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Mittwoch, 16. September 2026

Lanome und mehr

 

 










Lanome und mehr

15. September 2026

Im Juli war die Leiterin des Waisenhauses „Maman Tongolo“ mit einer Gruppe von Waisenkindern nach Bangui gefahren. Mit dem Auto! Und wegen des schlechten Zustands der Straßen hatten sie dafür fünf Tage gebraucht (für 750 Kilometer).

Für die Kinder war es ein wunderschönes Abenteuer, das während des Aufenthalts in Bangui durch Besuche und Begegnungen noch bereichert wurde.

Doch die Rückreise war noch unglaublicher: Die MINUSCA (die UN-Mission) hatte es geschafft, sie in ein Flugzeug zu setzen und nach Bangassou zurückzubringen.

Und am Montag, d, 7. September, war ich am Flughafen von Bangassou, und es war ein großartiger Anblick, sie aus dem Flugzeug steigen zu sehen!

Dienstag, d. 8. September, war der große Tag der Einweihung der neuen Kirche in Lanome (35 Kilometer entfernt).

Der Bau hatte im Juli letzten Jahres begonnen, und es hatte fast ein Jahr gedauert, bis die Kirche fertiggestellt war: zum einen wegen der notwendigen Finanzierung, zum anderen, um der örtlichen Gemeinde Zeit zu geben, sich für die Herstellung der Ziegel zu organisieren.

Aber nach und nach haben wir sie fertiggestellt!

Sie wurde größtenteils von den Päpstlichen Missionswerken finanziert (mit den Geldern, die weltweit am Missionssonntag im Oktober gesammelt wurden) und teilweise von anderen Wohltätern.

Am Montagnachmittag war ich dorthin gefahren, um die letzten Arbeiten zu erledigen, und das ganze Dorf, einschließlich der Protestanten und Muslime, war in der Missionsstation versammelt, wo eine Gruppe junger Leute aus dem benachbarten Kongo ein schönes Konzert gab.

Am Dienstagmorgen war die Kirche schon zu klein…

Am Anfang der Feier überreichte der Bauleiter, Dieu Béni, mir die Schlüssel. Er war sichtlich gerührt und sehr stolz auf diese schöne Arbeit. Und ich übergab die Schlüssel an Abbé Martin, den Pfarrer, der die Tür offiziell öffnete.

Die Einweihung einer Kirche ist ein sehr schöner Ritus: Es gibt den Segen für die Menschen und die Mauern, innen und außen, und die Allerheiligenlitanei. Der Altar und die Wände werden mit Öl geweiht.

Es war ein bewegender Moment, der eine lange Arbeit krönte und dieser kleinen Gemeinde Freude und Stolz schenkte – einer Freude und eines Stolzes, die nach der Kommunion in einer langen Gabenprozession, die eine Stunde dauerte, ihren Höhepunkt fand! Unter den Gaben waren auch Hühner und Ziegen

Am Freitag bin ich nach Ouango gefahren, wo sich fast 700 Jungen und Mädchen der Bewegung „Aita Kwe“ versammelt haben, denen ich eine Reflexion zum Thema des pastoralen Jahres, nämlich der Berufung, vorstellte.

Am Sonntag gab es ein weiteres Fest: Hier in Bangassou hat die Kathedralgemeinde ihren neuen Pfarrer, Abbé Amos, willkommen geheißen.










La consegna delle chiavi al parroco
La remise des clèfs au Curé
La entrega de las llaves al sacerdote



L'offertorio
L'offertoire
El ofertorio






Ouango






Il nuovo parroco, abbé Amos
Le nouveau curé, Abbé Amos
El nuevo sacerdote; el padre Amos



Montag, 7. September 2026

Von Rafai über Bangassou nach Bakouma

 

 

 

 

Von Rafai über Bangassou nach Bakouma

6. September 2026

Am Mittwoch, d. 26. August, kam ich in Rafai an und blieb dort bis Montag, d. 31. August. Rafai ist eine schöne Mission, die von Franziskanern geleitet wird.

