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Montag, 18. November 2024

Noch ein neuer Bischof

 

 

 

 

Noch ein neuer Bischof

Ich bin ein bisschen spät dran mit dem Blog, weil die Internetverbindung in Bangassou immer Probleme macht, aber auch, weil ich ein wichtiges Ereignis hinzufügen wollte: die Weihe eines neuen Bischofs in der Zentralafrikanischen Republik.

Gestern Abend kam ich aus Kaga Bandoro zurück, einer kleinen Stadt im Zentrum des Landes, 350 km von Bangui entfernt, wo die Weihe des neuen Bischofs stattfand.

Der Plan war eigentlich gewesen, am Donnerstag nach Bangui zu fliegen, aber der Flug wurde erst gestrichen und dann auf Freitag verschoben. So konnte ich am Samstagmorgen nach Kaga Bandoro fahren.

Die Straße ist gut, abgesehen von etwa 50 km Asphalt, wo die Schlaglöcher zahlreich (und gefährlich) sind. Nach den ersten 200 km Asphalt ist der Rest aus gestampfter Erde und ziemlich gut erhalten.

Wir kamen gegen 15.30 Uhr in Kaga Bandoro an, und rund um die Kathedrale herrschte großes Gewimmel wegen der Weihe des neuen Bischofs Victor Hugo Carrillo Matarrana. Der in Costa Rica geborene Combonianerpater ist seit vielen Jahren in der Zentralafrikanischen Republik tätig. Ihm wurde diese Diözese anvertraut, nachdem Bischof Tadeusz Kusy plötzlich verstorben war.

Nach und nach trafen die anderen Bischöfe ein: Bei einem solchen Ereignis schart sich die gesamte Bischofskonferenz um den neuen Bischof, so wie sie es vor einigen Monaten bei mir getan hat!

Alles war gut organisiert, trotz der vielen eintreffenden Gäste (Bischöfe, Priester, Freunde, Familienmitglieder des neuen Bischofs) und der unvorhergesehenen Ereignisse.

Nach dem Abendessen unterhielten wir Bischöfe, Pater Victor Hugo und Pater Mimmo, der Sekretär der Nuntiatur, uns.

Sonntag, d. 17.,war der große Tag.

Ich erlebte ihn freilich mit sehr intensiven Gefühlen: Die Erinnerung an meine eigene Weihe ist noch sehr frisch! Und ich kenne Pater Victor Hugo schon seit mehr als 25 Jahren.

Die Feier fand im Freien im Schatten einiger großer Bäume statt. Der Festplatz war mit einem großen Zelt überdacht, und weitere Zelte standen für die Gäste bereit.

Trotz der großen Menschenmenge (5.000 oder 6.000 Teilnehmer!) war die Liturgie sehr schön und intensiv.

Zu Beginn wurde die Bulle (Brief) von Papst Franziskus zur Ernennung von Pater Victor Hugo zum Bischof von Kaga Bandoro verlesen. Nach der Verlesung des Wortes Gottes hielt Kardinal Nzapalainga eine schöne Predigt auf Französisch und Sango.

Und dann begann der stärkste Teil der Feier. Der Kardinal stellte ein paar Fragen an den Weihekandidaten, der sie öffentlich beantwortete und sich bereit erklärte, diese Aufgabe zu übernehmen. Dann legte dieser sich auf den Boden, während die ganze Versammlung für ihn betete und den Heiligen Geist auf die Fürsprache der Heiligen anrief.

Dann legten wir Bischöfe ihm schweigend die Hände auf, und der Kardinal verlas das Weihegebet, während ein geöffnetes Evangeliar über dem Kopf des zu Weihenden gehalten wurde.

Fast war es geschafft: Nach der Salbung mit Chrisamöl folgten die „sichtbaren“ Riten: der Ring, ein Zeichen der Verbundenheit des Bischofs mit seiner Diözese, die Mitra und der Bischofsstab.

Und schließlich wurde er zur „Kathedra“ begleitet: dem Sitz, von dem aus er zelebriert und der seine Mission repräsentiert, das Volk Gottes zu führen und zu heiligen. Und alle Priester der Diözese zusammen mit Vertretern aller Gemeinden kamen, um ihn zu grüßen: Er ist nun wirklich der neue Bischof von Kaga Bandoro!

