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Freitag, 22. November 2019

Ciao, Pater Nicola!





Ciao, Pater Nicola!
In diesen Tagen ist ein weiterer der Gründer unserer Mission von uns gegangen: Pater Nicola.
Ich ziehe es vor, Pater Saverio, unserem Provinzoberen, das Wort zu überlassen, der eine kurze biografische Notiz geschrieben hat: „Gestern, am Montag, d. 18. November 2019, hat der Herr die Seele Pater Nicolòs zu sich gerufen. Er war erst am Vortag ins Krankenhaus von Voltri eingeliefert worden, und sein Zustand erwies sich aufgrund einer Niereninsuffizienz und Herzproblemen sogleich als sehr ernst.
Pater Nicolò von Jesus und Maria (Francesco Ellena) wurde am 3. November 1923 in der Provinz Cuneo in Rossana in der Nähe von Saluzzo geboren. Daher hatten wir kürzlich mit der Gemeinschaft von Arenzano, in der er zuletzt lebte, seinen 96 Geburtstag gefeiert.
Er trat in das Noviziat des Klosters „Monte Carmelo“ in Loano ein und legte seine erste Profess am 8. September 1941 ab. Nach seinem Studium in Genua schloss er sein Theologiestudium in Rom ab, wo er am 22. Mai 1948 zum Priester geweiht wurde.  Zusammen mit ihm wurden fünf weitere Ordensmänner unserer Provinz geweiht, die ihm bereits in das Himmlische Jerusalem vorangegangen sind: P. Angelico, P. Camillo, P. Ignazio, P. Leopoldo und P. Girolamo.
Pater Nicola war ein wahrer theresianischer Missionar, der begeistert davon war, das Evangelium Christi denen zu verkünden, die es noch nicht kannten. Aus dieser Motivation heraus erklärte er sich als sehr junger Mann, als unsere Provinz noch keine richtige Mission hatte, dazu bereit, nach Japan zu gehen und dort an der Mission mitzuwirken, der er sieben Jahre lang (von 1951 bis 1958) seine jungen Kräfte widmete. 
In die Ordensprovinz zurückgekehrt, lebte er einige Zeit im Kloster von Loano und wurde dann nach Deserto di Varazze und schließlich in die Pfarrei St. Petrus in Savona versetzt.
Aber der Ruf der Mission war in seinem Herzen immer lebendig und ließ ihn sofort bereit und verfügbar sein, um in die Zentralafrikanische Republik aufzubrechen, als unsere Provinz sich 1971 dafür entschieden hatte, dort eine Mission zu gründen. Von da an blieb Pater Nicola mehr als 40 Jahre auf dem afrikanischen Kontinent. Sein Name ist vor allem verbunden mit der Gründung und dem Aufbau der Pfarrei von Bossentelé. Es waren lange Jahre der einfachen seelsorglichen Tätigkeit, demütig, aber konstant, in Zusammenarbeit mit den Turiner Karmelitinnen der heiligen Teresa.
An der Schwelle zu seinem 90. Lebensjahr kehrte er nach Italien, nach Arenzano, zurück, aber nicht, um sich auszuruhen, sondern um sich mit derselben Begeisterung wie immer dem Beichtdienst zu widmen. Er wurde trotz seines Alters nie müde.  So befand er sich auch gerade im Beichtstuhl, als er im März des vergangenen Jahres eine Ischämie erlitt, die den Anfang eines langsamen, aber unaufhaltsamen körperlichen Verfalls markierte. Von seinen Mitbrüdern wurde er bis zum letzten Augenblick liebevoll gepflegt. Die lebhafteste Erinnerung, die ich an diese letzte Zeit habe, ist seine innere Haltung während der Eucharistiefeier, an der er mit wahrer und tiefer Andacht teilnahm.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 21. November, um 14 Uhr im Heiligtum von Arenzano statt. In der Zentralafrikanischen Republik, wo ich mich zur Zeit zu einem Besuch befinde, haben wir diese letzten Tage mit unserem Gebet begleitet, und Pater Aurelio versucht, für den 6. Dezember ein Seelenamt in Bossentelé zu organisieren.“
Ciao, Pater Nicola! Geh in Frieden nach so vielen Jahren der Arbeit!