Am Samstag, d. 29., feierte ich die Firmungen in Meskyn, einem kleinen Dorf, das 12 Kilometer entfernt gelegen ist. Dort scheinen die Frauen die Mehrheit zu bilden – zumindest in der Kirche! Alle Firmlinge waren Mädchen, und auch unter den anderen Anwesenden waren mindestens zwei Drittel Frauen.

Am Sonntag, d. 30., haben wir in Rafai das Fest des heiligen Augustinus, des Patrons der Pfarrei, sowie die Amtseinführung des neuen Pfarrers, Bruder Marcel Lifaki, gefeiert.

Für Montagmorgen hatten wir die Firmungen in einem 80 km entfernten Dorf geplant, das an der Straße nach Bangassou gelegen ist. Da ich mich jedoch aufgrund von Malaria nicht wohl fühlte, haben wir die Firmungen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben und sind nach Bangassou zurückgekehrt.

Die Woche verlief mit verschiedenen Aktivitäten wie beispielsweise den Arbeiten an der neuen Kirche in Lanome, die wir am Dienstag, d. 8. September, einweihen werden. Leider waren auch Diebe sehr aktiv, und während meiner Abwesenheit kam es zu einem schweren Diebstahl in der Finanzverwaltung der Diözese.

Am Samstagmorgen bin ich in Richtung Norden nach Bakouma aufgebrochen, das 125 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist.

Mit mir fuhrt Abbé Augustin Aniya, der neue Pfarrer von Bakouma.

Der Wechsel der Pfarrer ist ein wichtiger Moment für die Diözese und für die Gemeinden, den wir mit Gebet, Besinnung und Feierlichkeiten begleiten.

Wir haben die Messe in der Steinkirche gefeiert, die mittlerweile zu klein geworden und voller Risse ist. Während der Messe schlängelte sich eine Schlange gemächlich durch das Dachstuhlwerk …

Am Ende der Messe kündigte ich an, dass wir, so Gott will, im nächsten Jahr eine neue Kirche bauen werden.

Und am Sonntagnachmittag bin ich nach Bangassou zurückgekehrt.

 

Rafai

Meskin
 
 



Bakouma









Donnerstag, 27. August 2026

Schwierige Wege, Schritte der Hoffnung

 

Zemio, il memoriale dell'abbè Crepin
Zemio, le mémorial de l'abbè Crepin
Zemio, el monumento al padre  Crepin

 

 

Schwierige Wege, Schritte der Hoffnung

26. August 2026

Heute bin ich in Rafai angekommen, das 150 Kilometer von Bangassou entfernt gelegen ist.

Trotz der Regenzeit besuchte ich die Gemeinden im Osten des Landes, Zemio und Rafai.

Ich bin am Freitag, d. 21. August, von Bangassou abgefahren. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Lanome, wo die Arbeiten an der Kirche fast abgeschlossen sind, ging es weiter in Richtung Rafai. Die Piste war recht gut befahrbar, und am Nachmittag erreichten wir die Pfarrei der Franziskaner.

Am Samstagmorgen sind wir gegen 6 Uhr aufgebrochen. Der Zustand der Straße hatte sich aufgrund der Regenfälle verschlechtert. Seit Monaten war hier kein Auto und kein Lkw mehr vorbeigefahren (wir haben sogar ein Vogelnest im hohen Gras mitten auf der Straße entdeckt!). Das Dorf Guinikoumba, das 65 Kilometer vor Zemio liegt, ist völlig verlassen und von einer Affenkolonie bevölkert!

Mit einigen Schwierigkeiten erreichten wir um 17 Uhr Zemio. Für 150 Kilometer Fahrt hatten wir 13 Stunden gebraucht... Als wir in der Stadt ankamen, waren erfreulicherweise einige Anzeichen von „Normalität“ zu sehen: Kinder, die vor den Häusern spielten, Menschen, die trotz des Sonnenuntergangs unterwegs waren…

In der Pfarrei traf ich Abbé Jean Alain Zembi mit einem Seminaristen an. Beide waren freiwillig hier, um der katholischen Gemeinde beizustehen, die von der Ermordung von Abbé Crépin am 29. Juni zutiefst erschüttert ist.