Die Messe ging weiter mit den schönen Momenten der Gabenprozession (es kam sogar eine Kuh!), der Kommunion und dem Segen des neuen Bischofs, der segnend und grüßend durch die Gemeinde ging.

Die Messe endete gegen 12.30 Uhr: Sie dauerte vier Stunden, die aber wie im Flug vergingen!

Es gab natürlich ein Mittagessen, für ich weiß nicht, wie viele Hunderte von Gästen.

Und dann machten wir uns gegen 14 Uhr auf den Weg, und kamen um 20 Uhr in der Dunkelheit in Bangui an.

Aber nach diesem schönen Tag ist es in der Kirche in der Zentralafrikanischen Republik sehr hell!

 

 

 

La chiesa di Sibut
L'eglise de Sibut








L'offertorio
L'offertoirr







 


Freitag, 8. November 2024

Heilige, Verstorbene und anderes

 


Heilige, Verstorbene und anderes
 
Die ersten Tage im November sind von zwei schönen Momenten geprägt: dem Fest Allerheiligen und dem Totengedenken an Allerseelen.
 
Hier in Bangassou gibt es ein paar Dutzend Meter von der Kathedrale entfernt einen schönen Friedhof, auf dem in Frieden und im Schatten der Teakbäume und des nahen Waldes einige Missionare und Priester von Bangassou zusammen mit vielen anderen Verstorbenen ruhen.
In diesen Tagen sind Javier, der Bruder von Bischof Aguirre, Pablo, sein Neffe, und Alfredo, ein ausgezeichneter Elektriker, hier in Bangassou.
 
Sie sind sehr engagiert, vor allem in der 'Stiftung Bangassou', die seit Jahren die soziale Arbeit der Diözese unterstützt.
 
Sie sind sehr sympathisch und aktiv und kommen mit vielen Ideen (und ausgezeichnetem Schinken, jamon iberico!). Sie besuchen die nächstgelegenen Missionen, einige Schulen, die „Häuser der Hoffnung“, in denen ein paar Dutzend ältere Menschen leben, die bedroht werden, weil sie fast alle der Hexerei beschuldigt werden, und auch das Projekt „Maman Tongolo“ („Mutterstern“), das hier in der Nähe der Kathedrale mehr als 40 Waisenkinder aufnimmt und weitere 350 in der Stadt,
 
Erst vor ein paar Tagen ist Jypsie angekommen, ein erst wenige Wochen altes Mädchen, das seine Mutter verloren hat, die kurz nach der Geburt gestorben ist.
 
Am Sonntag, d. 3. November, wurde der neue Pfarrer der Kathedrale, Abbé Honoré Zonon, in sein Amt eingeführt. Der Kathedralpfarrer arbeitet in besonderer Weise mit dem Bischof zusammen, der ihn mit der Betreuung der Gläubigen der Pfarrei betraut.
 
Es war eine schlichte und schöne Zeremonie, und die Kirche war voll von Gläubigen.
In den folgenden Tagen begleitete ich die spanischen Freunde und vor allem den Elektriker, um einige Missionen und Häuser zu besuchen und die Solaranlagen zu überprüfen. Viele sind defekt, und es wird viel Arbeit und Material (Batterien, Kabel, Wechselrichter...) kosten. Wir versuchen zu reparieren, was wir können, aber wenn etwas fehlt oder etwas zu reparieren ist, ist der nächste Baumarkt 750 km entfernt und nicht einmal gut bestückt!
 
Ich begleitete sie nach Lanommé, Nyakari, ins Krankenhaus und in zwei Pfarrgemeinden in Bangassou und wir versuchten, etwas zu reparieren.
 
Der Plan war eigentlich gewesen, dass sie heute von Bangassou und morgen von Bangui abreisen würden, aber gestern wurde der Flug von Bangassou gestrichen. In Panik suchten sie nach einer Möglichkeit, in die Hauptstadt zu kommen, und fanden schließlich für heute einen Flug mit der MINUSCA.
 
So weit weg und isoliert zu sein, macht das Leben etwas schwieriger, und wir brauchen das Gebet, die Zuneigung und auch die praktische Hilfe vieler Menschen. An all dem mangelt es nicht, und die „Stiftung Bangassou“ tut schon seit Jahren sehr viel.
 
