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Freitag, 6. Januar 2017

Das Neue Jahr!





Das Neue Jahr!
 
So ist nun also auch das alte Jahr 2016 dahingegangen, und wir befinden uns in einem schönen ganz neuen Jahr! In Bozoum haben wir es ruhig, aber mit Freude, begonnen. Am 31. Dezember haben wir um 17 Uhr die Eucharistie gefeiert, um Gott für alles das zu danken, was wir erlebt haben, und vor allem dafür, dass Er uns immer getragen hat!  Wir haben zusammen mit den Schwestern zu Abend gegessen, und nach einem schönen Film sind wir gegen 22 Uhr zu Bett gegangen. Und es scheint so, als habe das Neue Jahr auch ganz ohne unsere Unterstützung angefangen!
Hier in Bozoum haben die meisten Leute die Nacht tanzend, singend und feiernd begonnen. Es fehlten auch nicht die Schüsse, die glücklicherweise keine Schäden verursacht haben (und der Vorteil ist, dass dabei Munition und anderes verschwendet wurde, was sonst für gefährlichere Ziele genutzt werden könnte…)
Am Sonntag, den 1. Januar, haben wir uns wieder zur Feier der Messe in der Kirche versammelt, und ein paar Tage lang hörte man überall den Ruf „Buon Annéeeee“ (gutes Neues Jahr).
 
Am Montagmorgen bin ich in Richtung Norden aufgebrochen, um die anderen Missionsstationen zu besuchen, wo vor allem die Kapuziner tätig sind. Das ganze Gebiet wird von bewaffneten Banden heimgesucht, und es gibt große Spannungen (zwei Tage nach unserer Durchreise ist 30 km von Bocaranga entfernt ein Blauhelm getötet worden…). Als wir an der Barriere von Bocaranga ankamen, fanden wir dort die Gendarmen zusammen mit den Antibalaka-Rebellen vor… In Ndim sagten mir die Schwestern, dass die Leute große Angst hätten und nicht einmal mehr ins Krankenhaus gehen würden…  Abends bin ich im 205 Kilometer von Bozoum entfernten Ngaundaye eingetroffen. Dort habe ich Pater Piotr getroffen, der mir sagte, dass die Aktivitäten wegen der Rebellen nahezu zum Stillstand gekommen sind. Er selbst konnte nicht die Weihnachtsmesse in den Dörfern feiern, weil die Rebellen es nicht  erlaubt haben. Ich habe auch die Schwestern getroffen, darunter eine Landsmännin, Schwester Renata Dutto aus Vinadio: So wurde die Unterhaltung auf Französisch, Piemontesisch und Polnisch gehalten… Ich habe auch die Landwirtschaft von Bruder Francesci besucht, einem 84jährigen Kapuziner, der am Stock geht (aber wenn er auf den Feldern ankommt, lässt er den Stock weg und rennt fast!). Seit Jahren beschäftigt er sich, unter anderem, auch mit der Veredlung von Obstbäumen und hat mehr als 30 Mangosorten selektioniert!
Am nächsten Morgen sind wir zurückgefahren und haben unterwegs Halt in Ndim gemacht, wo gerade die Schulen wiedereröffnet wurden. Auch hier sind die Lehrer im September von der Hilfsorganisation SIRIRI aus Prag im Rahmen des Projektes „Spielend lernen“ weitergebildet worden. Ich habe in den Grundschulklassen vorbeigeschaut und konnte feststellen, dass die Kinder beginnen, in Sango zu lesen und zu schreiben.
Gegen 19:30 Uhr sind wir nach 410 Kilometern auf katastrophalen Straßen und mit drei Reifenpannen  in Bozoum eingetroffen. In diesen Tagen habe ich es auch geschafft, die Zeitung von Bozoum „Le Saint Michel“ fertigzustellen. Hier ist sie:



i manghi innestati di Fra Francesco
les manguiers greffés du frère Francesco


strade
les routes...



con l'aiuto del maestro
avec l'aide du maitre

e da solo
et maintenant tout seul





antibalaka all'opera
un antibalaka à Bocaranga

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