Auf Wiedersehen, Italien (und Europa)
28. Oktober 2026
Gestern bin ich nach einigen sehr intensiven Wochen, die ich in Italien verbracht habe, wieder in die Zentralafrikanische Republik, nach Bangui, zurückgekehrt.
Ich durfte mit vielen Menschen die Messe feiern und beten und habe zahlreiche Menschen getroffen, die sich auf unterschiedliche Weise für die Zentralafrikanische Republik und Bangassou interessieren.
Es war keine besonders erholsame Zeit, aber das Wiedersehen mit der Familie, mit Freunden, Mitbrüdern und Gemeinden war eine Gnade und ein Geschenk.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Kanada kam ich am 28. September in Italien an, gerade rechtzeitig, um am nächsten Tag das Fest des Erzengels Michael, des Schutzpatrons von Cuneo, zu feiern.
Am 3. Oktober war ich zum traditionellen Treffen der Freunde der Missionen der Karmeliten in Arenzano.
In der folgenden Woche war ich zu Besuch in Rom. Auch hier gab es viele Treffen, sowohl für die Diözese als auch für die Zentralafrikanische Republik. Ich traf einen unserer Priester und zwei Seminaristen aus Bangassou, die in Rom studieren.
Maurizio Dischino, ein Freund, der beim Fernsehsender TV2000 arbeitet, interviewte mich im Vorfeld des Weltmissionstages. Hier ist der Link zum Interview: https://www.play2000.it/detail/96?episode_id=40481&season_id=65
Von Rom aus reiste ich weiter nach Padua, wo ein Priester aus Bangassou gerade ein Doktorat in Liturgiewissenschaft beginnt.
In der Woche darauf war ich in Paris. Hier hatte ich zwischen den verschiedenen Veranstaltungen zahlreiche Treffen mit Vereinen und Organisationen, die sich für die Zentralafrikanische Republik und Bangassou interessieren.
Bei einem Treffen mit Freunden aus dem französischen Nationalbüro von „Kirche in Not“ erfuhr ich, dass sie im November einige Gedenktage veranstalten werden, um der Glaubenszeugen zu gedenken, also derjenigen Priester, Katecheten, Bischöfe und Ordensleute, die ihren Glauben mit dem Leben bezahlt haben. Unter ihnen haben sie auch Abbé Crépin aufgeführt, der am 29. Juni in Zemio getötet wurde.
Apropos Zemio: Letzte Woche gab es eine gute Nachricht: Die von der Rebellenbewegung AAKJ gefangengenommenen Geiseln wurden nach zehnmonatiger Gefangenschaft freigelassen! Das ist eine gute Nachricht und das Ergebnis der harten Arbeit vieler Menschen, und wir hoffen sehr, dass dies den Weg für Frieden in der gesamten Region ebnet!
Am 14. Oktober bin ich aus Paris zurück nach Italien gefahren, und am Samstag, dem 17., war ich wieder in Arenzano, um Bruder Gerard, einen zentralafrikanischen Karmeliten, zum Diakon zu weihen. Ich war tief bewegt, denn ich hatte Gerard getauft, ihn zum ersten Mal ins Priesterseminar begleitet, und er hatte sein erstes Ordensgelübde in meine Hände abgelegt!
Am Freitag, d. 16. Oktober, war ich in Fossano, wo die Vigil im Vorfeld des Weltmissionssonntags gefeiert wurde, und am Sonntag habe ich die Messe in San Rocco Bernezzo gefeiert, einer kleinen Kirche, die voll war von Jungen, Mädchen und Familien.
Gerade in diesen Tagen strahlte der Fernsehsender der Katholischen Kirche in Frankreich, KTO, eine wunderschöne Dokumentation über Bangassou und meine Mission aus. Bislang ist sie nur auf Französisch verfügbar, aber wir suchen nach Fernsehsendern, um eine Fassung auf Italienisch, Spanisch und in weiteren Sprachen zu produzieren. Hier ist sie:
Diese Zeit diente auch dazu, einen Container mit Material für den Versand nach Bangassou vorzubereiten. Dank der Großzügigkeit zahlreicher Menschen sowie Spenden und Preisnachlässen einiger Firmen ist das Projekt bereits weit fortgeschritten.
Der Verein „Amici di Padre Aurelio.odv“ ist nun bereit, den Container zu beladen und ihn voraussichtlich Mitte November auf den Weg zu schicken!
Es war eine Zeit der Begegnungen, des Gebets, der Zeugnisse, der Zuneigung und der Aufmerksamkeit für Bangassou und die Zentralafrikanische Republik.
Vielen Dank an alle!
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