Es ist an der Zeit, dass wir auch in Italien aktiv werden und eine Gruppe, einen Verein oder eine Stiftung gründen, um Bangassou zu unterstützen und Möglichkeiten für Entwicklung, Bildung und Gesundheitsversorgung zu schaffen. Seid Ihr bereit, mitzuhelfen? Dann schreibt mir an: p.aurelio.vescovo@gmail.com und los geht's!
 

Jypsie, accolta da Mons Aguirre e da Suor Yolande
Jypsie, accueillie par Mgr Aguirre et soeur Yolande






 

Il centro per gli orfani Maman Tongolo
Le centre des orphelins Maman Tongolo
 

 

 

L'albero jacki con i suoi frutti
L'arbre jacki et ses fruits
In piroga sul fiume Mbomou
Balade en pirogue sur le fleuve Mbomou

 

 

 

La partenza
Le départ

 

 

Freitag, 1. November 2024

Nach den „schönen“ Straßen ein Flug nach Bangui und zurück

 



Nach den „schönen“ Straßen ein Flug nach Bangui und zurück

Heute feiern wir Allerheiligen: ein wunderschönes Fest, das uns nicht nur dabei hilft, uns an alle bekannten und unbekannten Heiligen zu erinnern, sondern auch daran, wer wir sind und wozu wir berufen sind. Im Französisch heißt es im Hymnus der Laudes: „Aujourd'hui l'univers mets sa robe de gloire“ (Heute kleidet sich das Universum in Herrlichkeit).

Letzten Mittwoch war ich aus Zemio zurückgekehrt und flog am nächsten Tag nach Bangui. Ich habe deshalb das Flugzeug genommen, weil die Straße nach Bangui sehr, sehr schlecht ist und die Fahrt mehrere Tage dauern würde.

Die UNO bietet derzeit Flüge im Land an. Dieser Service ist humanitären Helfern vorbehalten und muss bezahlt werden. Ein Hin- und Rückflug Bangassou - Bangui ist sehr teuer (etwa 500 Euro). Aber in manchen Fällen ist dies die einzige Möglichkeit zu reisen!

Der Direktflug dauert eine Stunde und zwanzig Minuten. Aber das Flugzeug legt oft in mehreren Städten Zwischenlandungen ein, um die Kosten zu optimieren und mehr Passagiere und Fracht ein- und ausladen zu können. Der Hinflug war direkt, aber auf dem Rückflug wurde in Bambari und Bria zwischengelandet, bevor wir in Bangassou landeten.

Die Zeit in Bangui ist immer kurz: ein paar Einkäufe und Besorgungen, aber vor allem viele Treffen und Besuche.

So konnte ich unsere Seminaristen aus Bangassou besuchen, die nach der Sekundarschule in die interdiözesanen Seminare nach Bangui gehen. Derzeit sind es 33: von Gymnasiasten über junge Männer im Propädeutikum bis hin zu Theologiestudenten.

Am Montagmorgen kehrte ich nach Bangassou zurück und konnte so gestern, am 31. Oktober, Bischof Aguirre begrüßen, der zusammen mit seinem Bruder Javier, seinem Neffen Pablo und Alfredo, einem Elektriker, der als Freiwilliger hergekommen ist, aus Spanien zurückgekehrt war.

Und schon geht's wieder los!

 







L'arrivo di Mons Aguirre a Bangassou
L'arrivée de Mgr Aguirre à Bangassou



Freitag, 25. Oktober 2024

Weltmissionstag 2024

 

Weltmissionstag 2024

Der Monat Oktober ist den Missionen gewidmet: dem, was der ganzen Kirche in allen Breitengraden gemeinsam ist, nämlich der Verkündigung des Evangeliums. Er ist auch denjenigen gewidmet, die in allen Breitengraden und an den unterschiedlichsten Orten die Schönheit und Freude des Christseins verkünden.

Der letzte Sonntag im Oktober ist der Weltmissionstag, der noch einmal in besonderer Weise den Missionen und den Missionaren gewidmet ist.

Und auch ich versuche, keinen schlechten Eindruck zu machen!