Samstag, 16. November 2019

Heimkehr






Heimkehr
Hier bin ich also wieder in Bozoum!
Nach einem Monat in Italien habe ich mich am 11. November wieder auf den Weg gemacht, um in die Zentralafrikanische Republik zurückzukehren. Um zwei Uhr nachts läutete der Wecker, und dann ging es zum Flughafen von Turin. Meine Schwester Marisa und unser Freund Paolo begleiteten mich. Nach einem langen, liebevollen und bewegten Abschied begab ich mich zum Boarding. Um 6:25 Uhr startete der Flug in Turin, und gegen 7:30 Uhr landeten wir in Rom. Von dort ging die Reise mit einer kleinen Verspätung wegen des Regens gegen 11:30 Uhr weiter, und um 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit (20 Uhr Ortszeit) landete ich in Nairobi in Kenia. Ich übernachtete dort, um am nächsten Tag, am Dienstagmorgen, pünktlich wieder aufzubrechen. Und nach einem dreistündigen Flug kam ich um 8:40 Uhr in Bangui an. In Bangui traf ich meine Gemeinschaft, aber auch noch ein paar andere Freunde: In diesen Tagen kamen einige Patres aus anderen französischsprachigen Ländern Afrikas zu einer Sitzung. Es handelte sich um Mitbrüder aus dem Kongo, von der Elfenbeinküste, aus Burkina Faso, Kamerun und Nigeria.
Am Mittwochmorgen machten wir uns auf den Weg nach Bouar, wo wir am Nachmittag nach 450 Kilometern und rund 10 Stunden Fahrt eintrafen.
Am Donnerstagmorgen begann die Sitzung der Patres aus den französischsprachigen Ländern Afrikas, und ich verabschiedete mich und verließ sie, um endlich nach Bozoum zurückzukehren. Ich begegnete der Gemeinde, den Schwestern, Kindern, Lehrern und so vielen anderen Menschen.
In diesen Tagen sind wir dabei, ein großes Ereignis vorzubereiten: den Abschluss des 40. Jubiläums des Bestehens der Diözese Bouar, der vom 21. bis zum 24. November in Bozoum stattfindet. Es ist schon bald, und es muss alles vorbereitet werden, um die Vertreter der zwölf Pfarreien der Diözese zu empfangen.
Frohes Schaffen und willkommen zurück zu Hause!



Arrivo e accoglienza a St.Elie (Bouar)
Arrivée et accueil à St.Elie (Bouar)
 









Samstag, 9. November 2019

Eine große Welt, eine kleine Welt



Cuneo
Eine große Welt, eine kleine Welt
Nach fast einem Monat bin ich wieder zurück mit dem Blog.
Am Montag, d. 11., mache ich mich auf den Rückweg in die Zentralafrikanische Republik, die ich vor einem Monat verlassen habe.
Die Zeit vergeht schnell, sehr schnell. Manchmal zu schnell.
Aber ich danke Gott für diese Wochen, die ich in Europa verbracht habe, und besonders für die vielen wunderbaren Menschen, die ich getroffen habe.
Der Missionsmonat Oktober hat es mir gestattet, etwas über die Wunder, die Gott in der Zentralafrikanischen Republik wirkt, zu sagen, zu erklären und zu erzählen.
Es gab viele Begegnungen. Viel Aufmerksamkeit und Anteilnahme.
Auch in einer Welt, die gleichgültig und zynisch zu sein scheint, gibt es noch viel Aufmerksamkeit für den anderen und das andere, für die Mission, für Afrika, die Schulen, die Bildung, den Schutz der Schöpfung, die Entwicklung und die menschliche Würde.
In diesen Wochen war ich auch ein bisschen bei meiner Familie (meine Mutter ist 92!) und ich konnte mich an der warmherzigen Freundschaft der Diözese, der Pfarrei und der Mitbrüder meiner Ordensprovinz erfreuen.
Es tut mir leid, dass ich es nicht geschafft habe, alle zu besuchen, aber ich habe mein Möglichstes getan.
Aber ich bin auch ziemlich viel gereist: Cuneo, Mailand, Ferrara, Bologna, Pegognaga, Cassina Amata, Rovigo. Und dann nach Prag und Rom.
Es ist ein großer Trost und eine Ermutigung, den Respekt so vieler Menschen, ihre Begeisterung für die Arbeit, die wir in der Zentralafrikanischen Republik leisten, ihre Sorge wegen der Gefahren, aber auch ihre Freude am Evangelium, ihren Willen zum Frieden und ihre Liebe zu sehen, die das Herz erwärmen.
Es ist schön, sich geliebt und ermutigt zu fühlen, es ist schön, Teil der großen Familie zu sein, die der Karmel, die Kirche und die Menschheit ist.
Wer glaubt, ist nie allein!



Bocca di Magra


Cuneo

Cuneo

Praga
Prague
Praha




Roma





Donnerstag, 10. Oktober 2019

Getauft und gesandt






Getauft und gesandt
Wir haben den außerordentlichen Missionsmonat am  Sonntag, d. 6. Oktober, mit einer schönen Messfeier begonnen.
Die erste Messe um 6.30 Uhr war in der Kapelle der heiligen Teresa. Aber um dahin zu gelangen, musste ich auf einer „Straße“ fahren, die vom Regen in diesen Tagen überschwemmt war. Es war ein Regen, der uns auch einen schönen Regenbogen über der Pfarre schenkte.
Und gerade in diesen Tagen verabschiede ich mich von Bozoum mit den verschiedenen Baustellen, auf denen gearbeitet wird. Die Radiostation ist schon fertig und wir beginnen gerade, die Kapelle in Bokongo zu bauen.
 Ich breche für einige Wochen nach Italien und Europa auf.
Es wird eine andere Weise sein, Mission zu leben mit dem Versuch zu vermitteln, wie schön das Leben ist, wenn man dem Geschenk des Glaubens, dem Geschenk Christi, Raum gibt.
Gute Reise!



