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Freitag, 28. März 2025

Von einer Feier zur nächsten

 

Il giubileo delle donne
Le Jubilè des femmes

Von einer Feier zur nächsten

Am Sonntag feierten wir das Diözesanjubiläum der Frauen: Dies war eine Gelegenheit zu beten, aber auch das zu würdigen, was Frauen tun - insbesondere in der Zentralafrikanischen Republik.

Die Kirche von Tokoyo (hier in Bangassou) war voller Mädchen und Frauen. Und es waren nur sehr wenige Männer da! Es war ein Orchester aus Farben, Musik, Tanz und Gebet!

In der ersten Lesung aus dem Buch Exodus sagt Gott zu Mose, als dieser sich dem brennenden Dornbusch nähern will: „Zieh deine Sandalen aus; denn der Ort, wo du stehst, ist heilig.

Ich habe dieses Wort gewählt, um mich an die Frauen und die gesamte Gemeinde zu wenden: “Zieh deine Sandalen aus, denn die Würde der Frau ist heilig.“

Hier ist das Leben der Frauen immer noch sehr hart. Es gibt viele Übergriffe und Gewalt, Verletzungen und Demütigungen. Aber im Allgemeinen hat die Frau ihren Platz und weiß, wie sie sich behaupten kann.

Am Montag begannen wir vier Tage der Begegnung, der Fortbildung, des Gebets und der Gemeinschaft mit den jüngsten Priestern der Diözese. Wir sind zu siebt, kommen aus verschiedenen Pfarreien und beschäftigen uns mit verschiedenen sehr interessanten Themen (Liturgie, Sakramente, Beichten, Predigten, dem Gefühlsleben, dem Gemeinschaftsleben und der Finanzverwaltung).

Am Dienstagmorgen legten wir eine kurze Pause ein. Es war das Fest Mariä Verkündigung, und wir fuhren ein paar Kilometer weiter in den Stadtteil Maliko. Hier haben wir gerade den Bau einer schönen kleinen Kirche abgeschlossen, die Unserer Lieben Frau von der Hoffnung gewidmet ist, und nun weihten wir zusammen mit der Gemeinde diesen neuen sakralen Raum ein.

Um Unserer Liebe Frau von der Hoffnung zu illustrieren, haben wir das Logo des Jubiläums ausgewählt und es auf den verschiedenen Ausstattungsgegenständen übernommen, während das große Gemälde an der Rückwand Maria zusammen mit ihrem Volk von Bangassou zeigt

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L'incontro con i sacerdoti più giovani
la session avec les pretres plus jeunes



Maliko





 



Sonntag, 23. März 2025

Ein neuer Pfarrer, ein neuer Diakon und der starke Glaube der Gläubigen von Nzacko

 

 

 

 


Ein neuer Pfarrer, ein neuer Diakon und der starke Glaube der Gläubigen von Nzacko

Am Donnerstag, d. 13. März, kehrte ich zusammen mit Luis und Fanny, zwei Freunden von „Kirche in Not“ (ACN), einer Organisation, die (spirituell und finanziell) der Kirche dort hilft, wo sie in Schwierigkeiten ist, und die verfolgte Christen unterstützt, nach Bangassou zurück.

Am Sonntag, d. 16. März, war ich in Niakari, einer 15 km von Bangassou entfernt gelegenen Pfarrei, um dort die Messe mit der offiziellen Amtseinführung des neuen Pfarrers Jean Paul Goma zu feiern.

Am Dienstag machte ich mich auf den Weg zur 140 km entfernten Missionsstation von Bakouma. Die Straße ist gut, und ich kam in weniger als vier Stunden dort an.

Ich traf mich dort mit einigen Priestern der Diözese und mit der Familie von Patient Betoloum, den ich am 19. März zum Diakon weihen sollte.

Es war ein schöner Augenblick der Brüderlichkeit mit den Priestern und den Menschen von Bakouma.

Am Mittwoch war das Fest des heiligen Josef, und wir feierten die Messe im Freien. Es war ein feierlicher Moment, und wir beteten für diesen jungen Mann, der die letzten drei Jahre seiner Ausbildung am Seminar der Urbaniana-Universität in Rom verbracht hatte und nun zum Diakon geweiht werden sollte, um sich ganz in den Dienst Gottes und der Brüder und Schwestern zu stellen, die ihm anvertraut werden.