Am Dienstagmorgen feierte ich die Messe in der Kathedrale hier in Bangassou. Die Kirche war mit mehr als 1.300 Kindern aus der von Ordensschwestern geleiteten Grundschule gefüllt. Es herrschte große Freude und viel Lärm, aber es war schön, diese Gesichter, dieses Lächeln zu sehen und die Kinder auf ihrem Bildungsabenteuer zu begleiten.

Kurz darauf machte ich mich auf den Weg nach Zemio, einer Missionsstation, die 300 km östlich von Bangassou gelegen ist. Ich habe mich entschieden, das Auto zu nehmen und nicht das Flugzeug. Ich wusste, dass es viel anstrengender sein würde, aber so konnte ich diese Gegend besser kennenlernen und die Schwierigkeiten der Priester und Menschen, die in Zemio leben und arbeiten, teilen.

Wir befinden uns noch in der Regenzeit und die Straße war schrecklich: Auf dem Hin- und Rückweg sind uns drei Motorräder und drei Lastwagen begegnet... und keine Autos. Ein Affe überquerte unsere Straße und sprang im Wald von Ast zu Ast.

Als ich meinen Priestern erzählte, dass ich mit dem Auto fahren wollte, ermutigten sie mich und sagten, dass ich auf diese Weise die Straße „segnen“ würde und die Leute Mut fassen würden.

Also fuhren wir um 10 Uhr los und kamen nach 150 km um 16 Uhr in Rafai, der Mission der Franziskaner, an.

Am Mittwoch war die Reise mit Schlamm, Schlaglöchern und eingestürzten Brücken schwieriger. Aber wir schafften die 150 Kilometer recht gut und kamen um 17 Uhr in Zemio an, wo wir von den Pfadfindern empfangen wurden, die uns die letzten zwei Kilometer zur Kirche eskortierten, wo wir den Pfarrer Abbé Gervais, den Vikar Abbé Crepin und den Seminaristen Medard trafen.

Inzwischen war es dunkel geworden, aber die Freude über die Ankunft des Bischofs war groß!

Die Leute waren aus den Dörfern gekommen (sogar aus dem 130 Kilometer entfernten Djema), um drei Tage lang Katechese zu halten und zu beten. Außerdem spendete ich am Sonntag in einer überfüllten Kirche 77 Jungen und Mädchen das Sakrament der Firmung.

Das Leben in Zemio ist sehr schwierig. Ein Liter Benzin kostet mehr als 5 Euro, ein Sack Zement 75 Euro. Die Entfernung von Bangui (1.050 Kilometer), die zerstörten Straßen und der Krieg haben die Bevölkerung hart getroffen. Die Menschen blicken aber trotz allem mit viel Zuversicht und Mut in die Zukunft.

In der Stadt gibt es Zentralafrikaner, die von Wagner (der russischen Söldnerkompanie) angeworben wurden. Sie sind ehemalige Rebellen (und einige sind es immer noch) und verhalten sich den Menschen gegenüber respektlos und sehr arrogant...

Am Samstagabend hörten wir schlimme Schüsse: Später erfuhren wir, dass es die Söldner waren, die die Rückkehr ihrer Kameraden „feierten“.

In den vergangenen Wochen hatten sie einige Aktionen durchgeführt und sogar Menschen getötet, die sie für gefährlich hielten. Das hat zu großen Spannungen geführt, und auf dem Weg sah ich Dörfer, die Ende Juli noch von mehr als tausend nomadischen Peuls (Fulani-Viehhirten) bewohnt wurden und jetzt völlig verlassen sind...

Von Donnerstag bis Dienstag traf ich mich mit den Firmlingen, die sehr aufmerksam und gut vorbereitet waren, sowie mit den Katecheten und den Gemeinden. Ich begrüßte den muslimischen Imam, der mir die schwierige Situation, in der sie leben, schilderte....

Am Sonntag, dem Tag der Firmung, war die Feier sehr schön und intensiv. Am Ende brachten die Gemeinde und die Bewegungen einige Geschenke für den Bischof mit, darunter einen Speer und einen handgeflochtenen Liegestuhl für meine Pause (ich fürchte, dass er, obwohl er aus Holz ist, rosten wird, bevor ich ihn benutze!).

