er endlich nach Bozoum zurückgelehrt. Er war in gutem Zustand und sehr fröhlich!

Diese Woche war tief von den Firmungen geprägt: Es ist das Sakrament, bei dem die Mädchen und Jungen, die Jugendlichen und Erwachsenen die Gabe des Heiligen Geistes empfangen, der das bekräftigt, was man in der Taufe empfangen hat. Es ist ein bisschen das Sakrament der christlichen Reife, das aus ihnen lebendige Zeugen Gottes macht.

Wir haben die Firmung in Bozoum, aber auch in den Dörfern Bokaya, Boyele und Manga, die an den Straßen nach Bouar, Paoua und Bocaranga gelegen sind, gefeiert. Aus diesem Anlass ist Bischof Mirek Gucwa von Bouar gekommen. Am Samstag hat er in Bokaya zelebriert, am Sonntag in Bozoum, am Montagvormittag in Manga und am Montagnachmittag in Boyele. Es war eine Gelegenheit, ihm zu begegnen, und das auch für die Jugendlichen und die Schüler unserer Schulen, mit denen sich der Bischof am Dienstagmorgen getroffen hat, bevor er aufgebrochen ist.

Und die beiden Überraschungen? Hier sind sie:

  1. In den kommenden Wochen erscheint in italienischer Sprache das Buch: „Nur Mut! Man muss kämpfen, damit Gott den Sieg gewährt“. In dem Buch ist alles gesammelt, was ich von Anfang an bis Ende 2017 wöchentlich in diesem Blog geschrieben habe. Dank der Freundschaft und der Großzügigkeit so vieler Freunde und unserer Missionsprokura in Arenzano wird das Buch in einigen Tagen erhältlich sein.
  2. Die zweite Überraschung ist, dass ich Ende der Woche für einige Wochen nach Italien fahre und dort bis zum 29. Mai bleiben werde.

Isaac






Visita del Vescovo nel Lycée St.Augustin
Visite de l'Eveque au Lycée St.Augustin



Lettura davanti al Vescovo nella nostra scuola Bakandja
Un peu de lecture devant l'Eveque à l'école Bakandja






Freitag, 13. April 2018

WEISSER SONNTAG



Il Consiglio Presbiterale
le Conseil Presbyteral



WEISSER SONNTAG

Letzten Freitag war ich in Bouar, und am Tag nach der Fortbildung für die Caritas der Pfarreien habe ich zusammen mit einem Dutzend Priester am Priesterrat teilgenommen, der sich ringsum den Bischof versammelt.

Der Priesterrat setzt sich aus einigen Priestern der Diözese zusammen. Ein Teil wird vom Bischof ausgewählt, der andere Teil wird von allen Priestern gewählt. Es war eine Sitzung, bei der man diskutiert und dem Bischof dabei hilft, Entscheidungen zu fällen, indem man frei seine eigene Meinung sagt und ihn berät. Am Nachmittag bin ich nach Bozoum zurückgekehrt, und am Sonntag bin ich allen wiederbegegnet, die an Ostern getauft worden waren und die wieder ihre weißen Kleider trugen. Im Altertum wurde dieser Sonntag „Weißer Sonntag“ genannt, eben weil die Neugetauften nach einer Woche der Katechese und der Unterweisung noch einmal in ihren weißen Taufkleidern an der Messe teilgenommen haben.

Am Dienstagnachmittag bin ich am Reisanbauzentrum von Bohoro vorbeigefahren, wo wir mit den Instandsetzungsarbeiten am Staubecken begonnen haben. Während die Maurer die Teile reparieren, die aus Zement bestehen, reinigen ca. 30 Jugendliche mit Schaufeln und Schubkarre bewaffnet den Grund des Sees, der auf diese Weise mehr Wasser fassen kann.
Am Mittwoch bin ich nach Bangui gefahren, um die Gemeinschaft dort zu treffen und die Arbeiten an der Landwirtschaftsschule anzusehen. Die zwei Gebäude sind schon weit fortgeschritten, und bald können wir uns an das Dach machen. Die neue Technik der aus gepresster Erde hergestellten Ziegel erweist sich als sehr interessant, und die Bauten sind, ästhetisch gesehen, sehr schön.
Und für die nächste Woche kündige ich schon zwei Überraschungen an…

i battezzati
les baptisés


i lavori al Centre Rizicole
les travaux au Centre rizicole



la Scuola d'Agricoltura a Bangui
L'école d'agriculture à Bangui