Radio Bozoum



la "strada" per andare alla cappella Santa Teresa, Bozoum
La "route" pour aller à la chapelle sainte Thérèse à Bozoum



le fondamenta della cappella di Kokongo
les fondations de la chapelle de Bokongo



Donnerstag, 3. Oktober 2019

Das Fest des Erzengels Michael 2019




Das Fest des Erzengels Michael 2019
Wie meine Heimatstadt Cuneo hat auch Bozoum den heiligen Erzengel Michael als Patron.
Der Erzengel Michael kämpft wie der heilige Gabriel und der heilige Raffael für Gott und für uns gegen die Dämonen. Und so wird er oft mit einer Rüstung und mit einem Schwert, mit dem er den Teufel tötet, dargestellt.
Der heilige Michael ist seit 1927 der Patron von Bozoum, als die ersten Missionare ( Pater Bonvalet, ein französischer Spiritaner, und sein Katechet Joseph Mondjiao aus Mbaiki) in Bozoum ankamen.
Wie in jedem Jahr begehen wir das Fest Ende September sehr feierlich. Das Fest, dem einige Tage der Vorbereitung vorausgehen, vereint Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Am Samstagnachmittag haben wir eine kleine, aber schöne Prozession mit der Statue des heiligen Michael gemacht. Wir haben auf den Straßen der Stadt gesungen und gebetet und noch einmal Bozoum unter den Schutz des heiligen Patrons gestellt.
Am Sonntagmorgen haben wir eine sehr feierliche Messe mit Gesängen, Tänzen und einer schönen Atmosphäre des Gebets gefeiert.
Zu dieser Gelegenheit hatte ich Pater Marcello eingeladen, der mehr als 16 Jahre lang Pfarrer von Bozoum war, und Pater Maurice, der in Bozoum zur Welt kam.
Gerade in diesen Tagen feiern wir die Jahrestage ihrer Profess ( der ewigen Gelübde als Ordensleute): 50 Jahre für Pater Marcello, 25 Jahre für Pater Maurice.
Am nächsten Tag waren wir mit ihnen in Bouar, wo wir diese Jubiläen mit unseren Mitbrüdern, mit den Seminaristen, mit Ordensmännern und Ordensfrauen und mit dem Bischof gefeiert haben.
Am Dienstag, d. 1. Oktober, trafen wir uns um 6 Uhr morgens in der Kathedrale, weil es aus verschiedenen Gründen ein sehr wichtiger Tag war:
  1.  Es ist das Fest der heiligen Therese von Lisieux, der Patronin der Missionen. Sie starb mit 24 Jahren, war mit 15 Jahren in das Kloster eingetreten und hat ihr Kloster niemals verlassen! Aber sie lebte die Liebe, die sie von Gott erhielt, und ihre Liebe zu ihm so intensiv, dass sie mit ihrem Leben das herausschrie, was sie schrieb:“ Ich möchte die Welt durcheilen, deinen Namen verkünden und dein glorreiches Kreuz in den Heidenländern einpflanzen. Aber, mein Vielgeliebter, eine einzige Mission würde mir nicht reichen: Ich möchte das Evangelium auf allen Erdteilen und bis zu den entferntesten Inseln gleichzeitig verkünden…Ich möchte Missionarin nicht nur für einige Zeit sein, sondern ich möchte es von der Erschaffung der Welt bis zum Ende der Zeit gewesen sein.“
  2. Es ist der Beginn des außerordentlichen Missionsmonats, den Papst Franziskus für die ganze Kirche ausgerufen hat.
  3. Es ist der Monat der Pastoralversammlung, der Priester, Schwestern, Katecheten und Laien für zwei Tage des Austausches und des Nachdenkens vereint.  
Während der Messe hat mich etwas ganz besonders berührt: Im Augenblick der Fürbitten erklangen verschiedene Sprachen: Sango, Französisch, Polnisch, Englisch, Italienisch. Es ist schön, die Universalität  der Kirche zu sehen ( „Katholisch“ heißt wirklich „universal“) und das Engagement der vielen Männer und Frauen, die die Freude des Evangeliums in die ganze Welt tragen.

Festa di San Michele
Fete de St.Michel









P.Maurice e p.Marcello con il Vescovo


Sessione pastorale della diocesi di Bouar
Session pastorale du diocèse de Bouar