Nach der Messe gab es ein Mittagessen für über 300 Personen, dann Tänze und Gesänge bis zum Anbruch der Dunkelheit: Es war eine große Freude für diese Gemeinde, die vom Krieg und den nicht weit entfernten Rebellen gezeichnet ist.

Am Donnerstag, d. 21. März, brach ich um 5.30 Uhr auf, um nach Nzacko zu fahren, das 60 km nördlich von Bakouma gelegen ist. Die Fahrt mit dem Auto dauert drei Stunden, weil die Straße sehr schlecht ist, aber auch, weil es nicht ungewöhnlich ist, entlang der Strecke bewaffnete Männer anzutreffen. Tatsächlich trafen wir in einem Dorf auf sie. Sie hielten uns an und ließen uns aussteigen, aber zum Glück taten sie uns nichts und ließen uns nach einem kleinen Wortwechsel mit mir gehen. Ich konnte nicht anders, als sie darauf hinzuweisen, wie falsch ihre Arroganz und ihre ständigen Plünderungen sind. Jedenfalls fuhren wir weiter, ohne Schaden genommen zu haben. Ein paar Kilometer weiter trafen wir einen Mann auf einem Fahrrad an und warnten ihn, dass es weiter vorne Banditen gibt. Er drehte sofort ab und fuhr dorthin zurück, wo er hergekommen war.

Um 8.30 Uhr kamen wir endlich in Nzacko an, der einzigen Pfarrei, die ich noch nicht besuchen konnte.

Für die Menschen war es ein großes Fest, denn diese Pfarrei war eine der schönsten der Diözese gewesen: Sie hatte eine schöne Kirche mit einem Glockenturm aus Stein, ein großes Pfarrhaus, ein Krankenhaus mit einem schönen Operationssaal, einen Kindergarten und andere Räume gehabt.

Und alles wurde 2017 von den Rebellen zerstört. Buchstäblich zerstört!

Aber die Menschen in Nzacko ließen sich nicht entmutigen! Zuerst versammelten sie sich unter zwei großen Bäumen, dann unter einem Strohdach, und im vergangenen Jahr bauten sie eine provisorische kleine Kirche aus gebrannten Ziegeln und Beton mit einem Fußboden und einem Blechdach.

Dort hineinzugehen war eine Pilgerreise des Glaubens, die mich zutiefst bewegt hat. Wir befanden uns nur wenige Meter entfernt von der zerstörten Kirche, aber der Glaube dieser Schwestern und Brüder war stärker als zuvor wieder auferstanden!

Hier feierte ich die Messe. Und zu Beginn kam auch die Bürgermeisterin, eine muslimische Frau, die ich dann am Nachmittag besuchte, bevor ich abreiste. Es war eine Zeit des starken Gebets, aber es war auch eine Zeit, in der der Schatz, der in den Herzen dieser Gläubigen liegt, durch den Bischof und die Diözese anerkannt wurde.

Nach der Messe traf ich mich mit dem Pfarrgemeinderat, und wir sprachen über die Gegenwart und die Zukunft, denn die Zerstörung ist die Vergangenheit, die wir nicht in Groll oder Verzweiflung leben lassen wollen.

Ich brach am frühen Nachmittag auf. Die Rebellen waren weg, was uns allerdings nicht allzu sehr störte!

Wir kehrten nach Bakouma zurück, um einen letzten Abend mit den Priestern Amos, Modeste und Patient zu verbringen, bevor wir am Freitag, dem 21. März, nach Bangassou zurückkehrten.









Patient è diacono
Le diacre Patient




Quello che resta della chiesa
Les ruines de l'église

La canonica distrutta
Le presbytère détruit

 




Dienstag, 11. März 2025

Tausend und mehr

 

Famiglia e volontari al lavoro per preparare la Comida
Famille et bénévoles au travail pour préparer la Comida

Tausend und mehr

Heute ist mein letzter Tag in Spanien.

Ich bin am Mittwoch nach einer langen Flugreise (Bangui – Addis Abeba – Frankfurt – Madrid) und einer Zugfahrt von Madrid nach Cordoba hier angekommen.