Auch dort gibt es die Missionsschulen, die Grund- und weiterführenden Schulen.

Und auch hier gibt es viel zu tun und zu finanzieren: das Innere der Kirche muss gestrichen werden, Böden und Türen der Klassenzimmer müssen gemacht werden, die Flüchtlinge brauchen Hilfe... Die Vorsehung ist großartig, und wir werden nach und nach etwas tun!

Am Montagnachmittag machten wir uns auf den 20 Kilometer langen Weg nach Tamboura, um die Dörfer entlang dieser Straße zu besuchen und mit ihnen zu beten.

Am Dienstagmorgen brachen wir um 9 Uhr auf, nachdem wir uns mit den verschiedenen Gemeinderäten getroffen hatten, und hofften, im 150 Kilometer entfernten Rafai anzukommen

Wir kamen am Bac (Fähre) in Dembia an, überquerten den Fluss und fuhren weiter. Doch kurz darauf blieb ein Lastwagen im Schlamm stecken und versperrte uns den Weg. Wir versuchten eine Umleitung zu nehmen, aber auch wir blieben stecken, und zwar von 14  bis 21.30 Uhr!

Und natürlich begann es zu regnen! Das Gute daran war, dass uns die Mücken und die anderen Insekten während des Regens eine Stunde lang in Ruhe ließen....

Abbauen, anheben, ausgraben, die Bretter legen, wieder anfangen, wieder zusammenbauen, wieder anschrauben, die Bretter wieder legen, wieder anfangen! Am Ende haben wir mehr als sieben Stunden gebraucht, um etwa 20 Meter zu schaffen!

Und so kamen wir um Mitternacht in Rafai an: Wir brauchten für 150 Kilometer mehr als 15 Stunden. Ich versuchte, den Schlamm von meinen Füßen und Händen zu bekommen, und fiel dann in den Schlaf.

Um 6 Uhr morgens feierte ich die Messe mit Bruder Norman, einem polnischen Franziskaner, und gegen 7 Uhr brach ich auf, um die letzten 150 Kilometer zurückzulegen. Und schließlich kamen wir um 14.30 Uhr in Bangassou an!

Heil, gesund und glücklich! Das Missionsleben ist sehr schön!



Il fiume a Rafai
Le fleuve à Rafai


Foglie di manioca per il pranzo
Feuilles de manioc pour le repas





Scuola elementare, Zemio
Ecole élémentaire, Zemio

Tamboura


Villaggi abbandonati, vicino a Dembia
Un village abandonné par les Peuls, près de Dembia




Donnerstag, 10. Oktober 2024

Zurück in Afrika

 

 

 


Zurück in Afrika

Ich bin jetzt am Flughafen von Addis Abeba und warte auf den Flug nach Bangui (Zentralafrikanische Republik).

Ich bin gestern Morgen in Cuneo aufgebrochen, nachdem ich mit den älteren Priestern der Diözese die Messe gefeiert hatte, und habe dann den Zug genommen, mit dem ich am Nachmittag in Rom ankam. Nach dem sechsstündigen Nachtflug fliege ich nun nach Bangui, wo ich in drei Stunden, also gegen 12 Uhr mittags, ankomme. Und morgen werde ich, wenn alles gut geht, nach Bangassou weiterreisen.

Ich kehre nach Bangassou zurück, nachdem ich fast einen Monat in Italien verbracht habe: zuerst bei der Fortbildung für die neuen Bischöfe und dann bei verschiedenen Treffen in Cuneo, Arenzano und Mailand.

Es war eine Gelegenheit, sehr viele Menschen zu treffen und über die Zentralafrikanische Republik und Bangassou zu sprechen, über die Hoffnungen und Träume, die Afrika in sich trägt und hütet wie ein großer Brutkasten.

Ich erlebe immer so viel Aufmerksamkeit und Verständnis.

In einer Welt wie der heutigen, die so angespannt und hoffnungslos ist, ist die Mission einer der schönsten Orte, an dem sich Gottes Liebe verkörpert und die Wüste zum Blühen bringt.

Und wenn die Wüste blüht, wird auch der Rest der Welt blühen!



Cuneo, Cuore Immacolato

Roma, Colosseo

Addis Abeba