Am Sonntagmorgen habe ich die Messe in der Pfarrei gefeiert: Es waren viele Menschen da, und die Atmosphäre war ruhiger. Am Ende der Messe haben wir uns in einer Prozession zu dem Ort begeben, an dem Pfarrer Crépin ermordet worden war. Hier wollte die Gemeinde eine kleine Kapelle errichten, um seiner zu gedenken, eines Märtyrers, der für den Frieden arbeitete und vermitteln wollte.

Am Montag habe ich die Missionsschule besucht. Gemeinsam mit den Lehrern und Eltern haben wir beschlossen, die Schule am 21. September wieder zu eröffnen, und wir haben die Instandsetzungsarbeiten eingeleitet (den Anstrich und verschiedene Reparaturen). Es ist wichtig, dass die Schüler in einer sauberen und schönen Umgebung leben, denn auch das ist ein Teil der Erziehung.

Es ist ein großes Unterfangen: Ein Sack Zement kostet hier 50.000 Francs (75 Euro), während er in Bangui 10.000 Francs (15 Euro) kostet...

Meine Entscheidung, mit dem Auto statt mit dem Flugzeug anzureisen, war kein Zufall. Trotz des Zustands der Straße und der Gefahr von Überfällen durch Bewaffnete trägt die Anreise des Bischofs mit dem Auto dazu bei, dass die Menschen wieder Vertrauen und Hoffnung schöpfen.

Und heute, auf der Rückfahrt, begegneten wir einigen Einwohnern von Guinikoumba, die beschlossen haben, in ihr Dorf zurückzukehren.

Es sind kleine Schritte, aber sie sind voller Hoffnung!

 

 

 

Guinikoumba








La scuola di Zemio
L'école de Zemio
La escuela de Zemio





Il ritorno degli abitanti a Guinikoumba
Le retour des habitatants à Guinikoumba
El regreso de los habitantes a Guinikoumba


 


Sonntag, 16. August 2026

Zurück in Bangassou

 


Zurück in Bangassou

15. August 2026

Nach meinem kurzen Besuch in Nigeria bin ich am Donnerstag, d. 6. Juni, nach Bangassou zurückgekehrt.

Auf dem Weg zum Flughafen der Hauptstadt kam ich an dem Haus vorbei, vor dem Schwester Yolande mit den Kindern des Waisenhauses „Maman Tongolo“ auf mich wartete: Sie waren für ein paar Ferientage nach Bangui gekommen, und für sie war es das erste Mal, dass sie eine große Stadt gesehen haben!

Einige Tage nach meiner Ankunft in Bangassou fiel mein Computer aus: Der Monitor war tot, und ich konnte den Computer über die verschiedenen Anschlüsse nicht an externe Bildschirme anschließen. Doch dank einiger Freunde und der Hilfe der Göttlichen Vorsehung gelang es mir zumindest, die Daten zu retten.

Am Sonntag, d. 9. August, bin ich nach Lanome gefahren, wo ich in der alten Kapelle die Messe zelebriert habe. Sie ist klein, hat ein sehr niedriges Blechdach, und es war dort fast so heiß wie in Europa in diesen Monaten!

Die Bauarbeiten an der neuen Kirche schreiten gut voran, und wir hoffen, sie in einigen Wochen einweihen zu können.

In diesen Tagen versuche ich, ein wenig Ordnung in die verschiedenen Büros zu bringen, wo ich sehr interessante Dokumente finde, die das Leben dieser Diözese detailliert schildern.

Heute, am Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, habe ich die Messe in der kleinen Wallfahrtskirche von Pande gefeiert (12 km entfernt). Dorthin waren am Donnerstag einige hundert Gläubige aus der Pfarrei Tokoyo (Bangassou) und den umliegenden Dörfern gepilgert, und sie werden bis zum morgigen Sonntag dort bleiben.




I bambini in vacanza
Les enfants en vacance
Los niños durante las vacaciones

Lanome, la vecchia cappella
Lanome, la vieille chapelle
Lanome, la antigua capilla


Lanome, la nuova chiesa
Lanome, la nouvelle eglise
Lanome, la nueva iglesia






Pande