Ich war letztes Jahr im Mai hier und es war wunderbar, mit so großer Zuneigung von Bischof Aguirre, seiner großen Familie und Hunderten von Menschen empfangen zu werden, die der Diözese Bangassou helfen und sie unterstützen.

Am Freitagmorgen kam auch meine Schwester Marisa mit ihrer Familie an, und es war schön, sie wieder in die Arme schließen zu können.

Ich bin hier in Cordoba, weil die Fundacion Bangassou wie jedes Jahr seit 25 Jahren eine große „Comida“, ein großes Wohltätigkeitsessen, veranstaltet, um die Werke und Projekte der Diözese zu unterstützen.

Die „Comida“ fand am Samstag, d. 8. März, in einem wunderschönen Veranstaltungsort statt, dem „Circulo de l'Amistad“, einem Gebäude, in dem mehr als 1.000 Gäste Platz finden!

Ich kam zusammen mit Bischof Aguirre ein paar Stunden vorher an. Es waren bereits mehr als 200 sehr junge Freiwillige da, die sich um die letzten Details kümmerten, während nach und nach die Gäste eintrafen.

Es nahmen einige örtliche Autoritäten, die Freiwilligen der Stiftung und viele Menschen, die Bangassou lieben und für Bangassou arbeiten, daran teil.

In diesem Jahr hatte die „Comida“ das Ziel, den Bau einer Seifenwerkstatt für die Frauen von Bakouma zu finanzieren, einer sehr instabilen Gegend, die 150 km von Bangassou entfernt gelegen ist.

Es waren Tage voller Begegnungen, aber wir konnten auch einiges Schöne in der Stadt kennenlernen, die im Laufe der Jahrhunderte ein Kreuzungspunkt und ein Ort der Begegnung zwischen Christen, Muslimen und Juden war.

Die Begegnungen waren herzlich und interessant. Und oft konnten wir die ausgezeichnete lokale Küche teilen.

Heute, Dienstag, d. 11. März, bereite ich mich darauf vor, mit dem Zug nach Madrid zu fahren, um am Abend weiter nach Bangui zu fliegen. Morgen sollte ich in Bangui ankommen und am Donnerstag hoffe ich, nach Bangassou aufbrechen zu können.

Muchas gracias!

Foto di famiglia
Ma famille

Tutto pronto
Tout est pret








I volontari
Les bénévoles






 

 

 

Freitag, 7. März 2025

Die Kranken

 


Preparazione del Giubileo dei Malati
En preparant le Jubilé des malades

Die Kranken

Wenn man die Evangelien liest, sieht man, dass Jesus einen Großteil seiner Tätigkeit den Kranken widmete, ihnen zuhörte und sie heilte.

Auch die Apostelgeschichte, die von der Kirche unmittelbar nach der Auferstehung Jesu erzählt, zeigt uns, wie viel Zeit und Energie die Apostel und die ersten Christen den Kranken widmeten.

Diese Aufmerksamkeit für die Krankenpflege prägt seit jeher die Arbeit der Kirche. Die ersten Krankenhäuser waren Werke der Nächstenliebe zugunsten der Kranken und der Pilger, und sie waren der Beginn der organisierten Medizin.

Auch in der Diözese Bangassou0 ist die Krankenpflege Sache der Pfarreien mit den Priestern, die die Sakramente spenden, und mit der Pflege in den verschiedenen Einrichtungen durch Ordensfrauen und Laien.

In Bangassou gibt es unser Krankenhaus von Bangonde, das von Schwester Elisabeth, einer kleinen, energiegeladenen Ordensschwester, geleitet wird. Hier gibt es eine Entbindungsstation, einen Operationssaal, das Analyselabor sowie die Zahnarzt- und Augenarztpraxis.

In diesen Tagen feierten wir das Jubiläum der Kranken: am Samstag im Krankenhaus von Bangonde und am Sonntag in der Kathedrale für das medizinische Personal.

Am Samstag feierten wir eine schöne Messe im Freien zwischen den verschiedenen Pavillons des Krankenhauses. Es waren Patienten anwesend, die im Krankenhaus liegen, aber auch andere Kranke aus den verschiedenen Pfarreien. Während der Eucharistiefeier spendeten wir vielen Menschen das Sakrament der Krankensalbung.

Und nach der Messe verteilten die Freiwilligen des Vereins des heiligen Vinzent Essen an die Kranken und Armen und an alle, die am Jubiläum teilgenommen hatten.

Am folgenden Tag, dem Sonntag, versammelten sich alle, die sowohl bei uns als auch im staatlichen Krankenhaus im Gesundheitswesen arbeiten, in der Kathedrale, wo wir die Messe feierten. Das Thema des Jubiläums hilft uns, die Krankheit mit dem Vertrauen eines Gläubigen zu betrachten: Wir sind „Pilger der Hoffnung“. Es war eine Gelegenheit, ihnen zu danken, aber zugleich auch die gesamte Gemeinschaft an den Sinn und den Wert der Krankheit, an die Berufung derjenigen, die pflegen, und die Bedeutung von Liebe und Fürsorge für die Kranken zu erinnern. Und nicht zu vergessen der Aufruf zu Hoffnung und Glauben, um sich nicht entweder im Fatalismus zu verlieren oder Hilfe bei der Hexerei zu suchen (die hier sehr verbreitet ist).

Am Montag, d. 3. März, fuhr ich nach Bangui, um am Dienstag nach Spanien zu fliegen. Am Samstag, d. 8. März, organisiert die Fundacion Bangassou in Cordoba ein großes Wohltätigkeitsessen. Mehr als 1.000 Menschen werden daran teilnehmen, um die vielen Projekte der Diözese Bangassou zu unterstützen.

Ich werde bis Dienstag, d. 11. März, in Cordoba bleiben und dann sofort nach Bangui und Bangassou zurückkehren.




Ospedale di Bangonde
Hopital de Bangonde


Ospedale di Bangonde: Giubileo dei malati
Hopital de Bangonde: jubilé des malades

Cattedrale di Bangassou: Giubileo del personale della sanità
Cathédrale de Bangassou: Jubilé du personnel soignant


Bangassou




Samstag, 1. März 2025

Laufende Arbeiten

 

Cappella Nostra Signora della Speranza, Maliko
Chapelle Notre Dame de l'Espérance, Maliko

Laufende Arbeiten

Ich habe noch nicht herausgefunden, ob es die Arbeiten und die Baustellen sind, die mich verfolgen, oder ob es meine Schuld ist! Wie auch immer, in dieser relativ ruhigen Woche musste ich mich mit zahlreichen beginnenden oder weitergehenden Arbeiten und Baustellen befassen.

Wir sind dabei, die Kapelle von Maliko fertigzustellen, die im letzten Jahr gebaut wurde. Hier widme ich mich ein wenig der Dekoration, damit es ein schöner Ort zum Beten und Verweilen ist. Die Kapelle ist Unserer Lieben Frau von der Hoffnung gewidmet, und das Heilige Jahr der Hoffnung, das wir gerade erleben, zeigt uns das Kreuz, das Zeichen der Liebe Gottes zu uns, als Anker und Leitfaden für unser Leben. Die kleine Kirche ist das Geschenk einer spanischen Pfarrei.

In der Pfarrei Tokoyo, einem Viertel von Bangassou, haben dank der Päpstlichen Missionswerke die Renovierungsarbeiten am Pfarrhaus und an den Einrichtungen der Pfarrei begonnen: Begonnen wird mit dem Dach, um dann alles wiederherzurichten.

Auch hier in der Mission, wo ich lebe, installieren wir einige Solaranlagen.

Und in Lanome, einer Pfarrei, die 37 km von Bangassou entfernt gelegen ist, wurden heute Morgen, am 28. Februar, zwei Baustellen eröffnet: für die neue Kirche und für die Grundschule.

Bauen ist anspruchsvoll und teuer: Ein Sack Zement kostet in der Hauptstadt Bangui etwa 15 Euro, aber hier in Bangassou hat sich der Preis mehr als verdoppelt: Der gleiche Sack Zement kostet mehr als 35 Euro!

Aber die Göttliche Vorsehung ist großartig, und die Großzügigkeit vieler Menschen wird auch diese Träume wahr werden lassen!



Tokoyo


La Missione di Bangassou

La Missione di Bangassou

Lanome